Langener Stadtkirche

Motor kaputt – Glocke bleibt stumm

In den vergangenen Tagen hat es immer wieder beunruhigte Anfragen gegeben, warum die Glocken der Stadtkirche tagsüber nicht mehr läuten, teilt Dekan Reinhard Zincke mit.

In den vergangenen Tagen hat es immer wieder beunruhigte Anfragen gegeben, warum die Glocken der Stadtkirche tagsüber nicht mehr läuten, teilt Dekan Reinhard Zincke mit. Der Grund: Der Motor der Andachtsglocke ist defekt. Wegen der Ferienzeit dauert es eine Weile, bis er wieder repariert werden kann.

Die Andachtsglocke von 1948 ist im Ton „a“ gestimmt. Sie ruft: „Das Wort Gottes bleibt ewiglich!“ Sie lädt zum Gebet zu den verschiedenen Tageszeiten ein, um 10 Uhr, um 12 Uhr (Friedensgebet), um 17 Uhr und um 20 Uhr. Nach Ostern bis zum Tag nach der Einweihung der Stadtkirche am 26. August läutet sie um 21 Uhr.

„Das liturgische Läuten will uns erinnern, dass unser Leben nicht nur aus Arbeit besteht, sondern wir im Gebet notwendige Auszeiten und Unterbrechungen des Alltags erfahren. Dies ist eine gute Tradition, die wir mit anderen Religionen teilen“, so Zincke.

Beim Geläut wird im Gegensatz zum Uhrenschlag die Glocke bewegt, so dass der Klöppel an den Glockenrand anschlägt und den entsprechenden Ton erzeugt. Beim Uhrenschlag schlägt ein Hammer auf die Glocke. Hierbei geht es lediglich um die Zeitansage. Das Geläut dagegen ruft zum Gottesdienst, zur Andacht oder zum Gebet.

Alle vier Glocken erklingen auch zu allen übrigen Gottesdiensten, zum Beispiel anlässlich von Taufen und Trauungen. Auch kirchenmusikalische Veranstaltungen mit gottesdienstlichem Charakter werden so eingeleitet, so Zincke. Jede Andacht und jeder Gottesdienst beginnen dem liturgischen Verständnis nach nicht erst mit der Begrüßung durch den Pfarrer, sondern mit dem Läuten der Glocken.

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