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145 neue Wohnungen auf dem Steinberg in Langen geplant

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Von: Nicole Jost

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Geht es nach dem Magistrat, sollen auf dem Steinberg zwei Wohnbauprojekte umgesetzt werden. Auch ein paar kleinere Geschäfte sind vorgesehen.

Noch gibt es auf dem Steinberg zwei Brachflächen. Büsche und Gestrüpp sollen aber bald weichen. Der Magistrat will Baurecht für die letzte große Lücke links und rechts der Konrad-Adenauer-Straße schaffen. Rund 5500 Menschen leben am Steinberg, bald könnten einige hinzukommen. Der Magistrat hat nun die Aufstellung eines Bebauungsplans „Wohngebiet Konrad-Adenauer-Straße / Am Speierling“ in Gang gesetzt. „Schon seit Jahren gibt es Überlegungen, wie die Flächen bebaut werden könnten“, sagte Bürgermeister Frieder Gebhardt (SPD). Inzwischen lägen dafür tragfähige Konzepte vor, die angesichts der starken Wohnungsnachfrage in Langen verwirklicht werden sollten.

Im Dornröschenschlaf

Zum einen geht es unter dem Namen „Am Speierling“ um ein neues Wohnquartier östlich der Konrad-Adenauer-Straße bis zum Sonnenhang. Die 7000 Quadratmeter lagen bisher in einem Dornröschenschlaf. Bei einem Investorenwettbewerb machte ein Entwurf mit vier ausdrucksstarken Häusern das Rennen. Sie dürften mit ihren Grundrissen, Loggien, Dachterrassen, ihrer grünen Umgebung und energetischen Vorzügen hohen Ansprüchen genügen.

Auf dem Gelände wachsen Büsche und Bäume munter vor sich hin, darunter an der Straße Am Schleifweg, ein mächtiger Speierling, der Namensgeber ist und unter Schutz steht. „Er hat einen Kronendurchmesser von 20 Metern und bleibt auf jeden Fall erhalten“, betonte Gebhardt. Nach den Wettbewerbsvorgaben muss um ihn herum eine großzügige Schutzzone gestaltet werden. Weichen muss durch die Bebauung hingegen der Bolzplatz. „Er war aber von vornherein nur für eine Übergangszeit gedacht“, so Gebhardt.

Niedrige Mieten

Der siegreiche Investor, die Kleespies Rhein-Main-Süd GmbH mit dem Büro Kohl & Fromme aus Duisburg, will nach Abschluss des Bauleitplanverfahrens das erworbene Grundstück bebauen und die rund 60 Eigentumswohnungen in den geplanten Gebäuden vermarkten. Deren Höhe beträgt drei bis vier Etagen plus Staffelgeschoss.

Auch für das zweite Gelände, das Areal der Baugenossenschaft westlich der Konrad-Adenauer-Straße, gab es einen Wettbewerb. Entstehen sollen kostengünstige Mietwohnungen. Das Grundstück mit 11 800 Quadratmetern wurde bereits in den 1990er Jahren teilweise bebaut. Für die weitere Gestaltung erhielt der Entwurf des Architekturbüros Scheffler und Partner aus Frankfurt den Zuschlag.

Verwirklicht werden sollen zur Konrad-Adenauer-Straße und zum Schleifweg hin jeweils zwei viergeschossige Baukörper mit Staffelgeschoss. Hinzu kommen würden rund 85 Wohneinheiten. 100 Quadratmeter sind für kleinere Nahversorger reserviert, die es bisher auf dem Steinberg nicht gibt.

(njo)

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