Asklepios Klinik

Dr. Ralf Lehmann ist neuer Chef für die Kardiologie

Die kardiologische Abteilung der Asklepios Klinik in Langen wechselt ihren Chefarzt: Dr. Ralf Lehmann löst Prof. Hans-Georg Olbrich ab.

Der nächste Chefarztwechsel an der Asklepios-Klinik: Seit kurzem ist die Klinik für Kardiologie, Angiologie (Gefäßerkrankungen) und Internistische Intensivmedizin unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf Lehmann.

Der 45-Jährige beerbt Prof. Dr. Hans-Georg Olbrich, der nach über 15 Jahren als Chefarzt der Langener Kardiologie in den Ruhestand geht. Am Dienstag hat Lehmann als Chefarzt die Leitung der kardiologischen Klinik übernommen. Der Kardiologe und Facharzt für Innere Medizin kommt vom Regensburger Krankenhaus Barmherzige Brüder, wo er dieselbe Position innehatte.

Sein Vorgänger Olbrich war über 15 Jahre lang Chefarzt der Abteilung. Trotz seines Ruhestands begleitet Olbrich seinen Nachfolger in den nächsten Wochen noch für eine Übergabe.

Mit dieser Taktik will die Klinikleitung einen reibungslosen Übergang sicherstellen. Sie kam schon beim Chefarztwechsel in der Klinik für Viszeral- und Thoraxchirurgie zum Tragen – hier ersetzte Dr. Alexander Buia im Februar den langjährigen Leiter der Klinik für Viszeral- und Thoraxchirurgie, Professor Ernst Hanisch, der ihm noch beratend zur Seite stand.

Obwohl er zuletzt in Regensburg praktizierte, ist der neue Leiter der kardiologischen Klinik kein Unbekannter in der Region. Lehmann erhielt seine medizinische Ausbildung an der Frankfurter Uniklinik. Auch die Prüfung zum Facharzt für Innere Medizin und Schwerpunktbezeichnung Kardiologie legte er dort ab. In Frankfurt war er über fünf Jahre Oberarzt der Abteilung für Kardiologie und erlangte die Habilitation.

Nach seinem Wechsel an das Universitätsklinikum Mannheim war Lehmann als stellvertretender Klinikdirektor und leitender Oberarzt der I. Medizinischen Klinik tätig. Am Mannheimer Klinikum wurde er zum Professor ernannt. Mit dem Wechsel an das Krankenhaus Barmherzige Brüder in Regensburg übernahm Lehmann dort die chefärztliche Leitung der Kardiologie – wie jetzt in Langen.

Lehmann ist zusätzlich für Notfallmedizin, Internistische Intensivmedizin und Hypertensiologie (Bluthochdruckbehandlung) ausgebildet und besitzt eine Qualifikation in sogenannter Interventioneller Kardiologie und ärztlichem Qualitätsmanagement. Er hat in mehr als 1000 Notarzteinsätzen Erfahrung in der Intensiv- und Notfallmedizin erworben.

„Ich freue mich sehr, die Nachfolge eines so renommierten Kollegen wie Professor Olbrich anzutreten“, sagt Lehmann. Der neue Chefarzt hofft, dass er und sein Team die Behandlung von akuten Notfällen und geplanten Eingriffen durch das kürzlich um einen Messplatz erweiterte Herzkatheterlabor ausbauen können. „Damit ist eine zeitnahe qualitativ hochwertige Versorgung von Herzpatienten rund um die Uhr gesichert“, betont Lehmann.

Die Klinikleitung ist froh, mit Lehmann einen würdigen Nachfolger für Olbrich gefunden zu haben. „Professor Lehmann hat außergewöhnliche Expertise in den Bereichen der interventionellen Kardiologie und Notfall- und Intensivmedizin“, sagt Geschäftsführer Jan Voigt. Lehmann wolle die Klinik zu einer überregionalen Schwerpunktabteilung ausbauen.

Sein Vorgänger Olbrich habe als Kardiologe seinen Bereich im Kreis etabliert und ausgebaut und die Versorgungsqualität der Patienten auf höchstes Niveau gehoben, so Voigt. Heute sei die Kardiologie die größte Fachabteilung der Langener Klinik und gehöre außerhalb Hamburgs zu einer der größten Kardiologien im Asklepios-Konzern, betont der Geschäftsführer.

Zudem habe Olbrich mit seiner Abteilung an vielen wissenschaftlichen Studien teilgenommen, was für eine Klinik von der Größe der Langener Kardiologie selten sei. Olbrich hat auch erreicht, dass die Abteilung als eine der ersten Deutschlands als Chest-Pain-Unit für den 24-Stunden-Einsatz zur Notfallbehandlung bei unklaren Brustschmerzen zertifiziert wurde. Die Aus- und Weiterbildung seiner Kollegen an Ort und Stelle und in anderen Kliniken habe er permanent und mit großem Engagement vorangetrieben, lobt die Klinikleitung. „Seine Weitsicht beim Auf- und Ausbau des Herzkatheterlabors hat dazu beigetragen, neue Versorgungsformen in Langen zu etablieren“, sagt Voigt.

Neben der fachlichen Seite hätten Patienten und Kollegen den freundlichen Umgangston von Olbrich und die konstruktiven Gespräche mit ihm geschätzt.

Am 16. Mai veranstaltet die Klinik zu seinen Ehren und zur Einführung seines Nachfolgers Lehmann ein Fachsymposium. Am 23. Mai wird Olbrich dann mit einem Festakt verabschiedet. In beratender Tätigkeit und als Kooperationspartner im Fachärztezentrum werde er der Asklepios Klinik aber erhalten bleiben. jrd

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