Fußball-Gruppenliga

Selbst 45 Punkte müssen nicht reichen

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Im Vereinsheim des FC Langen stimmten sich die Vertreter der 34 Vereine in der Gruppenliga Frankfurt auf die neue Saison 2018/19 ein.

Versprechen sollten eingehalten werden. Pedram Navidi hielt sich daran – und so fand die Vorrundenbesprechung der Fußball-Gruppenliga Frankfurt beim FC Langen statt. Auch wenn die Langener als Sechstletzter (!) aus der Gruppe Ost der zweigeteilten Gruppenliga abgestiegen sind. „Mit 44 Punkten“, wie der Sportliche Leiter bei der Begrüßung der Vertreter der 34 Vereine betonte.

Die hohe Zahl der Absteiger ist schon lange das Problem der Ost-Staffel, und eine Lösung ist kurzfristig nicht in Sicht. Bei vier untergeordneten Kreisen gibt es mit dem Sieger der Aufstiegsspiele immer fünf Aufsteiger und somit mindestens vier Absteiger. In der vergangenen Saison war zudem die Richtzahl von 17 Team als vorgeschriebene Klassenstärke überschritten worden, außerdem stieg noch die SG Bruchköbel aus der Verbandsliga ab, so kamen dann die sechs Absteiger zustande.

Im Rahmen der Vorstellung der Aufsteiger legte auch noch mal Andreas Gaß von der zurückgekehrten SG Altenhaßlau/Eidengesäß den Finger in die Wunde: „Wir sind damals sogar mit 45 Punkten abgestiegen“, so der Sportvorstand und hatte noch einen schönen Vergleich parat: „Der HSV hatte ein Jahr vorher mit 27 Punkten die Klasse gehalten.“ Gaß mahnte diesbezüglich auch „mehr Solidarität“ bei der Suche nach einer Lösung des Problems an, die wirklich dringend erforderlich sei.

Klassenleiter Thorsten Bastian (Rockenberg) konnte natürlich keine spruchreife Änderung des Modus anbieten, wies aber darauf hin, dass der Verbandsspielausschuss sich dem Thema längst angenommen habe. Was allerdings auch nicht einfach zu behandeln ist, da die beiden Gruppenliga-Staffeln aus insgesamt sieben Fußball-Kreisen hervorgehen, die sich im Falle einer Neuordnung erst einmal einig werden müssten – Stichwort Solidarität. Und in der West-Gruppe, die aus drei Kreisen gespeist wird, ist die Zahl der Absteiger in der Regel deutlich geringer, diesmal mussten sich nur drei Vereine in die Kreisoberliga verabschieden.

In der neuen Saison bleibt jedenfalls mit Blick auf das Spielgeschehen alles beim Alten. Die maximale Zahl der Absteiger beträgt fünf, die Richtzahl 17. Die neue Runde beginnt am ersten Augustwochenende (4./5.), wobei es ein Freitagsspiel beim Auftakt gibt, und endet in diesem Jahr am 2. Dezember. Englische Wochen finden Mitte August, Anfang September und Anfang Oktober (Feiertag) statt. Weiter geht’s am 24. Februar, letzter Spieltag ist dann am 25./26. Mai, wobei der „Osten“ traditionell samstags abschließt, der „Westen“ am Sonntag.

Danach beginnen dann die Aufstiegsspiele, die am 2., 5. und 8. Juni 2019 ausgetragen werden. Auch hier ist alles unverändert: Der Aufstieg zur Verbandsliga Süd und die Gruppenliga West wird in einer Dreiergruppe gespielt, den zur Gruppenliga Ost bestreiten vier Teams mit Halbfinale und Endspiel. Mit dem Aufstieg zur Verbandsliga geht es los mit Zweiter GL Ost gegen Zweiter GL West, zur West-Gruppe mit Zweiter Kreisoberliga Hochtaunus gegen Vize KOL Friedberg, und zur Ost-Gruppe lautet das Halbfinale der Tabellenzweiten: Gelnhausen gegen Büdingen sowie Hanau gegen Offenbach (in Hin- und Rückspiel).

Gleich bleibt im übrigen auch der Eintritt: Vier Euro für männliche Erwachsene, drei Euro ermäßigt. Wobei die Diskussion hierüber inhaltlich nicht auf dem neuesten Stand war.

Bei seinem Rückblick auf die abgelaufene Runde hatte Thorsten Bastian nach seiner ersten kompletten Saison als Ligaleiter nichts Schwerwiegendes zu beanstanden. Der Wintereinbruch mit dem Ausfall kompletter Spieltage konnte aus seiner Sicht recht gut aufgefangen werden. So sei in der West-Gruppe das letzte Nachholspiel am 20. April über die Bühne gegangen, „in der Ost-Gruppe war die Tabelle am 26. April begradigt“, so Bastian. Dass man ihn in einem Fall bei einer Spielabsage gleich mal vor vollendete Tatsachen stellen wollte, habe ihn geärgert. „Lassen sie uns darüber reden. Es muss nicht immer gleich ein Urteil ausgestellt werden“, unterstrich der als moderat bekannte Klassenleiter und Regionalbeauftragte.

Trotz des umfangreichen Programms inklusive Feinjustierung der beiden Spielpläne ging die Sitzung deutlich schneller als ein Fußball-Spiel über die Bühne. Was auch daran lag, dass die Berichte des Regionalbeauftragten für das Schiedsrichterwesen Matthias Kristek (Büdingen) und des Vorsitzenden des Regionalsportgericht Holger Handge (Frankfurt) sowie seiner Einzelrichter Alexander Koch (Wächtersbach/Ost-Gruppe) und Manfred Bohl (Nidda/West-Gruppe) den Vereinen bereits vorab per E-Mail zugestellt worden waren.

So gab es denn auch von den Beteiligten auch kaum etwas zu beanstanden. Das Regionalsportgericht musste nur drei Mal tätig werden, einmal wegen eines Spielabbruchs in der Ost-Gruppe, der einzige wirklich sehr negative Vorfall in der zurückliegenden Spielzeit.

Abschließend wurden dann noch die künftig wieder getrennte Rückrundenbesprechung terminiert: Der „Osten“ kommt am 7. Dezember in Hammersbach-Marköbel zusammen, der „Westen“ am 9. Dezember bei einem noch zu bestimmenden Frankfurter Verein.

Mit einem „Ich freue mich auf die nächste Saison“ schickte Bastian die Clubvertreter dann nach einer Stunde auf den Heimweg.

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