Inhaberin eines Brautstudios

Sonja Bernecker macht jede Braut glücklich

Ein Caterer muss sich um das Büfett kümmern, ein Fotograf den „schönsten Tag des Lebens“ festhalten und der DJ soll für Partystimmung sorgen: Der Hochzeitstag will gut geplant werden. Umso besser, dass die siebte Auflage der Messe „Hochzeiten & Events“ fast alle Branchen unter ein Dach bringt.

Hochzeitsplanerin Friederike Mauritz blickt auf die Stände in der Neuen Stadthalle und meint: „Theoretisch können sich die Besucher hier mit allem eindecken, was sie für ihre Hochzeit brauchen.“ Gemeinsam mit Axel Schüller organisiert die 49-Jährige jährlich die Messe „Hochzeiten & Events“. Veranstaltung. Nur die Flitterwochen können nicht gebucht werden: Denn einen Reiseveranstalter gibt es dieses Jahr nicht.

Schon am Eingang werden die Besucher musikalisch auf das eingestimmt, was sie in der Halle erwartet: ganz viel Romantik. Mit Gitarre und Violine spielt das Duo Kapp & Chino Balladen. Wer es auf seiner Feier etwas fetziger haben will, der ist wiederum bei Clayton Desouza richtig. Als DJ Clayton legt Desouza auf Hochzeiten, Firmenevents und Betriebsfeiern auf. Er selbst liebe die Lieder der 1990er Jahre. „Aber auf Hochzeiten wird meistens Schlager verlangt. Am besten funktioniert ,Atemlos’ von Helene Fischer“, sagt Desouza mit einem Schmunzeln.

Nicht nur für Heiratswillige

Diejenigen, die die Tanzschritte dazu noch erlernen müssen, sind wenige Meter weiter am Stand der Taunus Tanzschule von Motsi Mabuse richtig. Das Angebot der Messe richte sich aber nicht nur an künftige Brautpaare, betont Mauritz: „Auch diejenigen, die einen Geburtstag oder ein Jubiläum planen, können sich informieren.“

Die Hauptzielgruppe bleiben dennoch die heiratswilligen Pärchen. Hand in Hand schlendern sie durch die Gänge, der Mann meistens mit einer Geschenktüte voller Prospekte in der Hand. „Wir haben vergangene Woche standesamtlich geheiratet und lassen uns hier nun für unsere kirchliche Hochzeit im nächsten Sommer inspirieren“, erzählt Gesa Rygol. Gemeinsam mit ihrem Mann Oliver besucht sie die Zaubervorführung von Thorsten „AbraXas“ Ophaus. Als magischer Trauredner tritt Ophaus auf Hochzeiten auf. In einer Kostprobe präsentiert er den Besuchern sein Können. So zaubert der 42-Jährige aus einem aufgeblasenen Luftballon eine Champagnerflasche hervor.

Heiraten hat sich in den vergangenen 20 Jahren verändert

„Heiraten hat sich in den vergangenen 20 Jahren verändert“, sagt Mauritz, „besonders durch das Internet: Die Brautpaare finden dort immer mehr und immer leichter Inspiration.“ Das spiegelt sich auch auf der Messe wider: Dekorateure übertreffen sich gegenseitig mit ihren kunstvoll arrangierten Blumengestecken, Fotografen präsentieren die neuesten Motive und Hochzeitsplaner werben mit ihrem Organisationstalent.

Besonders hohen Anziehungsfaktor unter den weiblichen Besuchern hat der Stand von Sonja Bernecker. Sie ist Eigentümerin des gleichnamigen Brautstudios in Biebesheim und zählt mittlerweile „zum Inventar“ der Messe, wie Bernecker sagt. Ob schlichte A-Linie, eng anliegendes Meerjungfrauenkleid oder pompöse Prinzessinnen-Garderobe: „Wir machen jede Frau glücklich“, verspricht Bernecker. Das schlichte Weiß als Brautkleid sei ein Auslaufmodell. „Der Trend geht eher zu zarten Pastelltönen wie Apricot oder Rosé“, informiert Bernecker.

Gleich nebenan kümmert sich Markus Pfeiffer um die Bräutigame. Maßgeschneiderte Anzüge, Fliegen und Hemden bietet er an. „Die Kunden suchen lieber nach einem funktionalen Anzug, den sie nach der Hochzeit noch zu anderen Anlässen tragen können“, sagt Pfeiffer.

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