Halloween in Langen

Spaßiges Gruseln im Halloween-Haus geht weiter

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Es fing alles ganz harmlos an: 2008 hat Christina Schüller am 31. Oktober die Kinder, die an ihrer Haustür klingelten, im Gruselkostüm empfangen.

Es fing alles ganz harmlos an: 2008 hat Christina Schüller am 31. Oktober die Kinder, die an ihrer Haustür klingelten, im Gruselkostüm empfangen. Der Hauseingang war an Halloween mit ein bisschen Spinnendekoration und Kürbissen geschmückt. Axel und Christina haben den Halloween-Kult im Laufe der Jahre immer weiter perfektioniert, und 2015 sind dann 250 Gäste – längst nicht mehr nur Kinder – durch ihr Haus und ihren Garten marschiert und haben sich um die Wette gegruselt.

Skelett Alfred saß mit seinen knochigen Fingern, eingehüllt in Spinnenweben, am Klavier, mysteriöses Licht verwandelte den Garten in einen geheimnisvollen Zauberwald, eine gruselige Hexe geisterte durch den Garten, an der Wand tanzten zwei Skelette, und aus einem Metallsarg erhob sich eine Tote schaurig in die Sitzposition. „Unser Halloween-Haus hat sich irgendwie verselbstständigt“, gibt Axel Schüller schmunzelnd zu, „wir haben uns gegenseitig ganz schon hochgeschaukelt.“ Er liebt das gemeinsame Hobby mit seiner Frau.

Jedes Jahr hat das Langener Ehepaar sein Gruselhaus um einen neuen Effekt erweitert. „Wir halten das ganze Jahr Ausschau nach besonderen Stücken. Alfred, der sympathische Kerl am Klavier, war das erste Skelett. Inzwischen sind Balduin und Cäcilie dazu gekommen – unser ,Just-murdered’-Brautpaar. Den Sarg habe ich bei ebay entdeckt, bei einer Pietät, die ihre Schaufensterdekoration erneuern wollte“, berichtet Schüller von seiner Jagd nach den ganz besonderen Schätzen. Inzwischen spielen nicht nur die Skelette und Figuren ihre Rollen, auch Freunde gehören inzwischen fest zu dem Ensemble für den Abend am 31. Oktober.

Seit August wird an dem nächsten Gruseltag gefeilt. „Es ist wirklich ein gemeinsames Ereignis. Wir nehmen uns alle frei für den Tag und treffen uns morgens um 10 Uhr, um gemeinsam aufzubauen“, erzählt Axel Schüller. Mit viel Schminke und Kostümen werden dann alle passend für die Szenerie zurecht gemacht, und sobald es dunkel ist, kann die Party steigen.

Für die Details ist Christina Schüller zuständig – sie dekoriert so lange, bis die letzte Spinne oder Spinnenwebe den perfekten Platz hat. „Sie ist detailversessen, aber grandios“, so Axel Schüller lachend. Er selbst ist als DJ für alles zuständig was einen Stecker hat. Mit der richtigen Licht- und Tontechnik wird das Gruselvergnügen noch ein bisschen lustiger.

Bei allem Grusel – wichtig ist allen im Team, dass die Kinder nicht wirklich erschrecken. „Es soll ein Spaß sein, niemand soll Angst bekommen“, betont der Halloween-Fan. Im Halloween-Haus werden die Gäste übrigens auch ein bisschen bewirtet. Große Reagenzgläser sind mit Blut befüllt. Rhesusnegativ-Traubensaft für die Kinder, Rhesuspositiv-Wein für die Erwachsenen. Auch Gruselkuchen gibt es.

Zu einer kommerziellen Veranstaltung wollen die Schüllers ihr Halloween-Haus nicht machen, der Besuch kostet keinen Eintritt. Es gibt eine Spendendose für Tiere in Not Odenwald (TiNO) – ein Verein, dem die beiden verbunden sind. In diesem Jahr tummeln sich Hexen, Skelette, Monster und Zombies mit Licht- und Soundeffekten im Gruselhaus Am Bergfried 2.

„Wir sind umgezogen, und damit der Bruch nicht ganz so hart wird, veranstalten wir unser Fest im Garten meiner Tante. Im nächsten Jahr sind wir dann in unserem neuen Haus in Mörfelden“, kündigt Axel Schüller an. Natürlich wurde das Haus auch danach ausgesucht, dass der Spuk an Halloween dort auch weiterhin möglich ist.

(njo)

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