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Start zum Stadtradeln 2018 beim Maimarkt: Walther Ludwig (Mitte) nahm die Radler mit auf eine City-Tour.

Stadtradeln

Mit strammen Waden auf Entdeckungstour

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Während die einen auf dem Siebenschläfer-Maimarkt entspannten, wurden die anderen aktiv: Eine Fahrradtour führte sie zu ausgewählten Orten in und um Langen. Das Stadtradeln sollte den Spaß am Radfahren vermitteln. Einer allerdings ließ sich nicht überzeugen.

Erst eine kleine Vesper und ein erfrischendes Getränk, dann eine geführte Tour durch das Langener Stadtgebiet – so lautete das Motto der gut ein Dutzend Teilnehmer die in der Sterzbachstadt die Aktion „Stadtradeln“ am Sonntagnachmittag eröffneten.

Seit ein paar Jahren gehört das Stadtradeln zum Siebenschläfer-Maimarkt in der Wassergasse. Organisiert wird das beliebte Straßenfest von den Mitgliedern des Langener/Egelsbacher Abschnitts der kreisweiten Apfelwein- und Obstwiesenroute, sowie dem Langener Obst- und Gartenbauverein und der Werbegemeinschaft Wassergasse. Den Namen hat der Siebenschläfer-Maimarkt von dem Symbol-Tierchen des Ebbelweis, der aus den Äpfeln der Streuobstweisen rund um Langen und Egelsbach gewonnen wird.

Während die meisten Besucher des Marktes noch durch die mit Girlanden geschmückte Wassergasse schlenderten, sich hier ein Gläschen Wein, im Adler-Hof eine kräftige Mahlzeit gönnten, sich am Stand eine neue Sonnenbrille aussuchten oder ein Sommerkleidchen probierten, schwangen sich jene mit den strammen Waden auf die Fahrräder. Sie ließen sich von Walther Ludwig vom ADFC Langen zu ausgewählten Orten in und um Langen führen.

Vor dem offiziellen Start des Stadtradelns forderte Langens Erster Stadtrat Stefan Löbig (Grüne) die „Lengener“ noch einmal auf, sich auch in diesem Jahr wieder aktiv in die Aktion einzubringen, um die Sterzbachstadt im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs im besten Licht erscheinen zu lassen. „Bereits zum achten Mal ist Langen mit dabei, und bis heute haben sich 25 Teams mit 220 Teilnehmern gemeldet“, so Löbig. Darunter sind wieder Kindertagesstätten und Schulen, aber auch Firmen, Parteien oder Kirchen. „In den vergangenen Jahren ist Fahrradfahren immer mehr in Mode gekommen – und ich hoffe, dass viele, die an der Aktion teilnehmen, auch danach weiterhin viele Strecken mit dem Fahrrad zurücklegen“, so Löbig, der auch Schirmherr des Stadtradelns ist.

Gründe, um vom Auto auf den Drahtesel umzusteigen, gebe es genügend. „Da ist die Gesundheit, aber auch der Umweltschutz und der Spaß am Radfahren“, so Löbig. Außerdem entfällt gerade in der Innenstadt die für Autofahrer so mühsame Parkplatzsuche.

Erstmals ist die Aktion Stadtradeln auch international, denn mittlerweile beteiligen sich nicht nur immer mehr deutsche Städte, sondern auch Kommunen aus der Schweiz und Brasilien. Aber nicht jeder ließ sich überzeugen. Ein alter Mann mit seiner Enkelin an der Hand verwies auf eine andere Art, die Sterzbachstadt umweltfreundlich zu erkunden: „Lass die mal fahren, ich mache lieber eine Tour mit der Haflinger-Kutsche.“

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