Interkultureller Tag

Vielfalt statt Einfalt

  • vonNicole Jost
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Mit einem bunten Bühnenprogramm und internationalen Leckereien beging die Stadt Langen den Interkulturellen Tag. Auch die Hilfe für Flüchtlinge war Thema.

Auf der Bühne der Neuen Stadthalle bildete sich die interkulturelle Welt Langens ab: Die indische Tanzgruppe „Layfam“, eine afghanische Band, „Baris“, die türkische Friedenslieder singen, äthiopische und eritreische Kinder, die einen Tanz vorführen, und die vielen Tanzgruppen der russischen Trainerin Olga Moschevitina, die vom Ballett bis zum Modern Jazz ihre große Bandbreite präsentieren.

Der Interkulturelle Tag ist in Langen eine feste Einrichtung. „Wir feiern unter dem Motto ,Vielfalt ist das beste gegen die Einfalt’“, erklärte Jasmina Petkovic von der Fachstelle Integration, die das Fest mit Vereinen und Verbänden der Stadt organisiert hatte. Neben den Darbietungen auf der Bühne und dem kulinarischen Angebot vom eritreischen Essen über türkische Leckereien bis zu afghanischen Spezialitäten warteten auf die zahlreichen Gäste auch viele Informationen.

Der Ausländerbeirat stellte sich vor, und der Internationale Bund präsentierte sein Angebot. Die Kinder, wenn sie nicht gerade gebannt am Bühnenrand standen, ließen sich schminken, malten oder bastelten bunte Buttons

„Fremdes verstehen und sich für andere engagieren. Unsere Stadtgesellschaft hat damit gute Erfahrungen, denn viele hier haben ihre Wurzeln woanders. Doch vor dem Verstehen kommt das Wahrnehmen und Kennenlernen – genau dazu will die heutige Veranstaltung ihren Beitrag leisten“, sagte Bürgermeister Frieder Gebhardt (SPD).

Freilich widmete er sich an diesem Interkulturellen Tag auch dem derzeit alles bestimmenden Flüchtlingsthema: „Wir leben in einer unruhigen Zeit mit großen Herausforderungen. Aus dem Gebot der Nächstenliebe leitet sich heute mehr denn je ein Schutzrecht für die Armen und Fremden ab, die bei uns Zuflucht suchen.“ Alle müssten jetzt anpacken, um den Flüchtlingen zu helfen und ein friedliches Miteinander zu gewährleisten“, betonte Gebhardt.

(njo)

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