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Wohnen zu vernünftigen Preisen in Langen

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Die Baugenossenschaft Langen eG plant vier neue Wohnhäuser, die bezahlbar sein sollen. Dennoch soll es nicht an Qualität mangeln.

Mit einem neuen Quartier am Steinberg will die Baugenossenschaft Langen eG mehr bezahlbaren Wohnraum in Langen schaffen. Bereits im März hat sie deshalb den Wettbewerb mit dem Projektnamen „Steinberg leben. Unser Zuhause.“ ausgelobt, den nun das Frankfurter Architektenbüro Scheffler + Partner Architekten BDA einstimmig für sich entschieden hat.

„14 Euro den Quadratmeter sind einfach zu viel. Wir wollen mit unseren Mieten deutlich unter dem bleiben, was derzeit in Langen für Wohnen im Neubau verlangt wird“, erklärt Wolf-Bodo Friers, Vorsitzender der Baugenossenschaft Langen eG, die Hintergründe des Projekts. Bereits zwei Wohngebäude stehen am Steinberg, nun soll die noch freie Fläche auf dem Grundstück der Baugenossenschaft zwischen Kurt-Schumacher-Straße, Am Neuen Wald, Am Schleifweg und Konrad-Adenauer-Straße bebaut werden.

Ebenerdiger Zugang

„Wir wollen kein weiteres Luxus-Objekt in Langen schaffen“, verspricht Friers. Stattdessen soll mit einer Nettokaltmiete von unter zehn Euro – „nach derzeitiger Planung liegen wir sogar noch ein gutes Stück darunter“ – Wohnen zu vernünftigen Preisen ermöglicht werden, ohne dabei auf Qualität zu verzichten. Die Anforderungen an die sechs teilnehmenden Architekturbüros waren klar formuliert: Tageslichtbäder, Barrierefreiheit, unterschiedliche Raumgrößen, um die beiden primären Zielgruppe, junge Familien und Ältere, zu bedienen.

Dass Scheffler + Partner das Preisgericht so eindeutig überzeugt hat, ist dem gelungenen Entwurf geschuldet, der alle Aspekte bedient: Die vier geplanten Neubauten in Massivbauweise haben eine moderne Architektur, die sich jedoch in die bereits bestehende Bebauung harmonisch einfügt. Mit variierenden Wohnungsgrößen zwischen 2-Zimmer- (38 Prozent), 3-Zimmer- (40 Prozent) und 4-Zimmerwohnungen (22 Prozent) sollen 86 Wohneinheiten geschaffen werden, die alle mit Balkon oder Terrasse ausgestattet sind – und natürlich Tageslichtbädern. Zudem ermöglicht in jedem Gebäude ein Fahrstuhl den ebenerdigen Zugang zu den Wohnungen.

Besonders aber die Einbindung in die Umgebung mit Grünflächen ist dem Frankfurter Architektenbüro nach Meinung der Jury gelungen. „Die Wohnungen im Erdgeschoss haben kleine Höfe am Eingang, die entsprechend hoch eingefasst sind, dass eine Abgrenzung zwischen privatem und öffentlichem Raum besteht“, erklärt Professor Ernst Ulrich Scheffler seine Idee für die familienfreundlichen Wohnungen. Hinzu kommt ein halbprivater Quartiersplatz mit Sitzgelegenheiten und Spielmöglichkeiten für Kinder sowie ein „grünes Zimmer“ genanntes Gärtchen zum Hof hin.

Einheiten fürs Gewerbe

Neben dem Wohnraum sind an der Kreuzung Am Schleifweg/Konrad-Adenauer-Straße zusätzlich zwei Gewerbeeinheiten geplant, da es am Steinberg an Nahversorgung fehle. Über die Nutzung macht sich die Baugenossenschaft Langen eG bereits intern Gedanken. „Gerne würden wir hier etwas Besonderes fernab vom x-ten 08/15 Bäcker anbieten“, so der Vorstandsvorsitzende. Konkrete Pläne gibt es allerdings noch nicht.

12,5 Millionen Euro brutto will die Baugenossenschaft in den Neubau investieren, der dann eine Wohnfläche von circa 6350 Quadratmetern umfassen wird. Bis Ende des Jahres soll der Bauantrag gestellt werden, dem voraussichtlichen Baubeginn des neuen Quartiers im Frühjahr 2018 blickt Scheffler erwartungsvoll entgegen: „Die Baugenossenschaft ist ein Bauherr, mit dem man gut arbeiten kann. Wir freuen uns darauf.“

(nab)

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