Ehrenbrief des Landes Hessen

Würdigung für unermüdlichen Einsatz

  • VonNicole Jost
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Ob bei den Stenografen, Tischtennisspielern oder Turnern: Regine Daneke, Manfred Seipel und Gerhard Armer sind aus ihren Vereinen nicht wegzudenken. Für ihr ehrenamtliches Engagement wurden sie nun mit den Landesehrenbrief ausgezeichnet.

Mit Regine Daneke, Manfred Seipel und Gerhard Armer hat die Stadt Langen drei neue Träger des hessischen Landesehrenbriefes. Kreisbeigeordneter Carsten Müller überreichte im Sitzungssaal des Rathauses die Urkunden und Nadeln im Namen des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier. Die drei Ausgezeichneten blicken auf jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit in verschiedenen Feldern zurück.

Regine Daneke ist seit 1987 in verantwortlicher Position im Stenografenverein Langen aktiv. Noch nicht einmal 20 Jahre alt, übernahm sie damals das Amt der Jugendobfrau und setzt sich unermüdlich für das Bildungsangebot des Vereins ein. Zwischen 1993 und 1996 war sie die Wettschreib-Obfrau der Stenografen, anschließend zwei Jahre stellvertretende Vorsitzende. Seit 1997 ist sie Vorsitzende des Traditionsvereins. Daneke motiviert ihre Schüler in Trainingskursen für Wettschreiber und ist selbst auch sehr erfolgreich bei regionalen, hessischen und bundesweiten Wettbewerben. Über ihr Engagement für die Stenografen hinaus war die Justizbeamtin bis 2016 zehn Jahre lang ehrenamtliche „Sachkundige Bürgerin“ in der Kulturkommission der Stadt.

Selbst am Ball

Gerhard Armer ist aus Langens Sportwelt nicht wegzudenken. Seit 1964 und bis vor zwei Jahren war er aktiver Spieler für den Tischtennis Club (TTC) Langen. Doch er war nicht nur selbst aktiv bei der Jagd um die Punkte mit dem kleinen weißen Ball, er engagiert sich schon seit 1966 im Vorstand der TTC Langen. Nach fünf Jahren als Jugendleiter und weiteren fünf Jahren als Pressewart war Gerhard Armer von 1976 bis 1986 stellvertretender Vorsitzender. Danach übernahm er das Amt des Vorsitzenden und hat es bis heute inne.

„Während dieser beeindruckend langen Vereinsführung stellt Gerhard Armer sein organisatorisches Talent und sein ausgezeichnetes Fingerspitzengefühl regelmäßig unter Beweis“, lobte Müller. Sportlich spielte er als Aktiver bis in der Oberliga und war erfolgreich bei hessischen, südhessischen und deutschen Mannschaftsmeisterschaften. Außerdem ist er Gründungsmitglied des Sportfördervereins Langen. Seit 2001 ist er Kassenwart in dem Zusammenschluss der wesentlichen örtlichen Sportvereine.

Der Dritte im Bunde ist Manfred Seipel. Er ist gleich in mehreren Vereinen aktiv und übernimmt Verantwortung. Am längsten aber hängt sein Herz am Turnverein Langen (TVL), in dem er seit 1958 Mitglied ist. Seit 1972 sitzt er im Veranstaltungsausschuss des Gesamtvereins. 1974 wurde er zum Beisitzer, seit 1986 ist er Abteilungsleiter des Blasorchesters. In seine Amtszeit fällt die Auszeichnung mit dem Kulturpreis der Stadt Langen. Aktuell sitzt Seipel auch im Vorstand des Hauptvorstands des TVL. Seine Vereinskameraden mögen ihn als einen „Mann mit Ecken und Kanten“, der für seine Gradlinigkeit geschätzt wird, und sie sagen ihm nach, die Seele des TVL zu sein. Aktuell gehört er zu dem Vorstandsteam, das sich um die in die Jahre gekommene Georg-Sehring-Halle bemüht, damit sie auch künftig als Sporthalle für Langen nutzbar bleibt.

Im Schlichtungsausschuss

Seit 2010 ist der Langener auch aktives Mitglied beim Verkehrs- und Verschönerungsverein und dort verantwortlich für den Geschirrverleih des Vereins. Bei den Sprendlinger Kleingärtnern war er fünf Jahre als Anlagenwart aktiv und ist außerdem dem seit 2016 im Schlichtungsausschuss.

Während Bürgermeister Frieder Gebhardt und Stadtverordnetenvorsteher Stephan Reinhold den frisch Geehrten gratulierten, bedankten sich Gerhard Armer, Regine Daneke und Manfred Seipel ein wenig gerührt für diese besondere Auszeichnung. Anschließend stießen die Träger des Landesehrenbriefes und die Gäste bei einem Glas Sekt und einem kleinen Imbiss auf diese Würdigung an.

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