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Eine Stunde in der Woche üben die Oberstufenschüler der Weibelfeldschule auf den neu angeschafften Ukulelen.

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Mehr Praxis im Musikunterricht: Oberstufenschüler der Weibelfeldschule greifen zur Ukulele

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Noch hatten sie nicht so viel Unterricht, aber sie machen bereits schnell Fortschritte: Die Ukulelespieler an der Weibelfeldschule.

Der Ohrwurm „500 Miles“ von den Proclaimers ist schon herauszuhören. Noch fehlt es den Ukulelespielern im Musikraum der Weibelfeldschule beim Spielen des Kultsongs im Vergleich zum Original ein bisschen an Tempo, aber die wenigen gemeinsamen Übungsstunden zahlen sich bereits aus: Musiklehrerin Vanessa Katz will mehr Praxis in den Musikunterricht der Oberstufe an der Dreieicher Weibelfeldschule bringen.

„Es sind zwei Musikkurse in der Q-Phase unserer Schule. Zwei Drittel der drei Musikstunden bestehen aus Theorie. Ein Drittel wollen wir eben auch praktisch musizieren“, erklärt die junge Pädagogin. Denn, das weiß sie, einige der Schüler hatten eigentlich den Kurs Darstellendes Spiel gewählt und mussten wegen des überfüllten Kurses auf Musik ausweichen. Und damit es nicht zu trocken wird, sollen alle ihren Spaß an einem Instrument haben.

Die Jugendlichen hatten die Wahl: Flöte, Chorgesang oder eben die Ukulele standen zur Auswahl. Die Abstimmung fiel eindeutig aus: Die Ukulele, die aussieht wie eine Miniaturausgabe einer Gitarre, hat das Rennen mit großem Vorsprung gewonnen.

„Cooler als Blockflöte“

„Na, eines ist ja mal klar: Ukulele ist wohl cooler als Blockflöte“, bringt es Hanna Schulte-Sasse auf den Punkt. Außerdem sei es auch ein praktisches Instrument: Aufgrund der kleinen Größe und des geringen Gewichts können die Schüler sie gut mitnehmen. „Ukulele spielen am Lagerfeuer – das macht Eindruck“, sagt Hanna lachend.

Der Förderverein der Schule hat sich engagiert und einen Klassensatz Ukulelen angeschafft. Der zweite Musikkurs von Alexandra Janocha hat sich angeschlossen. „Jetzt bedarf es eben etwas Organisation. Jeden Mittwoch haben wir unsere Praxiseinheit und die Instrumente werden untereinander getauscht. So kann jeder Schüler die Ukulele mal mit nach Hause nehmen, um zu üben“, sagt Vanessa Katz. Die Schüler seien mit großer Motivation bei der Sache und machten schnell Fortschritte.

„Ich spiele seit 13 Jahren Gitarre. Da hilft mir die Technik schon. Aber weil die Ukulele nur vier Saiten hat und die Gitarre sechs, muss ich die Noten auch neu lernen“, erklärt Sebastian Urmann. Auch Celine Gabor und Benedikt Götz, beide Anfänger, haben die Wahl der Ukulele nicht bereut: „Es ist ein schönes Instrument und macht viel Spaß“, erzählt Celine.

Froh übers Engagement

Schulleiterin Susanne Strauß-Chiacchio ist froh über das Engagement ihrer Lehrerinnen. „Wir sind eine Schule mit musikalischem Schwerpunkt und haben nach der ersten Zertifizierung 2014 auch gerade unsere Re-Zertifizierung bekommen“, erläutert sie.

Neben dem normalen Angebot an Musikunterricht gibt es die Bläserklassen in der Förderstufe, die als Bläserklasse 2.0 in der Mittelstufe freiwillig weitergeführt werden kann. Die Gesamtschule hat einen Chor, eine Rock-AG und seit neuestem wieder eine Schulband, für die ein Proberaum eingerichtet wird.

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