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Rückblende in den Mai 2011: Zahlreiche Neu-Isenburger bestaunten damals den ICE, der den Namen ihrer Stadt trägt, bei seiner Taufe am Frankfurter Hauptbahnhof.

Flugzeug

Lufthansa-Flugzeug soll auf den Namen "Neu-Isenburg" getauft werden

Die Lufthansa schafft im Zuge der Flottenmodernisierung 67 Flugzeuge des Typs A 320 neo an. Eines davon soll nach der Stadt Neu-Isenburg benannt werden.

Neu-Isenburg - Bereits seit acht Jahren dient ein ICE der Deutschen Bahn namens "Neu-Isenburg" als fahrender Botschafter der Hugenottenstadt, nun kommt bald ein fliegender hinzu: Wie die Lufthansa der Stadt mitgeteilt hat, soll ein neues Flugzeug aus der Reihe Airbus A 320 neo auf den Namen "Neu-Isenburg" getauft werden. Ein Termin zur Taufe werde noch bekanntgegeben.

Angestoßen habe die Idee der Isenburger Florian Obst, berichtet Bürgermeister Herbert Hunkel. Der Rathauschef hatte dann mit dem Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa AG, Carsten Spohr, über das Thema gesprochen. Ab Ende Oktober 2019, so hat der Magistrat erfahren, sollen die neuen Flugzeuge eingesetzt werden. Die Lufthansa werde im Zuge der steten Flottenmodernisierung in den kommenden Jahren 67 Flugzeuge des Typs Airbus A 320 neo in ihre Flotte aufnehmen. "Ein Flugzeug, das bestens zu Neu-Isenburg passt", heißt es aus dem Rathaus: "Modern, zukunftsweisend und stark."

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Dank der neuen Triebwerke verbrauche die A 320 neo bis zu 15 Prozent weniger Treibstoff. Als Kürzel steht neo übrigens für "new engine option", also "neue Triebwerksoption". In den von Lufthansa bestellten Maschinen kommen Flugzeugmotoren des US-Herstellers Pratt&Whitney (PW 1000G) zum Einsatz.

Die Effizienz des neuen Triebwerks sei wesentlich erhöht. Neben den Kerosinkosten würden dabei auch die Emissionen deutlich reduziert. Dadurch werden nach Unternehmensangaben pro Jahr etwa 3600 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Eingesetzt werden die A 320 neo-Flugzeuge, die 180 Passagieren in Business- und Economy-Class Platz bieten, im kontinentalen Verkehr.

Anders als bei Schiffstaufen, wo oft Frauennamen benutzt werden, hat sich bei Flugzeugtaufen die Sitte durchgesetzt, Städtenamen zu verwenden. Seit 1960 werden die Flugzeuge der Lufthansa-Flotte traditionell auf die Namen deutscher Städte getauft. Mit der Berlin, einer Boeing 707, fing damals alles an.

Die Frage, ob es die Stadt etwas kostet, dass sich ihr Name künftig in die Luft erhebt, verneint Hunkel. red

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