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Sportflieger, Helikopter und Geschäftsflieger starten und landen am Flugplatz Egelsbach.

Egelsbach

Milliardär Buffett trennt sich vom Flugplatz Egelsbach

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Der US-Milliardär Warren Buffett will seine Netjets-Anteile am Flugplatz Egelsbach an eine inhabergeführte Familiengesellschaft aus Trier verkaufen.

Egelsbach – Es war ein Deal, der im Jahr 2009 Aufsehen erregte: Der amerikanische Multimilliardär Warren Buffet kaufte den Flugplatz Egelsbach. Buffetts Privatjetbetreiber Netjets erwarb damals die Mehrheit der Anteile am Flughafenbetreiber Hessische Flugplatz GmbH Egelsbach (HFG) und baute das Areal zum Flughafen für Geschäftsreisende aus. Zehn Jahre später ist der Egelsbacher Flugplatz erneut in den Schlagzeilen: Der US-Geschäftsmann will seine Anteile an das Unternehmen Triwo AG aus Trier veräußern.

Voraussichtlich noch in diesem Jahr solle die Transaktion zwischen Netjets Europe und der Triwo AG zum Abschluss kommen, verlautbart die Hessische Flugplatz GmbH. Der Kaufpreis sei „nichtöffentlich“, heißt es. Auch der neue Eigentümer redet nicht über Geld: „Über die Summe haben wir Stillschweigen vereinbart“, erklärt Dennis Müller, Vorstandsassistent der Triwo AG.

Flugplatz Egelsbach: Triwo bereits Besitzer von vier Flugplätzen 

Der neue Hauptanteilseigner ist eine inhabergeführte Familiengesellschaft, die gewerblich und industriell genutzte Immobilien entwickelt. Triwo ist bereits Eigentümer von vier Flugplatzliegenschaften: Die Sonderlandeplätze Zweibrücken, Mendig und Oberpfaffenhofen sowie der ehemalige Nato-Flughafen Pferdsfeld, auf dem einst die Phantom-Staffel stationiert war, gehören zur Unternehmensgruppe. Pferdsfeld wurde zum Kfz-Testzentrum umgebaut, die übrigen Flugplätze betreibt das Unternehmen weiter. Auch in Egelsbach solle der Flugbetrieb wie gehabt für Business-Aviation und Sportflug weitergeführt werden, so Müller. Am Geschäftsmodell wolle man nicht rütteln.

Der Flugplatz Egelsbach ist mit rund 72 000 Flugbewegungen der verkehrsreichste Flugplatz in Deutschland. Er wurde am 1. Oktober 1955 eröffnet.

Anfangs starteten und landeten dort Segelflugzeuge sowie Motorflugzeuge.

1961 wurden die Segelflieger wegen der Nähe zum Flughafen Frankfurt aus Sicherheitsgründen verbannt. Egelsbach wurde zum ersten reinen Motorflugplatz der Allgemeinen Luftfahrt in Deutschland.

Mit dem Einstieg von Multimilliardär Warren Buffet kamen immer mehr Helikopter und Privatjets von Geschäftsreisenden und Prominenten hinzu.

„Wir sind uns mit Netjets grundsätzlich handelseinig“, sagt er, „und hatten auch schon erste gute Gespräche mit den Mitgesellschaftern-“ Heißt: mit Egelsbach und Langen. Die Kommunen besitzen ebenfalls Anteile am Flugplatz. Nach Stammkapitalerhöhungen, die die beiden Minderheitsgesellschafter nicht mittrugen, hält Netjets jetzt 87,73 Prozent aller Anteile. Egelsbach und Langen haben Anteile verloren und sind aktuell mit 6,61 Prozent (Egelsbach) und 5,66 Prozent (Langen) dabei.

Egelsbach: Gespräche mit Interessenten 

Schon seit geraumer Zeit habe es mit verschiedenen Interessenten Gespräche über einen möglichen Verkauf der Netjets-Anteile gegeben, sagt Egelsbachs Bürgermeister Tobias Wilbrand (Grüne). Ein konkretes Verkaufsangebot sei jedoch nicht zustande gekommen, weil der Flugplatz seit vielen Jahren rote Zahlen schreibe. „Bisher ist die HFG nur defizitär gewesen.“ Mit dem Einstieg von Triwo soll sich das ändern: „Wir trauen uns zu, den Flugplatz Egelsbach mittelfristig in die schwarzen Zahlen zu führen“, sagt Müller, und nennt fünf bis zehn Jahre als zeitlichen Rahmen. Die Firma habe die Expertise, an welchen Rädern zu drehen sei, um den Flugplatz profitabel zu machen. „Die Flughäfen, die wir betreiben, sind alle rentabel.“ Triwo führe den Flughafenbetrieb in Eigenregie durch, vom Feuerwehrmann bis zum Fluglotsen seien alle bei der Familiengesellschaft angestellt. „Die Mitarbeiter werden auch alle übernommen“, verspricht er.

Egelsbach: Milliardär Buffett trennt sich vom Flugplatz

Wilbrand freut sich, dass Triwo zugesagt hat, sich am 20. November im Haupt- und Finanzausschuss vorzustellen. Auf Netjets ist er jedoch nicht gut zu sprechen. Nach seinem Kenntnisstand sei der Kaufvertrag schon notariell beglaubigt. Vor einer Woche habe die HFG-Gesellschafterversammlung getagt. „Ich hatte keine Möglichkeit, mich zu positionieren und ein politisches Mandat vom Gemeinderat zu erhalten“, sagt Wilbrand. Die Einladung sei am 18. Oktober an die Erste Beigeordnete gegangen, die aber in Urlaub gewesen sei, er selbst habe erst einen Tag vor der Gesellschafterversammlung von dem Deal erfahren. Damit habe Netjets Infos wieder einmal so gestreut, dass die beiden Kommunen als Minderheitseigner keine Möglichkeit gehabt hätten, darauf zu reagieren – wie schon so oft.

Wilbrand, der selbst „kein großer Fan“ des Flugplatzes ist, geht davon aus, „dass die Flugbewegungen mehr werden, wenn der Laden funktioniert“. Es bleibt ihm aber ein Trost: Wenn der neue Eigentümer schwarze Zahlen schreibt, können die Kommunen aus dem Gewinn der Gesellschaft Ausschüttungen mitnehmen.

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Zehn syrische Flüchtlinge und drei Deutsche spenden in Egelsbach gemeinsam einen Ahorn. Mit der Baumpflanzung wollen die Flüchtlinge zeigen, dass sie ein Teil von Egelsbach geworden sind, berichtet fr.de.* 

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