Neubau des Spielplatzes Tannenwald

2017 sprüht das Wasser wieder

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Der Neubau der Wasserspielanlage Tannenwald wird rund 600 000 Euro kosten. Dabei ziehen Frankfurt und Neu-Isenburg an einem Strang.

„Der Tannenwald ist gerettet.“ Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) freute sich sichtlich darüber, dass für die beliebte Spielanlage am Rande der Hugenottenstadt auf Frankfurter Gemarkung eine kreative Lösung gefunden wurde. Gestern unterschrieben Hunkel und Frankfurts Stadträtin Rosemarie Heilig (Grüne) in Neu-Isenburg einen Vertrag, in dem die Finanzierung, aber auch die Bestimmungen zur Unterhaltung der Anlage neu festgelegt werden.

Hunkel hob hervor, dass es gelungen sei, die Sanierung des Spielparks mit finanzieller Unterstützung des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ vornehmen zu können. Von den geschätzten Gesamtkosten von 600 000 Euro übernimmt die „Soziale Stadt“ 300 000 Euro. Die anderen 300 000 Euro übernimmt die Stadt Neu-Isenburg als kommunalen Eigenanteil, von denen sie allerdings 150 000 Euro als Baukostenzuschuss von der Stadt Frankfurt erstattet bekommt. Baubeginn solle im Herbst 2016 sein, so dass die Anlage zu Beginn der Spielplatzsaison 2017 in Betrieb genommen werden könne, sagte Hunkel.

Rosemarie Heilig erläuterte, dass in Frankfurt derzeit mehrere ältere Wasserspielparks grundlegend saniert werden müssen. Wegen der hohen Kosten sei es aber nicht möglich, alle gleichzeitig in Angriff zu nehmen. „Weil Neu-Isenburg und Frankfurt bei der Sanierung des Tannenwalds an einem Strang ziehen, können wir rascher mit der Planung beginnen. Das wird alle Eltern freuen, die heute Kinder haben und nicht jahrelang warten können.“

Der Tannenwald sei eine der schönsten Anlagen der Region, so Heilig. Um dieses Projekt rasch umsetzen zu können, sei auf eine bereits vorhandene Planung, die für den Niddapark, zurückgegriffen worden. Das spare Zeit, weil für die Planung keine Ausschreibungen erforderlich seien.

Die konkrete Planung erläuterte Rüdiger Cibis vom Grünflächenamt Frankfurt. Er führte aus, dass eine Sanierung nicht machbar sei, weil heutige Sicherheitsstandards wesentlich strenger seien als früher. Auch werde es keine Tunnel oder Röhren geben, die etwa genutzt werden können, um Kinder zu ärgern oder zu quälen. Vielmehr entstehe eine überschaubare Spiellandschaft mit drei Wassersprühanlagen, die allerdings nicht alle gleichzeitig in Betrieb seien. Das beinhalte auch einen Überraschungsmoment für die Kinder, die nicht wissen, woher das Wasser als nächstes kommen wird. Daneben werde es Wasserkanonen geben.

Die Anlage werde elektronisch überwacht, etwa hinsichtlich des ph-Werts oder des Clorgehalts, so Cibis. Darüber hinaus werde die Anlage selbstverständlich täglich von Mitarbeitern auf Sauberkeit überprüft. Schließlich sei nicht auszuschließen, dass dort Unrat oder für Kinder gefährliche Stoffe wie Glasscherben zu finden seien.

Die interkommunale Zusammenarbeit von Frankfurt und Neu-Isenburg übrigens geht auf das Jahr 1958 zurück, als die beiden Kommunen sich darauf einigten, alle Fragen, die beide Städte betreffen, freundschaftlich zu regeln. Das galt auch schon für den Spielplatz Tannenwald, der 1961 eingeweiht wurde. Vertraglich vereinbart wurde damals, dass Neu-Isenburg die Beaufsichtigung und Reinigung übernimmt, während Frankfurt für den sonstigen Unterhalt zuständig war.

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