Ausstellung im Rathaus

Alles über Energiesparen lernen

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Anhand eines realistischen Modells vor einem Fensteraufbau erklärte Klaus Ohlwein, Architekt und Experte für Passivhäuser, am Mittwochmorgen die Unterschiede zwischen einem normalen Haus und einem Passivhaus.

Anhand eines realistischen Modells vor einem Fensteraufbau erklärte Klaus Ohlwein, Architekt und Experte für Passivhäuser, am Mittwochmorgen die Unterschiede zwischen einem normalen Haus und einem Passivhaus. Er führte gemeinsam mit Klaus Fey von der Hessischen Energiesparaktion durch die Ausstellung „Passivhaus des hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung.

Bis Freitag, 4. November, können die Besucher des Isenburger Rathauses auf 16 Schautafeln, zwei interaktiven Hausmodellen und vier interaktiven Technik-Exponaten sich über den Passivhaus-Standart informieren. Die spannend gestaltete Ausstellung gibt einen Überblick von A wie „Altbaumodernisierung“ bis Z wie „Zertifikat zur Bauqualität“. Mit den Exponaten erfahren die Besucher, wie Wärmerückgewinnung funktioniert, welche energetischen Unterschiede es bei Fensterverglasungen gibt, wie Wärmebrücken vermieden werden und wie Passivhaus-Außenwände beschaffen sind.

„Der „Passivhausstandard“ spielt nicht nur im Neubau eine besondere Rolle. Auch bei der Altbaumodernisierung mit Passivhauskomponenten kann eine Heizenergieeinsparung von bis zu 90 Prozent erzielt werden“, erklärte Klaus Ohlwein, der selbst auch Regionalpartner von der Hessischen Energiespar-Aktion ist und erfahrener Energieberater. Er zeigte die Energieflüsse an einem Passivhausmodell, ging auf detaillierte Fragen ein und betonte, dass sich Energiesparinvestitionen in das Eigenheim langfristig immer lohnen.

„Mit der Ausstellung steht eine höchst informative und unterhaltsame Informationsquelle zu einem wichtigen Thema zur Verfügung“, sagte auch Klaus Fey von der „Hessischen Energiespar-Aktion“ anlässlich der Ausstellungseröffnung in Neu-Isenburg.

1990 wurde mit einem Passivhaus in Darmstadt Kranichstein übrigens erstmals in Europa ein Wohngebäude mit einem Heizenergieverbrauch unter zwölf Kilowattstunden errichtet und sein Energieverbrauch danach langfristig messtechnisch überprüft. Aufgrund der dort gemachten sehr guten Erfahrungen mit dieser Bauweise sei die Nachfrage an Passivhäusern stetig gestiegen. 25 000 neue und sanierte Gebäude sind seither in Deutschland nach diesem Standart errichtet worden.

Weitere Infos zum Thema Passivhaus gibt es bei Ilona Hey vom hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, Kaiser-Friedrich-Ring 75, Telefon (06 11) 8 15-29 37, oder per E-Mail an ilona.hey@wirtschaft.hessen.de. Infos zu den Förderangeboten im „Förderkompass Hessen“ stehen im Internet unter , der „Energieseite“ des hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, zur Verfügung.

(njo)

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