SPD-Mann Sebastian Stern.
+
SPD-Mann Sebastian Stern.

Ortsbeirat

Der Alte ist der Neue

  • vonLeo Postl
    schließen

SPD-Mann Sebastian Stern war der einzige Kandidat für das Amt des Vorsitzenden im neu gewählten Orstbeirat von Zeppelinheim. Alterspräsident Walter Winter kritisierte die Wahlbeteiligung.

An der Spitze des Orstbeirats im Neu-Isenburger Stadtteil Zeppelinheim hat sich nicht viel geändert. Dieses Fazit kann man nach der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Ortsbeirates ziehen. Sebastian Stern (SPD) war der einzige Kandidat für den Ortsbeiratsvorsitz – und er wurde einstimmig gewählt. Bettina Blüchardt (CDU), ebenfalls einzige Kandidatin, ist seine Stellvertreterin – auch diese Wahl fiel einstimmig aus. „Wir sind zwar nur ein Beirat, wollen aber dennoch das Beste jenseits aller Politideologie für unseren schönen Stadtteil erreichen“, so der wiedergewählte Vorsitzende Sebastian Stern über seine Zielsetzung.

Zu Beginn der konstituierenden Sitzung im Schulungsraum des Feuerwehrhauses hieß zunächst Alterspräsident Walter Winter die in den Ortsbeirat gewählten Mitglieder sowie zahlreiche Gäste willkommen. „Ich stelle fest, niemand will älter sein, also übernehme ich die Leitung der Sitzung“, sagte der 80-jährige CDU-Politiker.

„Auch Ortsbeiräte brauchen öffentliche Achtung und Beachtung, zumal sie meiner Einschätzung nach trotz der Nähe zur Basis im öffentlichen Bewusstsein nicht so wahrgenommen werden, wie es ihrer Bedeutung entspricht“, so Winter. „Berichten sie viel aus Zeppelinheim, berichten sie fair, begleiten sie uns kritisch und konstruktiv bei unserer Arbeit“, gab der Alterspräsident den gewählten Mitgliedern des Ortbeirates Zeppelinheim mit auf den Weg.

Walter Winter hieß die neuen Mitglieder, Margot Chelius (FDP) und Roger Fink (SPD), im Kreis der Ortsbeiräte willkommen und dankte den scheidenden Mitgliedern Eva Anton (Grüne) sowie Michael Eberhard (CDU) für ihre Arbeit. Besonderen Dank richtete Walter Winter auch an den Magistrat der Stadt Neu-Isenburg sowie Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) und Erstem Stadtrat Stefan Schmitt (CDU) für das stets „offene Ohr“ für die Zeppelinheimer Belange. Walter Winter brachte auch einige kritsche Worte zur Wahl an: „Die Wähler haben mit ihrer Stimmabgabe die politische Zusammensetzung des Ortsbeirates neu bestimmt: Das Ergebnis steht fest – es mag dem Einen mehr gefallen, dem Anderen weniger. Die Wahlbeteiligung war schlecht – und das macht mir Sorgen – obwohl der Ortsbeirat das Gremium ist, das mit seinem Ohr am nächsten beim Bürger ist“, so Winter.

Obwohl die Wahlbeteiligung mit 50,05 Prozent in Zeppelinheim relativ hoch war, zeigte sich Walter Winter nicht zufrieden. „Es scheint so, dass Gleichgültigkeit, um nicht zu sagen Verweigerung dort entstanden ist, wo Bürgerverantwortung gefordert ist“, so der Alterspräsident. Er forderte die Gewählten dazu auf, sich davon nicht zu sehr beeinflussen zu lassen, mutige Entscheidungen zu treffen und diese auch umzusetzen. „Miteinander erreichen wir mehr als gegeneinander und gewinnen zudem an Glaubhaftigkeit, Respekt und Vertrauen“, setzte Walter Winter den Schlußpunkt.

Erste Gratulanten für den wieder gewählten Ortsvorsteher Sebastian Stern waren neben Wahlleiter Walter Winter die Neu-Isenburger Stadtverordnetenvorsteherin sowie Erster Stadtrat Stefan Schmitt.

Der Vorsitzende des Ortsbeirates wünschte sich für die anstehende Legislaturperiode wieder ein gutes persönliches Miteinander. Zur Situation des Fluglärms verwies Stern darauf, dass das bisherige „Probemodell“ nun umgesetzt werde, obwohl Bürgermeister Herbert Hunkel in der Kommission dagegen gestimmt habe.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare