Neu-Isenburger Bibliotheken

Angebote werden gut genutzt

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Die Stadtbibliothek Neu-Isenburg kann ein sehr erfolgreiches Jahr 2016 bilanzieren. Die neue Stadtteilbibliothek Gravenbruch wurde eröffnet und erfreut sich großer Beliebtheit. Die Ausleihen sind in allen Bibliotheken angestiegen. In diesem Jahr feiert die Bücherei ihr 40-jähriges Bestehen in der Hugenottenhalle. Dazu wird es zahlreiche Veranstaltungen geben.

Hinter der Neu-Isenburger Stadtbibliothek liegt ein bewegtes Jahr: „Es war geprägt von der Planung, Einrichtung und Eröffnung der Stadtteilbibliothek in Gravenbruch“, erklärte Jutta Duchmann, Leiterin der Isenburger Büchereien. Auch wenn die Lage der im April eröffneten Bücherei nicht so glücklich ist, weil sie doch etwas versteckt auf dem Gelände der Ludwig-Uhland-Schule liegt, wird sie doch sehr gut angenommen.

Mit 12 000 Besuchern war statistisch jeder Gravenbrucher schon zwei Mal in den Räumen und die 4000 Medien wurden 12 000 Mal ausgeliehen. „Das sind erstaunliche Ausleihzahlen in nur acht Monaten“, meinte Jutta Duchmann selbst überrascht. Für Kulturdezernent Theo Wershoven sind diese Zahlen eine großartige Bestätigung: „Wir haben lange um die Bibliothek gekämpft und es war politisch ein schwieriger Weg. Umso schöner ist es, dass uns jetzt der Erfolg recht gibt“, sagte Wershoven.

Das 170 Quadratmeter große Bildungszentrum an der Grundschule hat neben Büchern, Zeitschriften, Spielen, CDs und Hörbüchern auch internetfähige Computerarbeitsplätze und freies WLAN zu bieten. „Natürlich kommen viele Schüler, aber immer mehr Gravenbrucher finden den Weg in die Bibliothek. Seit November haben wir auch eine kleine Kaffeebar, da berichten die Kolleginnen, dass die Leute auch kommen, um Kaffee zu trinken und die Räume als Treffpunkt zu nutzen“, freut sich Duchmann über die weiter wachsende Lebendigkeit in dem neuen Haus.

Auffallend an der Bibliotheksstatistik ist auch, dass alle Zweigstellen der Stadtbibliothek bei den Ausleihen zugelegt haben. Im Westend und in Zeppelinheim sind es 25 Prozent. Die Besucherzahlen stiegen um fünf Prozent und die Neuanmeldungen um 27 Prozent, was natürlich besonders der neuen Zweigstelle in Gravenbruch zu verdanken ist.

Die Kooperation der Bibliothek mit der Flüchtlingshilfe ist überaus erfolgreich. Dienstagvormittags zwischen 11 und 13 Uhr kommen viele der Geflüchteten in die Hauptstelle, um ihr Deutsch weiter zu verbessern. Auch in Gravenbruch wird gerade ein regelmäßiger Treffpunkt eingerichtet, um den neuen Bewohnern in dem Haus in der Meisenstraße ein Angebot zu machen. Der Freundeskreis der Stadtbibliothek hat schon neue Medien zum Deutsch lernen angeschafft.

Wie die Hugenottenhalle wird auch die Bibliothek 40 Jahre alt. Der Geburtstag soll mit einem Tag der offenen Tür am 6. Mai gefeiert werden. Jutta Duchmann hat gemeinsam mit ihrem Team eine Vielzahl von Veranstaltungen geplant. Dazu gehören die achten Neu-Isenburger Literaturtage mit Schreibwettbewerb und Lesung im Herbst, der Bücherbasar im März und die Ausstellung des Stadtfotografen Thomas Blankenhorn im April.

Schon am Sonntag, 29. Januar, um 16 Uhr laden die Stadtbibliothek gemeinsam mit dem Verein für Geschichte, Heimatpflege und Kultur Neu-Isenburg zum Neujahrsempfang ein. Ehrengast ist die Schriftstellerin Silke Scheuermann, die aus ihrem neuen Roman „Wovon wir lebten“ lesen wird. Ihre Lektorin, Sabine Baumann wird die Entstehungsgeschichte des Buches erzählen. Die neue Bibliothek in Gravenbruch wird erstmals am 29. März die Türen für eine Abendveranstaltung öffnen. Dann ist Radiomoderator Tim Frühling mit seinen Romanen zu Gast in dem neuen Lesetempel der Gravenbrucher.

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