Veranstaltung im Isenburg-Zentrum

Antikmarkt bot viele Hingucker

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Von schmucken Möbeln und Lampen über edles Geschirr und Besteck bis hin zum Leopardenmantel und zu altertümlichen Grabfunden: Der Antikmarkt im Isenburg-Zentrum hielt für die Besucher eine Menge interessanter Dinge parat.

Einmal mehr herrschte im Isenburg-Zentrum (IZ) am Sonntagmorgen geschäftiges Treiben, obwohl die Geschäfte dieses Mal nicht geöffnet hatten. Aus den Autos auf dem Wilhelmsplatz wurden große Taschen mit wertvollem Inhalt ausgeladen und in das IZ gebracht, ja sogar ganze Schränke, Kommoden und Garderoben mit Spiegeln hinein transportiert. Es war wieder die Zeit des Antikmarkts – für viele ein perfekter Sonntagsnachmittagszeitvertreib.

„Wer mit seiner Frau einen solch gut bestückten Antikmarkt besucht, der muss damit rechnen, diesen mit mehr als beabsichtigt wieder zu verlassen“, sagte Gerald Schöniger und blinzelte zu seiner Gattin. Das Paar wollte nach einer schönen Weichholzkommode Ausschau halten, vielleicht noch nach einer stilvollen Lampe. „Schatz, meinst Du, der ist wirklich echt?“, fragte die Dame und zeigte auf einen Leopardenfellmantel. Der sah wirklich wie echt aus. „Wir nehmen lieber das Gemälde mit dem Leoparden“, sagte Gerald Schöniger und zeigte genau in die andere Richtung. Den Mantel gab es nicht, dafür aber eine erlesene Teekanne aus Delfter Porzellan – mehr als Schmuckstück, denn als Gebrauchsgegenstand gedacht.

Die Auswahl beim Antikmarkt im IZ war wieder ziemlich groß, obwohl Veranstalter Michael Becker diesmal weniger Beschicker als sonst verzeichnete. „Woran es liegt, kann ich nicht nachvollziehen. Dass heute weniger Besucher da sind, liegt sicherlich am tollen Herbstwetter“, vermutete Becker. Für ihn ist es wichtig, dass seine Antikmärkte keinen „Flohmarktcharakter“ haben, sondern nur hochwertiges Antiquariat bieten.

Mit dem Eintrittsgeld, das drei Euro beträgt –, setzt er zudem für die Besucher eine Schwelle. „Wer wirklich interessiert ist, für den ist dieser Betrag sicherlich kein Hindernis, um hierher zu kommen“, schilderte Becker seine Erfahrungen.

Eine weitere Besonderheit seiner Märkte sind die beiden Antik-Spezialisten Siegfried Beil und Jürgen Löfke, die eine kostenlose Beratung und Bewertung dazu anbieten, was wirklich antik und wertvoll ist oder nur so aussieht. „Wir warten jetzt schon eine ganz Weile hier, leider sind beide gleichzeitig zum Essen gegangen“, sagten einige Besucher, die auf die Experten warteten. Alle gönnten ihnen freilich das Mittagessen, doch hätte zumindest einer die Stellung halten sollen.

Beim Schlendern durch das Antik-Eldorado gab es viel Dekoratives zu bestaunen, von hübschen Leuchten und Lampen bis hin zu Spiegeln in allen Variationen, dazu viele edle Bestecke bis hin zum Tafelsilber, das öfters mal poliert werden muss. Die angebotenen Antiquitäten waren recht breit gestreut, sowohl vom Genre als auch vom Alter her. Die Grabfunde, bronzene Lanzenspitzen aus der Zeit von 1200 vor Christus, zogen zwar viele begehrliche Blicke auf sich, doch wirklich Brauchbares war letztlich mehr gefragt.

Angelika war ganz angetan von einer Lorgnon – einer faltbaren Brillenlupe. „Da wird aus meinem kleinen Brilli doch gleich ein richtiger Einkaräter“, scherzte die Dame. „Na, wenn das so einfach ist, dann nehmen wir das Ding mit“, meinte ihr Begleiter und machte den Handel perfekt.

Der nächste Antikmarkt im IZ geht am Sonntag, 29. Januar 2017, über die Bühne.

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