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Die Abbrucharbeiten auf dem ehemaligen Rundschau-Gelände machen Fortschritte. Bis Ende Mai sollen sie abgeschlossen sein.

Neuer Gewerbepark

Arbeiten auf dem ehemaligen Rundschau-Gelände haben begonnen

Bagger reißen derzeit die Gebäude auf dem ehemaligen Gelände der Rundschau ab. Auf dem 53 000 Quadratmeter großen Grundstück soll ein Gewerbepark entstehen. Mittelständische Unternehmen sollen dort ihren Platz finden.

Neu-Isenburg - Lange Zeit war das ehemalige Gelände der Frankfurter Rundschau in der Rathenaustraße in Dornröschenschlaf verfallen. Doch nun tut sich etwas. Bagger arbeiten sich vor, um einigen alten Gebäuden den Garaus zu machen. Die Stadt Neu-Isenburg hat dort den Wunsch, einen modernen Gewerbepark anzusiedeln.

Nach Angaben von Bürgermeister Herbert Hunkel könnten dort kleine und mittlere Handwerksbetriebe und mittelständische Unternehmen ebenso ihren Platz finden wie ein Hotel und Gastronomie. „Das wäre sehr wünschenswert“, betonte er. Auch eine Nutzung mit kleineren Fertigungsflächen mit Büros und Serviceflächen wäre vorstellbar. Mit der Entwicklung wäre auch eine weitere Aufwertung des Gewerbegebiets Süd von Neu-Isenburg verbunden.

Mit Investor im Gespräch

Auch Logistikunternehmen hatten ihr Auge auf das 53 000 Quadratmeter große Gelände geworfen. Doch eine solche Nutzung ist dort nicht vorgesehen, wie Hunkel und Erster Stadtrat Stefan Schmitt versichern, die mit dem Investor im Gespräch sind.

Zwei Abbruchanträge wurden bereits erteilt, im vergangenen Monat hat die bayerische Unternehmensgruppe Isarkies Wohn- und Gewerbegrund GmbH als Eigentümerin mit dem Rückbau begonnen. Es liegen laut Hunkel Abbruchgenehmigungen für den mehrgeschossigen Bau im Kreuzungsbereich Rathenaustraße/Hermannstraße sowie für die Gebäude gegenüber des Airplus Parkdecks (ehemals Langnesekühlhalle) vor.

Konkrete Verhandlungen

Die Abbrucharbeiten haben mit der Innenentkernung und Trennung der Altlasten bereits im vergangenen Jahr begonnen und sind jetzt auch für alle sichtbar. Die Maßnahmen werden von Gutachtern und auch vom Regierungspräsidium Darmstadt begleitet.

Das sogenannte „Langnesegrundstück“ soll nach den bisherigen Planungen bereits bis Mitte des Monats geräumt sein, die Abbrucharbeiten im Eckbereich des Grundstückes in der Hermanstraße werden bis Ende Mai abgeschlossen sein.

Anschließend steht die Entwicklung des Areals an – möglichst zu dem gewünschten Gewerbepark. Die Isarkies Wohn- und Gewerbegrund GmbH aus Essenbach hatte bereits im Februar von konkreten Verhandlungen mit mittelständischen Unternehmen gesprochen, die sich am Standort Neu-Isenburg vergrößern wollen.

Das Unternehmen hat das Gelände im Sommer 2017 übernommen. Bereits im Frühjahr 2013 hatte die Frankfurter Rundschau das Gebäude mit Druckerei und Redaktion aufgegeben. Im Jahr 2015 wurde das Gelände Heimat für 700 Flüchtlinge, die das Land Hessen dort vorübergehend unterbrachte.

VON HOLGER KLEMM

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