Hugenottenmedaille

Auszeichnung für Speisekammmer

  • VonLeo Postl
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Die Speisekammer St. Josef feierte ihr zehnjähriges Bestehen. Zu diesem Anlass lud Bürgermeister Hunkel das Team zu einer Fahrt in die Isenburger Lande ein.

Das Team der Speisekammer St. Josef erfuhr eine nicht alltägliche Ehre an einem besonderen Ort. Im Beisein von Seiner Durchlaucht Erbprinz Alexander von Isenburg zeichnete Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel im Schloss Birstein im Vogelsberg das Team der Speisekammer St. Josef um ihre Leiterin Annette Mühl mit der Hugenottenmedaille aus. Weiterhin wurde die Initiative „täglich Brot für Beregovo“ der evangelisch-reformierten Gemeinde am Marktplatz in Neu-Isenburg für ihre seit elf Jahren währende Hilfsaktion mit einer Urkunde der Stadt Neu-Isenburg gewürdigt.

„Solche segensreichen Initiativen von ehrenamtlich engagierten Menschen haben es verdient, auf diesem Wege eine öffentliche Anerkennung zu erfahren. Diese Auszeichnungen sind nur ein kleiner Dank für ein großes Werk der Mitmenschlichkeit, das beide Initiativen in unserer heutigen Gesellschaft leisten“, so Hunkel.

Segensreiche Tätigkeit

Annette Mühl nahm die Hugenottenmedaille im Namen des Teams der Speisekammer entgegen. „Ich nehme nur stellvertretend diese besondere Auszeichnung entgegen, der Dank gebührt jedoch allen, die im Team Woche für Woche mitwirken“, betonte Mühl. Bürgermeister Hunkel stellte „das hohe ehrenamtliche und körperliche Engagement der Mitarbeiter für die Beschaffung und Bereitstellung von Lebensmitteln für bedürftige Menschen in Neu-Isenburg“ heraus. Auch Seine Durchlaucht Erbprinz Alexander von Isenburg war beeindruckt von der segensreichen Tätigkeit beider Initiativen in der Hugenottenstadt, die von Graf Johann Philipp von Ysenburg-Büdingen, einem seiner Vorfahren, gegründet wurde, um Glaubensflüchtlingen aus Frankreich eine sichere neue Heimat zu geben.

Am 18. Juni 2005 hat die Speisekammer St. Josef Neu-Isenburg das erste Mal ihre Türen geöffnet. Anfangs war es nur eine handvoll Menschen, die das Angebot zum Einkauf von Lebensmitteln für den symbolischen Preis von einem Euro wöchentlich wahrnahmen.

Führung durchs Schloss

Heute, zehn Jahre danach, kommen jeden Freitag rund 150 Menschen zur Speisekammer St. Josef, um sich und ihre Familien mit dem Nötigsten an Lebensmitteln einzudecken. Ein Team von mittlerweile 40 ehrenamtlichen Helfern sammelt zur Verfügung gestellte Lebensmittel aus Supermärkten und Bäckereien ein und gibt sie an jene weiter, die sie benötigen. So hilft die Speisekammer wirtschaftlich benachteiligten Menschen, eine schwierige Zeit zu überbrücken, und gibt ihnen Motivation für die Zukunft.

Bürgermeister Hunkel hatte das Team der Speisekammer St. Josef und das der Initiative „täglich Brot für Beregovo“ zu diesem Ausflug in die Isenburger Lande eingeladen. Auf dem Programm standen eine Führung durch das Schloss Birstein mit Seiner Durchlaucht Erbprinz Alexander von Isenburg, ein Mittagessen in einem Landgasthof in Illnau und eine Besichtigung der ehemaligen Isenburger Residenz Meerholz an der Kinzig.

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