Umbau demnächst fertig

Bauhöfe kurz vor dem Umzug

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Der Erweiterungsbau des Dienstleistungsbetriebs Dreieich und Neu-Isenburg ist nach rund elf Monaten fast fertig. Im Mai und im Juni werden die Kisten für den Umzug gepackt. Bald schon rechnen die Kommunen mit Synergieeffekten aufgrund dieser Kooperation.

In der neuen Herrenumkleide schraubt der Handwerker noch am Waschbecken, die bodengleichen Duschen sind schon fertig und die Spinde für die Beschäftigten bereits bestellt. Der Erweiterungsbau des Dienstleistungsbetriebs (DLB) Dreieich und Neu-Isenburg ist fast fertig.

Vor fast genau elf Monaten, am 22. April 2016, wurde der Anbau an das bestehende Gebäude mit einem symbolischen Spatenstich begonnen. „Bereits bei der Gründung des DLB war klar, dass die Zusammenführung der Bauhöfe in Dreieich und Neu-Isenburg nur mit einer Erweiterung der bestehenden Gebäude möglich ist. Nur so können wir alle Synergieeffekte wirklich ausnutzen“, erklärte Petra Klink, Vorstand des DLB gestern bei einem kurzen Rundgang.

Das bestehende Büro- und Sozialgebäude wurde um vier Achsen erweitert für zusätzliche Sozialräume im Erdgeschoss und Büroräume im Obergeschoss. Damit haben die insgesamt

220 Beschäftigte

n des Betriebes dann alle in Neu-Isenburg Platz. „Wir haben ja derzeit noch viele Dreieicher Kollegen in der Zweigstelle bei den Stadtwerken Dreieich untergebracht. Das kann dann auch bald aufgelöst werden“, kündigte Petra Klink an.

Im Mai und im Juni werden dann die Kisten gepackt. „Wir werden nicht alles auf einmal umziehen, das bekommen wir nicht organisiert“, sagte Klink. Überhaupt sei der Bau im laufenden Betrieb eine Herausforderung gewesen. „Ich habe mein Büro direkt an der Wand zum Neubau. Einmal hatte ich gemessen 98 Dezibel vom Baulärm“, so die DLB-Chefin, die froh ist, wenn alle Beschäftigten endlich eingezogen sind.

Baustelle bleibt der DLB allerdings trotzdem noch eine Weile, denn um Platz für eine größere Garage und ein Lager zu schaffen, wurde auch ein Teil der in den 1990er Jahren erbauten Garagen und Lagerräume abgebrochen. Der Rohbau dieses Gebäudeteils ist inzwischen ebenfalls fertig. Derzeit wird das Dach gedeckt und im Anschluss werden die Fassadenelemente montiert.

Im kompletten Innenhof soll dann auch noch das Pflaster durch Asphalt ausgetauscht werden. Diese „Baustelle“ sei für einen Samstag geplant, damit der Betrieb unter der Woche nicht gestört werde, so Petra Klink.

Im Gebäude der ehemaligen Gärtnerei befinden sich die Wasch- und Umkleideräume für die 20 weiblichen Kolleginnen und weitere Lagerflächen. Um zukünftig Platz für alle Müllfahrzeuge zu haben, wurde ein weiteres Garagengebäude, das sogenannte Gebäude 6, vergrößert. Diese zusätzliche Halle ist bereits in Betrieb genommen.

Die Erweiterung der Halle für die Müllfahrzeuge bedingte eine Verlegung des Freilagers in das Gebiet nördlich der Straße zu den Kleingärten. Auch dieses Freilager ist bereits in Betrieb.

In dem Landschaftsschutzgebiet hinter dem Freilager und den neu angelegten Parkplätzen haben sich übrigens ein paar biologische Schätze versteckt: Ein Gutachten hat ergeben, dass dort der Ameisenbläuling und der Wiesenknöpfling leben. „Außerdem wurde der blaue Moorfrosch gefunden, eine Amphibie, die sogar auf der roten Liste steht“, berichtet Petra Klink.

Insgesamt rechnet der DLB mit Baukosten von rund 3,8 Millionen Euro. „Im Augenblick sind wir auch noch im Kostenplan. Allerdings kann es sein, dass es doch ein bisschen teurer wird, weil die Reinigung der von der Stadt angekauften Grundstücke teurer als geplant war“, erläuterte Petra Klink.

Bei den Räumarbeiten wurden zwei Phosphorbomben und etlicher Metallschrott im Boden gefunden. Die Komplettsondierung des Bodens habe dabei viel Geld verschlungen. Auch Erster Stadtrat Stefan Schmitt (CDU) ist zufrieden über das nahende Ende der Bauarbeiten auf dem DLB-Gelände: „Das ist jetzt die Vollendung der interkommunalen Zusammenarbeit. Wenn alle Gebäude fertig sind, kann es losgehen, und wir können die Synergieeffekte nutzen.“

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