Beim Straßenfest im Neu-Isenburger Quartier West zeigt ein junger Marokko-Fan schonmal den Weltmeister-Pokal
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Beim Straßenfest im Neu-Isenburger Quartier West zeigt ein junger Marokko-Fan schonmal den Weltmeister-Pokal

Neu-Isenburger Westend

Beim Sommerfest im Westend wird getrommelt und getanzt

  • VonLeo Postl
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Bunt und vielfältig wie das Viertel selbst, ist auch das Stadtteil- und Sommerfest im Neu-Isenburger Westend, das seit mehr als zehn Jahren die Besucher anlockt und begeistert. Am Samstag gehörte die Kurt-Schumacher-Straße vor dem Stadtteilzentrum West wieder den Bürgern und das Gelände der Vereinen und Initiativen, die dort ihren Treffpunkt haben.

Das Programm des Stadtteil- und Sommerfestes im Neu-Isenburger Stadtteil Westend war diesmal zwar etwas ausgedünnt, da bereits die Ferienzeit begonnen hat, dennoch wurde es ein fröhlich-buntes Miteinander. In seiner Begrüßung verwies Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel auf die große Verwandlung des Quartiers West zum Vorteil der Bewohner.

„Im Rahmen des Städtebauförderprogramm Soziale Stadt konnten wir hier im Laufe der letzten Dekade rund 15 Millionen investieren“, verwies Hunkel auf die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes, den Ankauf des ehemaligen evangelischen Gemeindezentrums St. Lukas, den Bau eines Kunstrasenplatz und einer Sporthalle im Sportpark, sowie die Errichtung des großen Spielplatzes neben dem Familienzentrum Kurt-Schumacher-Straße.

Lamm dreht sich am Spieß

„Mit den Partner der Nassauischen Heimstätte, der Gewobau und dem Bauverein Darmstadt haben wir nicht nur ein vorzeigbares Erscheinungsbild in diesem Wohnquartier geschaffen, sondern auch bewährte Partner für unser alljährliches Fest gefunden“, lobte Hunkel alle Beteiligten.

Das bunte Programm wurde wieder von Vereinen und Initiativen gestaltet, für kulinarischen Gaumenfreuden sorgten verschiedene Vereine. So drehte sich wieder am Spieß des Klub Srbija ein Lamm, das sogleich auch schnell verzehrt war.

Nebenan gab es leckere Speisen aus verschiedenen Ländern wie Pakistan, Afghanistan oder auch Marokko. Mit dabei war außerdem wieder die unentwegt engagierte Hannelore Hübner, die handgemachte T-Shirts aus Mexiko für ein von ihr unterstütztes Familienprojekt anbot.

Im rückwärtigen Garten saß die „Friedensgruppe“ und bastelte unter Anleitung von Atsuko Kato und Jojoi Imai vom SGI (Soka Gakkai International) wieder Friedenskraniche. „Wenn wir tausend Stück zusammen haben, dann könnten wir diese ja mal nach Japan schicken. Die letzten, die wir mit den Kindern zuvor gebastelt haben, hängen als großes Wandbild im Rathaus“, erklärte Atsuko Kato.

Leider war der Zuspruch diesmal nicht ganz so groß, so dass wohl noch das ein oder andere Fest nötig sein wird, um die gewünschte Anzahl zusammen zu bekommen. Zusätzlich konnten sich die jungen Festbesucher an verschiedenen Mitmach-Aktionen beteiligen oder sich an den unterschiedlichen Angeboten des Spielmobils austoben. Besonders beliebt war dabei etwa die große Hüpfmatte, die Tretrolle oder auch die Pedalos. Damit konnten sich die Kinder mal so richtig austoben.

WM-Pokale selbst gebastelt

Mit den bunten Seifenblasen stiegen so manche Wünsche in den Himmel und beim Kinderschminken wurden kesse Gesichter in fantasievolle Geschöpfe verwandelt. Ganz begehrt waren auch die Fußball-Weltmeisterschaftspokale, aber die musste sich jeder selbst basteln. Stolz wurde hier schon so manch „Weltmeister“ im Voraus gefeiert.

Die Kinder aus der Kindertagesstätte des Familienzentrums Kurt-Schumacher-Straße begeisterten mit ihrem neuen Programm, sangen von der Tante aus Marokko oder von der Raketenmaus – dafür hatten sie sogar eine große Rakete mit dabei. Und auch die Volkshochschule (vhs) Neu-Isenburg beteiligt sich ebenfalls – mit der Salsa-Tanz-Gruppe, die diesmal recht lange durchhalten musste.

„Es ist der eine oder andere Programmpunkt ausgefallen, da haben wir versucht, die Lücke zu überbrücken“, erklärte vhs-Geschäftsführerin Sabine Wershoven die Dance-Performance. Eine Trommelvorführung und Folkloretänze verschiedener Kindergruppen beschlossen das schöne Begegnungsfest im Quartier West der Hugenottenstadt, das wieder viele Menschen aller Generationen und Nationen zusammen brachte.

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