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Beschwingt ins neue Jahr

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Von: Leo Postl

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Hunderte kamen zum Silvesterfest in die Hugenottenhalle und legten dort eine flotte Sohle aufs Parkett. Trotz nebligen Wetters war auch das Feuerwerk ein echter Publikumsmagnet. Bürgermeister Herbert Hunkel lud indes auf die Rathausterrasse ein.

Volles Haus bis unters Dach, ein bestens aufgelegtes und tanzfreudiges Publikum, dazu noch ein brillantes Musik-Feuerwerk – das waren die Garanten für einen großartigen Silvesterball in der Hugenottenhalle Neu-Isenburg. „Wir sind wirklich bis ans Limit ausgebucht, die letzten Karten wurden noch heute Nachmittag bestellt“, bestätigte Hugenottenhallen-Chef Thomas Leber. Organisiert hat den Silvesterabend mit Band, Comedy-Shadowshow und Neujahrsfeuerwerk Gordana Petkovic mit ihrem Team. „Ich weiß im Prinzip nichts, ich lasse mich überraschen, weiß aber, dass alles in besten Händen ist“, zeigte sich Thomas Leber ganz entspannt.

Überrascht waren auch die Gäste, als sie den großen Hugenottensaal betraten: Sterne „glitzerten“ an den Wänden rundherum, über den Tischen schwebten Luftballons, die an großen „Brillanten“, die auf den Tischen lagen, befestigt waren. „Da fehlen uns bestimmt wieder viele, wenn wir morgen aufräumen“, wusste Gordana Petkovic schon um den Verbleib vieler schöner Deko-Artikel aus den Vorjahren.

Stammgäste aus Frankfurt

Ein gutes Zeichen ist indes, dass sich immer mehr Gäste aus der Region zur großen Silvesterparty in der Hugenottenhalle einfinden. „Wir haben davon von Freunden erfahren und sind jetzt das dritte Mal hier“, verriet Uschi, die aus dem Frankfurter Stadtteil Bockenheim angereist war. Sie kommt immer mit ihrem Tanzpartner Dieter in die Hugenottenhalle und legt am liebsten einen fetzigen Rock’n’ Roll aufs Parkett. „So etwas wie hier findet man leider nicht mehr in Frankfurt“, bedauerte die Bockenheimerin.

Die „Twins Band“ um Sängerin Lisbania sorgte wieder mit der bewährten Mischung aus traditionellen und modernen Rhythmen dafür, dass das tanzfreudige Publikum auf seine Kosten kam. „Wir kommen eigens aus Groß-Umstadt hierher, weil wir sonst nichts ähnliches gefunden haben – hier gefällt es uns wirklich gut“, meinte eine Dame, die mit Freunden aus der Odenwälder Weininsel in die Hugenottenhalle gekommen war.

Mit Hits von „I can’t get no Satisfaction“ von den Rolling Stones über „Tequila“ tanzte das begeisterte Publikum nahezu atemlos den ganzen Abend. „Tanzen war für unsere Entscheidung wichtig, aber diesmal hat die Band schon viel früher mit den Disco-Rhythmen angefangen, das gefällt uns nicht ganz so gut“, sagte Heinz-Georg Sehring, der mir seiner Frau Marie dennoch flott über die Tanzfläche schritt.

Andere hingegen freuten sich gerade über jene Rhythmen jenseits von Wiener Walzer und Polka. „Normalerweise zwickt es bei mir im Kreuz, aber bei dieser tollen Tanzatmosphäre ist alles vergessen“, scherzte Gerald Kraus, nahm seine Frau an der Hand, und schon waren beide mitten im Rumba-Rummel auf der Tanzfläche. Kurz vor Mitternacht sorgte die „Twins Band“ mit einem Massen-Sirtaki für kollektive Begeisterung unter den Tänzern.

Alle Hände voll tun

Dann wurde es Zeit, den Sekt zu ordern, damit pünktlich um Mitternacht die Korken knallen konnten – das Team des Restaurants Tonino hatte alle Hände voll zu tun. „Heute nur schaffen und schwitzen“, meint ein Kellner und schleppte einen ganzen Arm voller Sektflaschen zu den bereits wartenden Gästen.

Unterdessen hatte Ralph Schrod ganz andere Sorgen – er bangte um den Erfolg seiner perfekt arrangierten Neujahrs-Feuerwerkshow. Passend zu den Rhythmen, Höhen und Tiefen der ausgewählten Melodien sollten Raketen laut zischend in den Himmel steigen, glühende Räder sich drehen oder Funken vom Himmel sprühen. „Echt Mist das Wetter heute, die Zündschnüre und das Schwarzpulver ziehen die Nässe an, hoffentlich klappt alles noch so wie geplant“, sorgte er sich. Aufgrund der Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr, hier hatten ungebetene Gäste immer wieder Kracher zwischen die Zuschauer des Feuerwerks geworfen, gab es diesmal eine Zugangskontrolle. „Es kann jeder kommen, nur bitten wir die Gäste, keine eigenen Feuerwerkskörper mitzubringen und zu zünden“, erklärte Gordana Petkovic.

Doch alle Bedenken von Ralph Schrod waren unbegründet. Kurz nach Mitternacht, als sich die meisten Silvesterball-Gäste vor dem abgesperrten Gelände zwischen Isenburg-Zentrum und Hugenottenhalle versammelt hatten, ging der Himmelszauber los. „Das ist alles perfekt, und wir fühlen uns hier auch sicherer als sonst“, meinten Swantje, Maike und Kristina, die mit großer Begeisterung das Feuerwerk verfolgten. Nur eine Effekt-Box wollte nicht starten. Da kam der Meister der Pyrotechnik persönlich vom Dach der Hugenottenhalle und entzündete die feucht gewordene Schnur. Mit großem Beifall bedankten sich die vielen Zuschauer für das wunderbare Himmelsspektakel zum Neuen Jahr.

Spektakuläre Aussicht

Zur gleichen Zeit bewunderten all jene Glücklichen, die rechtzeitig einen Platz auf der Rathausterrasse ergattern konnten, das Feuerwerk am Himmel über der Hugenottenstadt. Wie bereits in den Jahren zuvor hatte Rathauschef Herbert Hunkel die Bürger eingeladen, gemeinsam mit ihm den Beginn des neuen Jahres auf der Terrasse vor seinem Dienstzimmer zu beginnen.

„Leider war es diesmal sehr neblig, so dass wir vom Feuerwerk in Frankfurt überhaupt nichts sehen konnten. Aber dafür haben es die Neu-Isenburger anscheinend umso mehr krachen lassen“, scherzte Bürgermeister Hunkel. Zusammen mit der ältesten Karnevalistin der Hugenottenstadt, Liesel Dörr, sowie weiteren Gästen, stieß er wenig später gut gelaunt auf das neue Jahr an.

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