Ballett in Neu-Isenburg

Clevere Matilda verzauberte alle – tanzend

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In der Neu-Isenburger Hugenottenhalle wurden die großen und kleinen Stars des Tanzateliers Capriol noch auf der Bühne gefeiert, als draußen bereits viele Besucher auf die nächste Vorstellung warteten.

In der Neu-Isenburger Hugenottenhalle wurden die großen und kleinen Stars des Tanzateliers Capriol noch auf der Bühne gefeiert, als draußen bereits viele Besucher auf die nächste Vorstellung warteten. Gleich vier Mal präsentierte das Tanzatelier die Ballettgeschichte der „hellen“ Matilda. Dabei war es schon eine beachtliche Leistung an sich, die rund 300 meist noch sehr jungen Tänzerinnen und Tänzer unter Kontrolle zu halten, so erstaunte es umso mehr, welche choreografische Leistung Sandra Gardenier und Nicole Gardenier-Gröll vollbracht hatten, um den „Flohhaufen“ zu wahrlich sehenswerten Bildern auf der Bühne zu formieren.

Klar, es gab ein paar Helfer, die ebenfalls ihren Beitrag dazu geleistet haben und ohne die eine solche Aufgabe gar nicht zu bewältigen gewesen wäre. Der langanhaltende tosende Applaus des begeisterten Publikums galt jedoch allen, von den jüngsten Mitwirkenden bis hin zu den Kostümschneiderinnen, Bühnenbild-Arrangeuren, Requisitenbeschaffern oder auch den Kartenverkäufern.

Wer die Geschichte der cleveren Matilda nicht kennt, hier eine kurze Beschreibung: Matilda (getanzt von Tuana Binisik-Alap und Mara Costa) ist ein junges Mädchen und ziemlich helle im Kopf – selbst für die eigenen Eltern offenbar zu gescheit. Das wäre aber alles nur halb so schlimm, wenn sie sich nicht gegen Matilda stellen würden.

Doch noch viel schlimmer für Matilda ist die Direktorin ihrer Schule, Frau Knüppelkuh. Sie hasst prinzipiell alle Kinder, aber am meisten die clevere Matilda. Denn Direktorin Knüppelkuh kann es überhaupt nicht leiden, wenn jemand schlauer ist als sie selbst. Doch eines Tages entdeckt Matilda, dass sie nicht nur ein Wunderkind ist, sondern dass sie auch zaubern kann. Dieses Talent nutzt sie für sich und – ganz zur Freude aller Schüler – warten böse Überraschungen auf die Schuldirektorin.

Nun hat das Team um Sandra Gardenier die Geschichte nicht bloß tanzen lassen, als reine Ballettaufführung in i klassischen Kleidern, sondern hat mit vielen Helfern einen großen Aufwand betrieben, um alle Szenen möglichst realistisch darzustellen. Das überaus neugierige Kind geht in die Bibliothek um seinen Wissensdurst zu stillen, doch bald wird sie von Geistern, die sie rief, überrascht und es beginnt das Abenteuer aus 1001 Nacht. Wer könnte einen Schlange besser tanzen als Paula Doebel.

Im Autohaus Wurmwald ihrer Eltern mischt Matilda ebenfalls alle auf. Anstatt Autos zu reparieren, verzaubert sie die Mechaniker zu Breakdancern. In der Schule erlebt Matilda dann einen Alptraum: Sie wird von Direktorin Knüppelkuh gemobbt. Doch Matilda rächt sich bald.

Wie wunderbar und traumhaft ist dagegen der Ausflug mit ihren besten Freundinnen an den Teich, hier bestaunt Matilda das Aufblühen der Seerosen, den Tanz der Libellen und den Flug der Glühwürmchen – alles in wunderschönen Kostümen und toll choreografiert vor einem perfekten Bühnenbild.

Zum Finale erlebt Schuldirektorin Knüppelkuh ihren Alptraum – und alle Schüler feiern schließlich Matilda als Retterin. Gefeiert vom begeisterten Publikum wurden zudem auch alle 300 Tänzer.

„Ja, wir sind wirklich begeistert und haben es nicht bereut, eigens aus Gladbeck hierher gekommen zu sein, um unsere Enkel auf der Bühne zu sehen“, waren Oma Angelika und Opa Marius von der vierjährigen Emma ganz begeistert. Emmas Zwillingsschwester Helene zog es allerdings vor, lieber unter dem sicheren Schutz ihrer Eltern zu bleiben. „Beim Training durften die Eltern nicht dabei sein, das war ihr nicht ganz geheuer“, erklärte Oma Angelika.

Wie toll die jungen Tänzer ihre Sache gemacht haben, war wohl auch daran zu erkennen, dass Alexander, obwohl er in der ersten Reihe im Publikum saß, seinen besten Freund Timucin nicht erkannte – der tanzte, verkleidet als Mechaniker, in der Werkstatt. „Ich hoffe, dass ich in der letzten Vorstellung meine Tochter Anna Sophie tanzen sehen kann“, meinte Marcela Jung. Sie hat als „Mädchen für alles“ hinter der Bühne mitgeholfen.

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