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Gefährlicher Schulweg ? der Gravenbrucher Ortsbeirat ist um Lösungen bemüht. Symbolfoto: dpa

Mobilitätskonzept

Damit Kinder sicher zur Schule kommen

Jeder kennt das Szenario: Rücksichtslos parkende „Elterntaxis“, die möglichst nah an die Schule fahren und Kinder gefährden, die alleine zum Unterricht kommen. Der Ortsbeirat Gravenbruch sucht nach Lösungen.

Die Verkehrssicherheit für die Gravenbrucher Grundschulkinder war ein heiß diskutiertes Thema in der jüngsten Ortsbeiratssitzung. Die Mitglieder sprachen sich dafür aus, gemeinsam mit der Verkehrsexpertin Katalin Saary, Schulleiterin Doris Keiber, dem Ortsbeirat und dem städtischen Fachbereich Sicherheit und Verkehr einen Schulmobilitätsplan zu entwickeln, der das Thema Verkehrssicherheit breit auffächert.

Verbote reichen nicht

Bürgermeister Herbert Hunkel baut dabei auf die guten Erfahrungen mit diesem Ansatz bei der Grundschule Buchenbusch. Hier sei es gelungen, den morgendlichen Elterntaxi-Verkehr besser in den Griff zu bekommen, wolle man nun auch für Gravenbruch ein spezielles Schulmobilitätskonzept entwickeln. „Wir haben gesehen, dass es nicht reicht, Verbote auszusprechen“, sagt der Rathauschef. „Wir alle setzen auf eine Veränderung des Mobilitätsbewusstseins“ – und dies sei mit dem Schulmobilitätsplan im Buchenbusch gelungen.

Zahlreiche Kinder kämen mittlerweile zu Fuß. Aber nicht wenige, auch viele Kindergartenkinder, werden auch mit dem Auto zur Schule gebracht – was immer wieder zu brenzligen Situationen führt. „Aufgabe des Konzeptes soll daher sein, gemeinsam mit Lehrkräften, Eltern und Anwohnern zu klären, wie der Hol-Bring-Verkehr sicher und konfliktarm zu organisieren ist“, beschreibt Saary das Vorhaben. Ihr Büro ist auf Verkehrslösungen spezialisiert und sie hat bereits den Prozess im Buchenbusch begleitet. Außerdem müsse eine Infrastruktur geschaffen werden, „die die Verkehrssicherheit der Kinder zu Fuß gewährleistet“.

Es geht nur gemeinsam

Die größte Aufgabe sei jedoch die Mobilitätserziehung der Kinder. „Denn Verkehrserziehung steht in Wechselwirkung mit vielen anderen pädagogischen Bereichen“, so Saary. Gelingen könne dies nur gemeinsam. Deswegen soll auch in Gravenbruch eine Arbeitsgruppe gegründet werden, die sich aus Vertretern der Schulleitung und Elternbeiräten, dem KIZ, Anwohnern, der Stadtplanung sowie Bürgermeister Hunkel und Erster Stadtrat Stefan Schmitt zusammensetzt. Die Leitung hat Katalin Saary. Mit diesem Schulmobilitätskonzept, ergänzt Hunkel, wolle man gleichzeitig auch „Verkehrsfragen rund um den Dreiherrnsteinplatz“ klären.

(red)

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