Birkengewann, Integration und das Stadtquartier Süd sind Schwerpunkte

Dickes Aufgabenpaket für 2017

Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) listet die wichtigsten Vorhaben für 2017 auf. Aber auch das Thema „Hessentag“ werde behandelt.

Im Jahr 2017 gilt es in der Hugenottenstadt, eine Vielzahl von Aufgaben zu bewältigen. Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) erläutert die Schwerpunkte. „Da ist zunächst die Entwicklung des Baugebiets Birkengewann, die jetzt in die tatsächliche Ausbauphase geht.“ Die Erschließung werde gerade vollzogen, die Umlegung und Zuteilung der Baugrundstücke sei rechtskräftig, so dass in diesem Jahr mit der Bautätigkeit begonnen werden könne. Im Baugebiet Birkengewann entstehen etwa 590 Wohneinheiten in 80 Doppelhaushälften, 57 Reihenhäusern und rund 450 Wohnungen im Geschosswohnungsbau. Hinzu kommen ein Kindergarten, ein Supermarkt, großzügige Grünflächen mit Spiel und Freizeiteinrichtungen. 2019 sollen die ersten Wohnungen bezugsfertig sein, so der Bürgermeister.

Um über die weitere Planung, laufende Arbeiten und aktuelle Fragen zu informieren, lädt die Stadt für Mittwoch, 8. Februar, 19 Uhr, zu einer zweiten Informationsveranstaltung in die Hugenottenhalle ein. Parallel dazu wird in der Fläche Friedhofstraße/Am Trieb von der City1 Group ein Wohn- und Geschäftshaus errichtet, das zugleich mit der gewerblichen Nutzung zur Friedhofstraße hin als Schallschutz für die dahinterliegende Wohnbebauung dienen werde.

Insgesamt rechnet die Stadt für alle Arbeiten im Baugebiet Birkengewann mit Kosten von rund 200 Millionen Euro brutto und Baunebenkosten in Höhe von 30 Millionen Euro brutto. Allein für die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (Gewobau), die 224 Wohneinheiten, davon 24 Reihenhäuser und 200 Wohnungen sowie eine Obdachlosenunterkunft errichtet, entstehen schätzungsweise Bruttokosten in Höhe von 55 Millionen Euro. „Wirtschaftlich betrachtet ein großes Konjunkturprogramm“, sagt Hunkel.

Auch das Thema Integration werde die Stadt und alle ehrenamtlichen Helfer herausfordern. Menschen, die auf der Flucht waren, haben in der Meisenstraße in Gravenbruch und in der städtischen Gemeinschaftsunterkunft in der Hugenottenallee Zuflucht gefunden. „Nur aufgrund des beeindruckenden bürgerschaftlichen Engagements und des Einsatzes der Bürger, Kirchen, Unternehmen, Vereine, muslimischer Gemeinden, Verbände und Initiativen, gelingt Integration“, betont der Bürgermeister.

Mit einem ehrenamtlichen Palliativ-Team soll eine neue Sorgekultur aufgebaut werden. „Wir bereiten einen modifizierten Antrag zum Programm Stadtumbau vor, da der erste Antrag im abgelaufenen Jahr vom Land Hessen nicht berücksichtigt werden konnte.“ Zwischenzeitlich habe es Gespräche und vertiefte Untersuchungen gegeben, so dass die Stadtverordnetenversammlung über die erneute Einreichung im Frühjahr 2017 beraten kann.

„Das Thema Klimaschutz betrifft alle und endet nicht an den Stadtgrenzen“, fährt der Bürgermeister fort. Der neue Dezernent Dirk Wölfing habe bereits gute Vorarbeit geleistet, damit der Klimaschutzplan aus dem Jahr 2012 fortgeschrieben werden kann.

Auch das Thema „Hessentag“ im Jahr 2020 werde die Gremien der Stadt beschäftigen. Um über das Für und Wider besser beraten und entscheiden zu können, werde zunächst vertieft untersucht, wie sich Flächen, Parken, Verkehrserschließung, eine mögliche Gesamtkostenstruktur inklusive der Personalkapazitäten darstellen. Das Ergebnis dieser Vorprüfung solle dann im Parlament beraten werden. Am Ende stehe die Entscheidung, ob die Stadt sich in das Antragsverfahren begibt.

Im Stadtquartier Süd werde die Bauleitplanung vorangetrieben. „Hier wollen wir bis Herbst 2017 die Voraussetzungen schaffen, dass konkrete Entscheidungen über Bauvorhaben getroffen werden können. Dann können Wohnraum für rund 1500 Menschen und zudem etwa 2000 Arbeitsplätze entstehen“, sagt Hunkel.

Die Planungen für eine Verlängerung der Trasse der Regionaltangente West (RTW) über die Frankfurter Straße hinaus bis zum Wohngebiet Birkengewann sind auf einem guten Weg und werden auch vom RTW-Aufsichtsrat unterstützt. „Im Herbst 2017 soll der Antrag für ein Planfeststellungsverfahren beschlossen werden. Wir sind optimistisch, dass Neu-Isenburg-Birkengewann Bestandteil sein wird“, fügt der Bürgermeister hinzu.

Die neu gegründete NIKI gGmbH zur Schulkindbetreuung soll die ehrenamtlich Tätigen der Fördervereine enorm entlasten. Bis Ende 2017 soll außerdem im Tannenwald das

Wassersprühfeld

erneuert sein. „Wir wollen unseren Platz als „Boomtown“ mit mittlerweile 27 000 Arbeitsplätzen behaupten“, sagt Hunkel.

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