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Schlittschuhbahn

In diesem Winter wird es keine Schlittschuhläufer auf dem Rosenauplatz geben

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Die Pläne, auf dem Rosenauplatz eine Schlittschuhbahn zu installieren, lassen sich in diesem Winter aus Kostengründen noch nicht umsetzen. Doch damit ist das Vorhaben nicht vom Tisch.

Der Traum von Pirouetten drehenden Eisprinzessinnen auf einer weihnachtlich geschmückten Eisbahn auf dem Rosenauplatz, deren Mütter an einer der gemütlichen Holzbuden rund um die Bahn entspannt einen Glühwein trinken und dabei den Kleinen beim Schlittschuhlaufen zuschauen, wird sich in diesem Winter für Neu-Isenburg noch nicht erfüllen. Nur wenige Wochen vor der Adventszeit teilt Erster Stadtrat Stefan Schmitt (CDU) auf Anfrage dieser Zeitung mit, dass sein Wunsch nach einer vorweihnachtlichen Schlittschuhbahn auf dem zentralen Platz zwischen Isenburg-Zentrum (IZ) und Hugenottenhalle in diesem Winter noch nicht verwirklicht werden kann.

Anfang Dezember vergangenen Jahres hatte Schmitt die Idee eingebracht, die Eislaufbahn für diesen Winter in die Tat umzusetzen. Mit Mohammed Younis, Geschäftsführer des in Isenburg ansässigen Immobilienunternehmens Schoofs, hat der Erste Stadtrat einen Partner an Bord, der eine solche Eisbahn, das Rondo in Hanau, selbst schon realisiert hat. Vor einem Steinheimer Fachmarktzentrum ließ die Firma Schoofs das Schlittschuhvergnügen aufbauen, und dort drehten zahlreiche Winterfreunde ihre Runden.

Soll bezahlbar bleiben

„Aber uns war und ist auch klar, dass eine Schlittschuhbahn auf dem Rosenauplatz eine teure Angelegenheit ist. Und daran scheitert das Projekt in diesem Jahr noch“, sagt Schmitt. Rund 120 000 bis 130 000 Euro kostet es, eine Eislaufbahn inmitten der Stadt aufzubauen. Neben der Infrastruktur und der Kühltechnik braucht es Sicherheitspersonal, damit auch nachts kein Unfug an der Fläche passiert. Viele Einnahmen könne er nicht gegenrechnen, betont Schmitt, schließlich solle der Winterspaß ja für die Isenburger bezahlbar bleiben.

Die Stadt dürfe mit den Kosten nicht belastet werden. Schon bei der Entwicklung der Idee war klar, dass in Zeiten von Haushaltskonsolidierungen und Steuererhöhungen kein städtisches Geld in das weihnachtliche „Winterwonderland“ vor dem Isenburg-Zentrum fließen darf.

Gemeinsam mit Younis und der Geschäftsführung des IZ hat Schmitt Sponsoren gesucht. „Wir haben auch einige Partner gefunden und schon einiges an Geld für ein solches Projekt zusammen. Aber es reicht eben noch nicht“, bedauert der Erste Stadtrat. Er kündigt aber an, dass er weiter daran arbeite, dass „sein Baby Schlittschuhbahn auf dem Rosenauplatz“ im nächsten Winter in die Tat umgesetzt wird.

Bänke lassen auf sich warten

Nach wie vor auf sich warten lassen auch die neuen Sitzbänke auf dem Rosenauplatz – ebenfalls ein Dauerbrenner-Thema in Isenburg. Die Bänke hatte die Stadt im Rahmen des Förderprogramms „Stadtumbau“ beim Fördermittelgeber als vorgezogene Maßnahme angemeldet. „Wenn dies bewilligt wird, soll unmittelbar mit der Umsetzung begonnen werden. Erwartungsgemäß werden die Bescheide im Oktober zugestellt“, hatte Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) Ende September berichtet. Allein: Bisher, so bestätigt der Verwaltungschef auf Anfrage, sei der erhoffte Förderbescheid noch nicht im Rathausbriefkasten gelandet.

Bereits im April hatte der Magistrat Standorte und Modellvarianten für die Bänke auf dem Rosenauplatz beraten. Auf Anregung von Bürgern sollen dort nun übrigens auch Bänke mit Rückenlehnen aufgestellt werden. Die geschätzten Kosten dafür liegen laut Hunkel bei rund 25 000 Euro. Insgesamt sollen als Umrandung der Baumquartiere sechs Bänke aufgestellt werden. In direkter Nähe zur Wassersprühanlage sollen zwei Sitzwürfel Platz für eine ganze Familie bieten.

Was der Stadt noch wichtig ist: Die Bänke sollen zwar befestigt werden, es soll aber auch möglich sein, sie ohne großen Aufwand kurzfristig zu entfernen – „zum Beispiel bei Festen, Märkten und anderen Veranstaltungen“.

von NICOLE JOST UND BARBARA HOVEN

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