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Links ist die Bushaltestelle, die für ?Elterntaxen? erweitert werden soll, an den Rändern des Platzes sind Ruhebuchten mit Bepflanzung geplant.

Zentraler Ort

Der Dreiherrnsteinplatz in Gravenbruch wird verschönert

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Der Dreiherrnsteinplatz als zentraler Ort in Gravenbruch soll aufgewertet werden. Dort soll es dann Ruhebänke mit Pflanzenbuchten geben. Um sich ein konkretes Bild machen zu können, soll es Ende Oktober eine Begehung geben. Auch die dortige Straßenführung soll eine Veränderung erfahren.

Die Tagesordnung der Ortsbeiratssitzung Gravenbruch am Donnerstagabend ließ einen recht zügigen Verlauf erwarten. Es kam jedoch ganz anders. Auch nach zwei Stunden waren die wenigen Punkte nicht abgearbeitet, plötzlich gab es viele Zusatzbeiträge, Anfragen, ja sogar eine lange Erörterung der 26 Wünsche von Kindern und Eltern des Kindertagesstätte KiZ Gravenbruch. Einer der Hauptpunkte waren die Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Thema Jugend-Kultur-Stadtteilzentrum sowie ein SPD-Antrag zur Straßenführung am Dreiherrnsteinplatz – hier speziell im Bereich der Ludwig-Uhland-Schule.

Der Antrag der Grünen-Fraktion, die Sanierung der Toilettenanlagen im Jugendzentrum zu veranlassen, den Inge Hänsel eingebracht hatte, wurde recht schnell recht abgehandelt. Seit zehn Jahren werde darüber nachgedacht, die Toilettenanlagen zu erneuern, bis zum heutigen Tage sei nichts passiert. Es sei nur geflickt und repariert worden, die Liste des unzureichenden Zustands sei lang. Sie reiche von Türen, die klemmen und nicht richtig schließen, bis zu einem muffigen Geruch, der aus der Damentoilette im Keller kommt.

Hierzu konnte Bürgermeister Herbert Hunkel mitteilen, dass ein Betrag von 25 000 Euro für die Sanierung der Toiletten im laufenden Haushalt beantragt, jedoch leider nicht genehmigt wurde. „Dieser Betrag ist nun erneut aufgenommen worden und soll im Nachtragshaushalt im November verabschiedet werden. Wenn diesem zugestimmt wird, kann die Sanierung ab dem neuen Jahr erfolgen“, so Hunkel.

Etwas umfangreicher war die Behandlung des Themas „Straßenführung“, gemäß dem Antrag der SPD-Fraktion am Dreiherrnsteinplatz sowie eine mögliche Aufwertung und Verschönerung des zentralen Platzes in Gravenbruch, wie ein Antrag der FDP-Fraktion es vorsah.

Eine Änderung der Straßenführung soll die derzeit überhand nehmenden und auch als Gefahrenpotenzial angesehenen Bring- und Holverkehrs von Eltern von Schülern entschärfen. Aber auch die Parksituation der Pädagogen, die nahezu alle von auswärts kommen, sollte verbessert werden.

Hierzu stellte zunächst die Verkehrs- und Schulwegexpertin Katalin Saary ihre Erkenntnisse der Schülerwege und Vorstellungen für eine Lösung dar. „Es gibt Straßenbereiche, in denen nur wenige Schüler zu Beginn ihres Schulweges laufen, dann aber vermehrt auf andere treffen, und am Ende kommt oft ein Pulk von bis zu 50 Schülern zusammen“, beschrieb Saary ihre Recherche.

Problematisch seien vor allem die Querung der großzügig angelegten Kurven und Einmündungsbereiche der Straßen, so die Verkehrsexpertin. Hier empfahl sie Markierungen oder Leiteinrichtungen zur Verengung. Ende Oktober soll eine Begehung mit der Ordnungsbehörde stattfinden, um Klarheit über die Umsetzung der angedachten Maßnahmen zu erhalten.

An der Bushaltestelle am Dreiherrnsteinplatz soll es eine Erweiterung geben, damit dort die Eltern ihre Kinder aus- und einsteigen lassen können. Den restlichen Weg zur Schule sollen sie dann mitten über den Dreiherrnsteinplatz nehmen – dafür soll ein Weg angelegt werden. Davon wurde die städtische Biologin Hildegard Dombrove überrascht. Sie hatte bereits eine Planung für eine Verschönerung entworfen – freilich ohne diese zentrale Querung.

Nach ihrem Entwurf könnten an den vier Ecken und auch in der Mitte der Seiten des großen Platzes entsprechende „Pflanzbuchten“ mit Ruhebänken angelegt werden. Die Parkflächen vor der Schule sollten dann – zu entsprechenden Zeiten – den Pädagogen und Mitarbeitern des KiZ vorbehalten bleiben. Hier gab es für Hildegard Dombrowe jedoch eine weitere Überraschung. „Der Autoscooter kann nur in der rechten oberen Ecke stehen, da es nur dort den entsprechenden Stromanschluss gibt“, erklärte Ortsvorsteher Eddi Fischer. Also muss sie erneut umplanen, da sie davon ebenfalls keine Kenntnis hatte. Der Dreiherrnsteinplatz soll jedenfalls ein beliebter und belebter Platz werden.

Auf die Ortsbeiratssitzung im November wurde der Antrag der CDU-Fraktion, vorgetragen von Dirk Papenbrok, verschoben. Dieser sieht eine generelle Überarbeitung des Parkraumkonzeptes vor, die nicht jedem gefallen wird.

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