Flüchtlinge in Neu-Isenburg

Eine Auszeichnung für fleißige Schüler

  • schließen

Während einer kleinen Feierstunde wurden die fleißigsten Schüler des Deutschkurses für Flüchtlinge ausgezeichnet. Anlass war das einjährige Bestehen des Kurses.

Seit einem Jahr lernen sie in Gruppen, sich zu verständigen, pauken Floskeln und Grammatik: Die Teilnehmer des Deutschkurses für Flüchtlinge. Etwa einmal pro Woche treffen sie sich in den Räumen der evangelisch-reformierten Gemeinde am Marktplatz. Initiiert wurde die Lerngruppe vom Neu-Isenburger Alexander Gerstenberger-Vogt. Mittlerweile hat er, der sich auch zur Wahl für den Kirchenvorstand aufgestellt hat, einige Helfer gefunden. Pfarrer Matthias Loesch unterstützt ihn ebenso wie Sandra Taube und zwei Studentinnen.

Der erste Geburtstag des Deutschkurses wurde am Dienstagabend gemeinsam gefeiert. Die 14 anwesenden Teilnehmer – und in den nächsten Tagen noch viele weitere – bekamen unter anderem Gutscheine von der Gaststätte „Treffpunkt“ für ihren Einsatz überreicht. Diese gelten für einen Konzertbesuch, ein Essen und ein Getränk. Und Alexander Gerstenberger-Vogt weiß auch schon, wo es hingehen soll: Zu „Bryan 69“, einer Bryan Adams-Coverband, die im März im „Treffer“ auftritt.

Die Freude über die Gutscheine und die damit verbundene Auszeichnung war groß. Auch Alexander Gerstenberger-Vogt freute sich. „Wir haben vor einem Jahr mit sieben Leuten angefangen, jetzt sind wir immer um die 20 Personen.“ Es gibt inzwischen einen Kurs für Anfänger und einen für Fortgeschrittene. Zu den Sprachtreffs kommen Flüchtlinge aus vielen verschienenen Nationen wie Afghanistan, Eritrea, Syrien oder Somalia.

Die fleißigsten Schüler bekamen ihren Gutschein zuerst. So war einer der Teilnehmer 43 mal beim Kurs dabei. Er wurde von Pfarrer Matthias Loesch mit dem Ruf „Spitzenreiter, Spitzenreiter“, bejubelt. Aber auch andere waren fleißig dabei und kamen bereits mehr als 30 mal, damit sie die deutsche Sprache bald gut beherrschen. Jutta Loesch bedankte sich dann noch bei den Schülern für deren ehrenamtliche Hilfe in der Gemeinde.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare