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Revierleiter Tuomas Koski (rechts) markiert zu entfernende Bäume, links Forstamtsleiter Christian Münch.

Forstamt Langen

Eine neue Waldgeneration steht bereit

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Viele Bäume des Zeppelinheimer Waldes sind alt, abgestorben, oder schwach. Das Forstamt Langen wird bei der anstehenden Durchforstung gezielt solche Bäume aus dem Wald entfernen, Lärmschutzaspekte spielen hier auch eine Rolle.

Vielleicht haben sich Zeppelinheimer Bürger beim Hundeausführen, Joggen oder Spazierengehen im Wald schon gewundert, was die Markierungen an den Bäumen zu bedeuten haben und warum die Forstwirte des Forstamtes Langen dort tätig waren. Eine Erklärung dazu liefern Forstamtsleiter Christian Münch und Revierleiter Tuomas Koski: Im Herbst wird es dort eine „Durchforstung“ der Waldbestände geben, es werden also gezielt alte, kranke und schadhafte Bäume aus dem Wald entnommen.

Ziel der Waldbewirtschaftung ist hier der Aufbau gemischter, stufiger Wälder aus mehreren Baum– und Strauchschichten. „Dadurch sollen die vielfältigen Schutzfunktionen des Waldes, insbesondere der Lärmschutz optimal gewährleistet werden“, so Forstamtsleiter Christian Münch. Die Zeppelinheimer Bürger sollen auch künftig den Wald möglichst ohne Gefahren, die von Totästen oder faulen Bäumen ausgehen, als Erholungswald nutzen können.

„Leider sind die alten Bäume des Zeppelinheimer Waldes nicht ganz vital. Viele der alten Kiefern sind von den Wurzeln her faul, während die alten Buchen und Eichen in den Baumkronen geschädigt sind“, erklärt Revierleiter Tuomas Koski die Gründe des Eingriffes. Glücklicherweise steht jedoch die neue Waldgeneration schon fast überall in den Startlöchern. „Bis zu zehn Meter hohe Buchen und vereinzelt auch Eichen und Roteichen warten darauf, von oben her mehr Licht zu bekommen, damit sie gut weiter wachsen können“, so der Revierleiter. Er verweist zudem darauf, dass ein junges Unterholz einen wesentlich besseren Lärmschutz bietet als ein hochstämmiger „Hallenwald“.

An manchen Stellen breitet sich im Zeppelinheimer Wald aber auch die „spätblühende Traubenkirsche“ aus. Diese ist ein „invasiver Neophyt“, eine Nordamerikanische Art, die sich auf Kosten der einheimischen Flora stark verbreitet – und ist daher hier unerwünscht. Das Forstamt Langen versucht die Ausbreitung dieser Baumart aus Naturschutzgründen zu begrenzen.

„Bei der geplanten Durchforstung werden wir sehr sorgfältig vorgehen und ausschließlich einzelne Bäume entnehmen, von denen entlang der viel begangenen Wege Gefahren ausgehen, die also entweder stark geschädigt sind oder bessere Bäume in unmittelbarer Nachbarschaft im Wuchs behindern“, betont Forstamtsleiter Christian Münch. Aufgrund Bürgerbeschwerden bei ähnlichen Projekten in der Region, informiert das Forstamt frühzeitig. Ferner bietet das Forstamt Langen interessierten Bürgern im Herbst einen Waldbegehung an, dessen Termin noch bekannt gegeben wird.

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