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Natascha Seifert (von links), Eileen Demes und Kornelia Wrzesniok beim Warmlaufen auf der neuen Tartanbahn.

Sportpark

Endlich dürfen die Athleten auf der Tartanbahn trainieren

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Endlich ist sie fertig: Die neue Allwetterbahn im Sportpark wurde jetzt an die Athleten übergeben. Diese wurde natürlich gleich getestet.

Um ein Zehnkämpfer für den Sport zu sein, muss man nicht unbedingt sportlich sein – und schon gar nicht eine adäquate Figur haben. So sah es zumindest Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel, als er den Sportdezernenten Theo Wershoven für seinen besonderen Einsatz zur Verwirklichung der lange von den Leichtathleten gewünschten „Allwetterbahn“ dankte.

„Er sieht zwar nicht aus wie ein Zehnkämpfer, aber er ist einer, wenn es um die Belange des Sports geht“, so Hunkel am Samstagmorgen bei der Übergabe der neuen Laufbahn. Den Ball des Dankes spielte Wershoven jedoch auch gleich wieder zurück und lobte den besonderen Einsatz des Bürgermeisters, der eigens nach Wiesbaden gefahren sei, um dort mit Staatssekretär Werner Koch einen Zuschuss von 100 000 Euro herauszuholen. „Ohne diesen bedeutsamen Zuschuss wäre es wohl viel schwieriger geworden, den Bau dieser nicht ganz billigen Laufbahn vom Parlament genehmigt zu bekommen.“

Nun ist sie also endlich fertig, die neue Laufbahn um das Sportfeld 2 im Neu-Isenburger Sportpark. Es hat mehrere Jahre gedauert bis man zur Entscheidung kam, ob die buchstäblich abgelaufene Tennenbahn wieder aufgearbeitet werden oder von einer Tartanbahn ersetzt werden soll. Eine Langzeitberechnung für die Unterhaltung brachte dann die Entscheidung für die Allwetterbahn – diese ist nicht nur das ganze Jahr über nutzbar, sondern auch in der Unterhaltung günstiger.

Als dann auch noch die Zusage aus dem Hessischen Ministerium des Inneren und für Sport über einen Zuschuss von 100 000 Euro kam – übrigens die Höchstsumme für ein Einzelprojekt – war auch im Neu-Isenburger Parlament der Weg für eine Zustimmung frei. Mit dem Neubau wurde auch das Manko der alten Bahn, diese war um vier Meter zu kurz, aus der Welt geschafft.

Besonders glücklich waren die Top-Leichtathleten des Turnvereins, aber auch aus dem Kreis Offenbach, die in Neu-Isenburg ihr Stützpunkttraining absolvieren. „Ich kenne so ziemlich alle Sportanlagen der größeren Kommunen in Hessen, eine solche Anlage wie hier in Neu-Isenburg findet man kaum anderswo“, betonte Klaus Schuder, Abteilungsleiter Leichtathletik und Präsidiumsmitglied des Hessischen Leichtathletikverbandes. Für Bürgermeister Herbert Hunkel, ist diese neue Allwetterbahn auch ein Beitrag zur „sportlichen Stadtentwicklung“. „Diese Bahn kann jeder nutzen, der Freude an einer sportlichen Betätigung hat“, betonte Hunkel.

Zudem hätte die Stadt mit der Wilhelm-Hauff-Schule, der Hans-Christian-Andersen-Schule und der Brüder-Grimm-Schule gleich drei Schulen, die nun auch diese neue Bahn für ihren Sportunterricht und die Bundesjugendspiele nutzen können. Die Kosten von etwas mehr als 600 000 Euro für die neue Allwetterbahn seien gut investiertes Geld, lautete die Botschaft aus dem Rathaus.

Dies konnten jedoch nicht alle Anwesenden nachvollziehen. Ein wichtiger Schritt ist erst einmal erfolgt, kleine Ergänzungswünsche können sicherlich nach und nach noch erfüllt werden.

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