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Carl-Ulrich-Straße und Frankfurter Straße

Erneut Zoff um die Kreuzung

  • VonKim Herschmann
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Die geplante Neustrukturierung der Kreuzung Carl-Ulrich-Straße und Frankfurter Straße liegt auf Eis. Hessen Mobil gab der Stadt Zeit für eine Umstellung der Pläne.

Das „Kreisel-Ei“ an der Kreuzung Carl-Ulrich-Straße, Schleussnerstraße und Hugenottenallee erhitzte in Neu-Isenburg schon oft die Gemüter. Nun sollten eigentlich nicht nur dort die Bauarbeiten weiter gehen, sondern im gleichen Zuge auch die Kreuzung Frankfurter Straße, Carl-Ulrich-Straße und Schleussnerstraße mit umgebaut werden. Im Stadtparlament haben die Grünen nun noch einmal nachgehakt und gefordert, dass dieser zweite Schritt zunächst ausgesetzt und neu geplant werden soll.

Sie forderten, die bisherige Planung für die Kreuzung auszusetzen, gemeinsam mit Fachbüros den Umbau zu überdenken, um die neuen Entwicklungen, wie den Bau der Regionaltangente West (RTW), das Stadtquartier Süd und die Entwicklungen auf dem Kalbskopfgelände, mit einzuplanen. Zudem wollen die Grünen die Öffentlichkeit in die neu erstellten Planungen einbeziehen.

Nick Timm (Grüne) erklärte: „Es müssen neue Fakten geschaffen werden. Die Bevölkerung reagiert mit Unmut auf die derzeitige Situation.“ Der Hinweis, dass die nur ein Provisorium darstelle, werde der Sache nicht gerecht, so Timm. Es sei wichtig, die Planungen noch einmal zu überdenken und den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. „Was wir planen, muss Bestand haben“, sagte der Stadtverordnete. Dabei sei es zwar wichtig, dass der Durchgangsverkehr an dieser Stelle weiter fließe, dies könne aber nicht das alleinige Ziel sein.

Das Treffen mit dem Frankfurter Stadtplaner Albert Speer, der am 14. Juli ins Isenburger Rathaus kommt, sei ein Schritt in die richtige Richtung. Dieser analysiert die Situation und die Planungen rund um den bestehenden und den eventuell künftigen Kreisel.

Erster Stadtrat und Baudezernent Stefan Schmitt (CDU) überraschte dann die Opposition: Nach einem Gespräch mit der Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil, das Anfang Mai vonseiten der Stadt geführt wurde, hieß es, die Politiker könnten sich noch Zeit lassen, ihre Planungen bezüglich der Bauarbeiten zu überdenken.

„Wir wollen die Planungsparameter noch einmal überdenken lassen“, so Schmitt weiter. Besonders die Themen RTW und der Zwischennutzung des Areals bis zu deren Bau müssten geklärt werden. Das Signal von Hessen Mobil wertetete er als positiv. „Sie geben uns Zeit, über den nächsten Bauabschnitt nachzudenken“, sagte er. Dabei seien auch noch Änderungen möglich. „Wir wollen das ein oder andere noch optimieren“, sagte Schmitt.

Das rief die SPD in Form von Markus Munari auf den Plan. Bisher habe es immer geheißen, dass an den Planungen für die Kreuzung keine Änderungen mehr vorgenommen werden könnten. „Das war doch das Totschlagargument, dass wir dann Zuschüsse verlieren könnten“, so Munari. Der Antrag wurde zunächst in den Bauausschuss verwiesen.

(kir)

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