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Christoph Neumann (Leander?s Bücherwelt), Annette Mühl und Alexander Jungmann stellten das neue Büchlein vor.

Heimatbuch in Mundart

Eschde Gschischde aus Iseborsch

Heimatverbundene Isenburger und Mundart-Liebhaber haben allen Grund zu Freude. Der Autor Gerhard Gräber hat eine neue Auflage seiner „Iseborjer Gschischde“ veröffentlicht.

Mit dem ersten Buch seiner Neu-Isenburger „Gschischde“, also wahren Vorkommnissen, schön emotionalisiert und zudem „uff iseborjerisch“, erfüllte Gerhard Gräber vielen echten Neu-Isenburgern einen Herzenswunsch. Mit den passenden Bildern zu den Locations, pardon „zu dene Stelle, wo sich des alles abgeschbield hat“, die Alexander Jungmann fotografierte, wurde das Büchlein schnell zu einem Erfolg. Viele hatten bald den Wunsch, noch mehr „iwwer Iseborsch“ zu erfahren.

Jetzt präsentierte das Redaktions-Team um Gräber, mit seiner Frau Helga, eine neue Auflage der „Iseborjer Gschischde“. Doch just zur anberaumten Buchpräsentation in Leander’s Bücherwelt war der Hauptakteur erkrankt. Die Buchvorstellung erfolgte dennoch, so wollte es Gräber. Neben Jungmann, der wieder den größten Teil der Bilder beisteuerte, war auch Annette Mühl gekommen. Die Leiterin der Speisekammer von St. Josef wird wieder mit einem Euro von jedem verkauften Buch bedacht. „Ich finde es wunderbar, wenn sich Isenburger so für ihre Mitbürger engagieren“, betonte Mühl und dankte allen Beteiligten an der Produktion und dem Verkauf des Büchleins.

In der neuen Auflage der „Iseborjer Gschischde“ finden sich humorvolle, wie erlebnisreiche Geschichten, wie die der „Rabaddmärgsche“ oder auch das berühmte „Schelleklobbe“. Weiterhin spielen die amerikanischen Besatzer und ihre „Off Limits“-Bereiche eine besondere Rolle. Aber auch die vielen weiteren kleineren „Gschischde“ sind eine wahre Fundgrube.

„Des wor so in de Fuffzischer, wann isch misch rischdisch erinnern du, do sinn die Rabbadmärgscher uff aamaal uffkomme. Wann mer des Rabaddmärgscherbischelsche voll gehabd had, hod mer des zum eilese krieht“, so Gräber. „Unn dann awwer nix wie ab zum Kaiser, Bahnhofschdrass Egg Schillerschdraas, des wor unser Geschefd fer Wiggingautos oder Elasdolinfigurn“, beschreibt Gräber den folgenden Beutezug.

„Schelleklobbe war in den 50ern ein Riesenspaß für die Neu-Isenburger Kippen. Das Revier der Gräber-Kippe erstreckte sich im Umkreis von 500 Meter um die Taunusstraße. „Wenn die Kippe besonders frech war, dann klingelte sie an einem Haus und wartete bis jemand aus dem Fenster schaute. Dann wurde gerufen: „Hawwe se en Gemieselaade?“ Und wenn die Person dann „Nein“ sagte, rief die Kippe-Meute: „Ei warum halde se denn dann de Wersching aussem Fenster“?

Das Buch gibt es diesmal nur in Leanders Bücherwelt – oder bei den Autoren. Weitere Infos unter . lp

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