„Moscow Circus on Ice“ in Neu-Isenburg

Farbenpracht und Akrobatik ließen den Atem stocken

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Die Ankündigung, dass der „Moscow Circus on Ice“ in der Neu-Isenburger Hugenottenhalle gastiert, war für viele Besucher schon etwas verwunderlich.

Die Ankündigung, dass der „Moscow Circus on Ice“ in der Neu-Isenburger Hugenottenhalle gastiert, war für viele Besucher schon etwas verwunderlich. „Da ist doch kein Eis, wo wollen die denn dann ihre Show zeigen?“, war nicht nur die kleine Chiara an der Hand ihrer Oma überrascht, als sie in den Hugenottensaal kamen. Doch auf der Bühne schimmerte der Boden ganz hell, so als wäre das tatsächlich Eis. War es aber nicht. „Das sind ganz spezielle mit Teflon beschichtete Platten aus Kanada“, erklärte ein Technik-Spezialist der Moskauer Truppe. Als die ersten Läufer auf die „Eisfläche“ kamen, hörte sich das recht geräuschlos an und es fehlten die Eispartikelspritzer – aber sonst wirkte alles wie auf echtem Eis.

„Omi, die haben doch Schlittschuhe, also muss da auch Eis sein“, war sich die kleine Chiara sicher – und Oma nickte nur. Dann ging es auch schon los, Schlag auf Schlag immer neue artistische Überraschungen. Die staunenden Zuschauer in beiden gut besuchten Vorstellungen waren sich nicht sicher, ob sie Zirkusartisten auf Kufen vor sich hatten oder Eiskunstläufer mit zirzensischen Ambitionen. Die Mischung aus bodenständigen Darbietungen, Artistik am Trapez oder Hochseil sowie choreographisch perfekt abgestimmten Showelementen, begeisterten das Publikum.

Da Eis aber nicht überall so leicht mit hingenommen oder erschaffen werden kann, machten es die Teflonplatten möglich, auf Weltreise zu gehen. Mittlerweile sorgte der „Moscow Circus on Ice“ in mehr als 50 Ländern für große Begeisterung.

Auch in der Hugenottenhalle wurden Daria Abramova und Kirill Begichev für ihre Paarlauf-Show mit großem Applaus bedacht, und Julia Piterova sorgte am Trapez in luftiger Höhe für einen akrobatischen Glanzpunkt. Spaß auf Kufen, nicht nur für die kleinen Besucher, zeigten die Clowns Dmitry Polyakov, Andrey Felk und Kirill Abramov. Die Gruppe um Michail Hramtsov ließ geometrische Figuren im UV-Licht tanzen, und die Drehakrobatik der Gruppe Anton Konenko sorgte für Atemflattern. Ein besondere Augenweide waren die hochgewachsenen Damen auf Stelzenkufen, die mit ihrem eleganten Tanz und insbesondere der beeindruckenden Tuch-Show die Besucher erfreuten.

Ganz begeistert war die Gruppe der Erzieher und Betreuer der Toddlers, die eine ganze Stuhlreihe besetzt hatten. „Das haben uns die Eltern der von uns betreuten Kinder geschenkt“, freute sich Anke Weidner mit allen anderen. „Uns hat alles toll gefallen, aber am besten waren die ganz großen Frauen“, meinten die jungen Besucherinnen Stephanie, Alena und Diana unisono.

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