Uwe Kauss las in der Westend-Bibliothek

Fesselnder Stoff um „Wein oder nicht sein“

  • schließen

Sechs Jahre lang hat Uwe Kauss an seinem Roman „Wein oder nicht sein“ gefeilt. Einige Passagen gab er in der Westend-Bibliothek zum Besten.

Es gibt schon verrückte Sachen auf der Welt. Da will Martin Baumgärtner aus Hochheim seinen Freund Kurt in Offenbach besuchen – und als er vor dessen Haus steht, schießt ihm eine verwegene Idee durch den Kopf. Kurt ist leidenschaftlicher Weinsammler und besitzt in einem Bunker unter dem Haus 35 000 Flaschen der edelsten Tropfen aus der ganzen Welt. Aus diesem Grund ist das ganze Areal ein kleiner Hochsicherheitstrakt – als Auflage der Versicherung.

An besagtem Abend hat Sammler Kurt einen Weinkritiker und einen ausgemachten Weinkenner zu sich eingeladen. Als nun Martin am Haus eintrifft, überredet er die zufällig an der Haustüre stehende Putzfrau, für heute Schluss zu machen – und Kurt versetzt das Haus in Alarmzustand. Es lässt sich keine Tür mehr öffnen, auch die drei Weinfreunde im Bunker, die von dieser Situation (noch) nichts wissen, können diesen nicht mehr verlassen.

Im Weinkeller entwickelt sich eine fröhliche Gesprächsrunde um und mit dem Wein, Martin geht jedoch andere Wege. Niemand weiß, weshalb der Hochheimer seinen Freund, zusammen mit seinen beiden Gästen, zu Gefangenen gemacht hat. Wie sich die Geschichte entwickelt, dies alles hat Uwe Kauss in einem fesselnden Roman verfasst.

„Ich wollte keinen Krimi schreiben, da ist die Handlung und der Ausgang meist vorgegeben“, erklärte Kauss den Besuchern seiner Lesung in der Westend-Bibliothek. Mit einzelnen Passagen aus dem Buch „Wein oder nicht sein“ führt der Autor die gespannt lauschenden Zuhörer immer näher an die Lösung des Rätsels heran: Warum hat Martin Baumgärtner dies getan? „Die Auflösung steht freilich auch im Buch, aber das sollten Sie selbst herausfinden“, schloss Uwe Kauss seine Lesung.

Fast sechs Jahre hat sich der Autor Zeit gelassen, um seinen Stoff um diese verhängnisvolle Geschichte zu weben. „Ich habe früher im Journalismus genug Texte schnell in die Tasten gehauen. Jetzt konnte ich endlich bestimmen, wann die Geschichte so ist, wie ich sie haben wollte“, erläuterte Kauss.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare