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Die Leiterin des Kulturbüros, Dr. Bettina Stuckard (rechts), die sich in eine pompöse Robe gekleidet hatte, sowie Christian Kunz, Leiter der Museen der Stadt Neu-Isenburg, als Graf Philipp, geleiteten Alexander Fürst von Isenburg und seine Frau Dr. Sarah Fürstin von Isenburg zum Stadtmuseum.

300. Todestag

Festumzug zu Ehren des Grafen Johann Philipp zu Ysenburg-Büdingen

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Vor 300 Jahren starb Graf Johann Philipp zu Ysenburg-Büdingen, der 1699 hugenottischen Flüchtlingen Land gab und die Siedlung Neu-Isenburg gründete. Zu seinen Ehren wurde nun eine Ausstellung konzipiert, die im „Haus zum Löwen“ in Neu-Isenburg zu sehen ist, und die mit einem feierlichen Festakt und fürstlichem Besuch eröffnet wurde.

Mit Alexander Fürst von Isenburg und seiner Gemahlin Fürstin Dr. Sarah von Isenburg waren direkte Nachfahren des Stadtgründers von Neu-Isenburg, Graf Johann Philipp zu Ysenburg-Büdingen in die Hugenottenstadt gekommen. Der Grund war ein Festakt anlässlich der Ausstellungseröffnung „1718 – Graf Johann Philipp zu Ysenburg-Büdingen und seine Zeit“, die anlässlich dessen 300. Todestags im Stadtmuseum „Haus zum Löwen“ konzipiert worden war.

Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel hieß die Gäste willkommen, danach richtet Alexander Fürst von Isenburg ein Grußwort an alle. Der Fürst verwies nicht nur auf die langen, aus der Geschichte entstandenen Beziehungen zwischen seinem Haus, der Stadt Offenbach und der von seinem Vorfahren, Graf Johann Philipp zu Ysenburg-Büdingen gegründeten Siedlung Neu-Isenburg hin, sondern insbesondere auf die heute noch ganz „lebendigen“ Beziehungen.

So hatten schon mehrere Reisen des Vereins für Geschichte, Heimatpflege und Kultur (GHK) Neu-Isenburg zum Schloss Birstein, der Residenz der Fürstenfamilie von Isenburg, geführt. „Der Geist meines Vorfahren, der für seine besondere moderne Weltanschauung bekannt war, ist auch heute noch in seinem ehemaligen Herrschaftsgebiet zu spüren“, betonte Fürst Alexander von Isenburg.

Recht ausführlich und tiefgründig, aber dennoch sehr lebhaft vorgetragen, fiel die wissenschaftlich betrachtete Einführung in die Ausstellung „1718 – Graf Johann Philipp zu Ysenburg-Büdingen und seine Zeit“ durch Dr. Klaus-Peter Decker, dem ehemaligen Büdinger Schloss-Archivar, aus. Decker brachte überraschend viele recht enge, bisher nicht bekannte Beziehungen zwischen Offenbach und Neu-Isenburg, sowie dem vom Grafen Johann Philipp zu Ysenburg-Büdingen angelegten Tiergarten Philippseich zutage. Aufgrund seiner besonderer Verdienste um die Aufarbeitung der Geschichte um den Stadtgründer Graf Johann Philipp zu Ysenburg-Büdingen von damals und seiner Nachfahren, zeichnete Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel den Festredner Dr. Klaus-Peter Decker mit der Hugenottenmedaille aus. Für die musikalische passende Umrahmung des Festaktes im Plenarsaal sorgte Jürgen Banholzer mit seinem italienischen Cembalo.

Mit Shuttle-Bussen ging es dann direkt auf die Frankfurter Straße vor das Stadtmuseum „Haus zum Löwen“. Dort erwarteten nicht nur hugenottisch gekleidete Fackelträger das Fürsten-Paar und die weiteren Gäste, sondern auch die Jagdhornbläser „Rallye Rheingau“, die Gisa Jäger organisiert hatte. Im Geleit der Fackeln und Parforcehorn-Klängen wurden die Ehrengäste in das Museum geführt. Offenbachs Abgesandter Stephan Färber war so beeindruckt, dass er vom „Isenburger Fürstengeleitzug“ sprach. Im Museum selbst hielt dann Neu-Isenburgs Kulturdezernent Theo Wershoven Hof und begrüßte insbesondere Fürst Alexander von Isenburg und Fürstin Dr. Sarah von Isenburg. Die Leiterin des Kulturbüros, Dr. Bettina Stuckard, die sich in eine pompöse Robe gekleidet hatte, sowie Christian Kunz, Leiter der Museen der Stadt Neu-Isenburg, als Graf Philipp, geleiteten die Gäste durch die Ausstellung. Besonders beeindruckt zeigten sich Fürst und Fürstin vom im neuen Glanz erstrahlenden – weil restaurierten – Originalporträt des Grafen Johann Philipp zu Ysenburg-Büdingen.

Die umfangreiche und sehenswerte Ausstellung, die mit Unterstützung der Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region, gefördert wurde, ist noch bis zum 24. Februar 2019 zu sehen.

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