Simon Schnorr sang bekannte Arien, begleitet von Stefan Müller am Klavier.	Foto: Leo Postl
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Simon Schnorr sang bekannte Arien, begleitet von Stefan Müller am Klavier. Foto: Leo Postl

Franz Völker-Anny Schlemm-Gesellschaft

Franz-Völker-Preisträger sang Opern- und Operetten-Arien

  • VonLeo Postl
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Simon Schnorr begeisterte das Publikum mit Arien aus Operetten und Liedern namhafter Komponisten. Der Franz-Völker-Preisträger trat stimmlich gereift und souverän auf.

Es ist guter Brauch bei der Franz Völker-Anny Schlemm-Gesellschaft, die Preisträger der Förderpreise nach ein paar Jahren ihrer Weiterentwicklung zu einem Konzert einzuladen. Jetzt war Simon Schnorr, an der Reihe, der im Jahre 2004 den begehrten Sängerpreis der Hugenottenstadt gewann. Das einstige Mitglied des Tölzer Knabenchors gab im Saal der evangelisch-reformierten Gemeinde Am Marktplatz ein Konzert mit Opern- und Operettenmelodien.

Von dem Talent Simon Schnorrs hatten sich die Mitglieder der Jury beim Preisträgerwettbewerb bereits begeistern lassen. „Das ist doch ein kommender Bariton“, hatte damals die ehemalige Opernsängerin Anny Schlemm gesagt, die in der ersten Reihe beim Wettbewerbskonzert saß. Und jetzt kehrte der Sieger aus dem Franz-Völker-Preis 2004, der dem berühmten Tenor aus Neu-Isenburg gewidmet ist, als Bariton zurück. Seine mittlerweile ersungenen Erfolge können sich hören lassen, und bei seinem Auftritt in der Marktplatzgemeinde überraschte er alle Besucher.

Begleitet wurde Simon Schnorr, der Werke von Ludwig van Beethoven, Hugo Wolf, Wolfgang Amadeus Mozart, Ralph Benatzky und Franz Lehár sang, von Stefan Müller am Klavier. Schnorr eröffnete seinen Vortragsreigen mit „An die ferne Geliebte“, ein anspruchsvolles Gesangssolo nach einer Komposition von Ludwig van Beethoven. Mit Liedern aus dem italienischen und dem spanischen Liederbuch sowie dem Mörike-Liederbuch „Nimmersatte Liebe“, beschloss Simon Schnorr den ersten Teil des Preisträgerkonzerts.

Im zweiten Teil widmete sich der Franz-Völker-Preisträger dann mehr stimmungsvollen Melodien. Bei Papagenos Arie „Der Vogelfänger bin ich ja“ aus der „Zauberflöte“ wurde im Publikum leise mitgesummt, beim „Bettelstudent“ erklangen die Stimmen aus den Reihen der Gäste schon lauter. Simon Schnorr schien dies ebenfalls zu motivieren, und so ergab sich bei „Da geh’ ich zu Maxim“ schon fast ein Hintergrundchor für den mit großer Begeisterung aufgenommenen Sänger. „Er wirkt nicht nur stimmlich gereift, sondern auch recht souverän. Auch die Haare sind nicht mehr so wild“, konstatierte Berthold Depper, Vorsitzender der Franz Völker-Anny Schlemm-Gesellschaft.

(lp)

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