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?Spartan Games?: Der Neu-Isenburger Athlet Leon Bender beim anstrengenden Kastenspringen.

CrossFit-Sportler

Die ganzheitliche Fitness zählt

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CrossFit-Sportler streben eine breit angelegte Fitness an. Die Workouts variieren und sind anstrengend. Doch die „Spartaner“ wollen das Schwert des Leonidas gewinnen.

Wer ist das fitteste Zweier-Team unter den CrossFit-Athleten und darf sich am Ende „Spartaner“ nennen? Bereits zum 5. Mal kämpften CrossFit-Athleten aus der ganzen Republik am Wochenende in der CrossFit-Box Neu-Isenburg um das Schwert des Leonidas. Zu den schon bekannten Disziplinen aus dem CrossFit – wie zum Beispiel Gewichtheben, Turnen, Rudern und Laufen – waren in diesem Jahr auch Elemente aus dem Strongman-Sport enthalten.

CrossFit ist ein umfassendes Kraft- und Konditionstraining, das auf funktionellen Übungen basiert, die permanent variieren und mit hoher Intensität durchgeführt werden. Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Balance, Koordination und Genauigkeit sind gefordert. Ziel ist es, sich zu einer ganzheitlichen und breit angelegten Fitness zu verhelfen. Doch um sich „Spartaner“ nennen und das begehrte Schwert des Leonidas in den Händen halten zu dürfen, bedarf es nicht nur beträchtlicher Anstrengung, sondern auch eine nicht minder schweißtreibende Vorbereitungszeit.

Rund 80 Athleten aus verschiedenen CrossFit-Boxen – die Trainingsräume werden nicht Studio, sondern Box genannt – kämpften um Ruhm und Ehre. Ein richtig martialisches Schwert gibt es als Wanderpokal für die besten Teams. In drei Klassen, nämlich Herren-Herren, Damen-Damen und Mixed, können Teams um den Spartaner-Titel kämpfen. Neben dem muskulären Zustand des Körpers ist auch eine besondere Konstitution gefragt. In einer bestimmten Zeit müssen möglichst viele Workouts, wie man die Kombination verschiedener sportlicher Anforderungen bezeichnet, absolviert werden.

„Ich liebe diesen Sport, aber ich könnte hier auf keinen Fall mitmachen“, gibt Silke Müller offen zu. „Ich trainiere auch, aber dieses Niveau, das hier verlangt wird, habe ich längst noch nicht erreicht – muss man ja auch nicht“, betont die Mitarbeiterin eines bekannten Ambiente-Unternehmens. Sie kennt zwar viele Workouts, mit für Außenstehende so verwirrenden Bezeichnungen wie „Ring Dips“, „T2B“ oder „Deadlifts 90/60 kg“, aber auch hier gilt: Wer zur CrossFit-Spitze zählen will, der muss leiden.

Zurück zur sportlichen Realität. Auf dem Hof der CrossFit-Box in der Hermesstraße liegen drei mächtige Bulldozer-Reifen, doch ein solches Arbeitsgerät ist nicht in Sicht. „Die brauchen wir für ein späteres Workout“, erklärt Michael Reiner, qualifizierter Fitness- und Reha-Trainer. Er zeigt nach innen in die Box, wo buchstäblich schweißtreibende Workouts von den Teilnehmern absolviert werden.

Das Neu-Isenburger Team mit Leon Bender und Simon Zeitler ist gerade dran. Während Simon Zeitler die Kombination aus Seilspringen und Gewichtheben absolvieren muss, hat sein Partner nebenan die Aufgabe, den schweren „Medizinball“ aus der Hocke in die Höhe zu wuchten – so schnell und so oft es nur geht, um dann möglichst oft vom Boden auf einen höheren Kasten zu springen. Diese Übungen werden alle von Wettkampfrichtern überwacht. Völlig geschafft lassen sich beide in einer kühlen Ecke nieder.

Draußen im Hof genießen derweil die Damen die Sommersonne. Sie widmen den drei großen Reifen nur einen geringschätzigen Blick. Einen solchen müssen sie, so oft als möglich, vom Boden aufheben, überstürzen lassen, und dann alles wieder zurück. Am Ende aller Mühen gibt’s das Schwert des Leonidas zu gewinnen. „Das will jeder mal gewonnen haben“, beschreibt Michael Reiner den Ansporn.

Wer Interesse am CrossFit-Sport hat, kann jederzeit in die Box in der Hermesstraße 34 a kommen. Infos gibt es unter .

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