Stadtbibliothek

Geld für „Büchermonster“ und „Offenen Sprachtreff“

Über einen warmen Geldregen freut sich die Stadtbibliothek zum Jahresende: 12 500 Euro gibt das Ministerium für Wissenschaft und Kunst, 1800 Euro die Hessische Leseförderung

Die Stadtbibliothek Neu-Isenburg erhält für zwei ausgezeichnete Projekte und ihre medienpädagogische Arbeit Geld vom Land Hessen und von der Hessischen Leseförderung. „Welcome Library“ heißt der offene Sprachtreff in der Bibliothek, den es bereits seit über drei Jahren in der Hauptstelle der Stadtbibliothek Neu-Isenburg gibt.

Jeweils donnerstags von 11 bis 13 Uhr treffen sich Flüchtlinge und Migranten mit ehrenamtlichen Betreuern des Verins Flüchtlingshilfe und des Vreins „Freundeskreis der Stadtbibliothek Neu-Isenburg“, um Deutsch zu lernen. Sie besprechen Alltagsfragen, Probleme mit Behörden und pflegen den freundschaftlichen, interkulturellen Austausch. Um die Flüchtlinge mit Lehrmitteln versorgen zu können, musste die Bibliothek ihre Abteilung „Deutsch als Fremdsprache“ erheblich ausbauen und alle gängigen Sprachkurse mit Begleitmaterial, Prüfungsunterlagen für Sprachzertifikate und Integrationskurse anschaffen.

Grammatiken, Wörterbücher und Sprachspiele gehören ebenso zu den Lernmaterialien wie

Bildwörterbücher

in den Sprachen Arabisch, Farsi, Urdu, Tigrinya, Somali, Dari und anderen. Die Computer haben Kopfhörer, um auch vor Ort lernen oder Nachrichten aus den Heimatländern empfangen zu können. Internet und Wlan stehen allen Nutzern der Bibliothek kostenfrei zur Verfügung. Inzwischen gibt es auch einen kleinen Bestand an arabischer Literatur und die deutsch-arabische Monatszeitung „Abwab“. Hinzu kommt Literatur in „Leichter Sprache“, die Zeitschriften „Deutsch perfekt“ und „Klar & deutlich“.

Die Stadtbibliothek erhält den Zuschuss, weil sie mit den Angeboten die Integration von Flüchtlingen fördert, Vorurteile abzubauen hilft und als öffentlicher Ort zur Identifikation mit deutscher Sprache und Kultur beiträgt.

Den Zuschuss gibt es außerdem für das Angebot „Büchermonster und Lesebären“ – Literatur für Kinder von fünf bis zwölf Jahren. Diese Leseförderung trägt Früchte dank des großen Engagements der Mitarbeiterinnen, wie die Statistik beweist. In der Zentrale und den Zweigstellen ist die Ausleihe der erzählenden Kinderliteratur im zweistelligen Prozentbereich angestiegen. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Isenburger Grundschulen, besonders dort, wo die Bibliothek der Schule baulich angegliedert ist oder zumindest in sehr kurzer Reichweite liegt, boomt die Ausleihe an Bilderbüchern, Erstlesebüchern und Literatur für Neun- bis Zwölfjährige.

Um den Bedarf zu decken, musste der Bestand ausgebaut werden, um Kindern, Eltern und pädagogischen Begleitern eine attraktive Auswahl bieten zu können, die zum Lesen verführt und immer wieder neue Leseerlebnisse liefert. „Büchermonster und Lesebären“ finden in der Kinderbibliothek der Hauptstelle und in den Stadtteilbibliotheken viel Lesestoff und ästhetisch gestaltete Bilderbücher, die zum Stöbern und Schmökern animieren – auch in Fremdsprachen und zweisprachigen Vorlesestunden.

Autorenlesungen für Schulklassen, Klassen- und Gruppenführungen für Schulen und Kindergärten, Vorlesewettbewerbe und andere Leseförderungsmaßnahmen wurden zusätzlich von der Hessischen Leseförderung mit 1800 Euro unterstützt. Kulturdezernent Theo Wershoven (CDU) und die Mitarbeiterinnen der Bibliothek freuen sich, dass die

Arbeit gewürdigt

wird und fortgeführt werden kann.

(red)

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