1. Startseite
  2. Region
  3. Kreis Offenbach
  4. Neu-Isenburg

Gelungene Experimente an der Goetheschule in Neu-Isenburg

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Leo Postl

Kommentare

Die Goetheschule in Neu-Isenburg hatte in ihre Klassenräume zum „Tag des offenen Unterrichts“ geladen. Schüler und Eltern nutzten den Termin, um sich einen Eindruck vom Schulalltag zu machen.

Wieder einmal hatte es im Untergeschoss der Goetheschule geknallt, Lichtblitze waren zu sehen, und manchmal entwich dunkler Rauch aus einem Fenster. „Keine Panik, das ist alles normal, die zeigen spannende Experimente. Gehen Sie doch mal hin“, meinte ein Schülerlotse am Empfang zu den leicht verschreckten Eltern. „Oh, ja, das muss ich sehen,“, sagte ihr Sohn begeistert.

Kurz darauf fanden sich alle im Chemie-Unterrichtsraum wieder. Dort zeigten die Chemielehrer Sigrid Paulmann und Winfried Lorenz wundersame Vorgänge, manchmal eben mit einem Knalleffekt. Chiara und Justus durften eine farblose Flüssigkeit in zwei bereitstehende Gläser, halb gefülltmit farbloser Flüssigkeit, eingießen – wie durch ein Wunder wurde das „Wasser“ in dem einen Glas rot, im anderen leicht blau.

„Und jetzt tauscht ihr mal die Plätze.“ Dann wechselten die Flüssigkeiten nach ein paar Spritzern der beiden Schüler wieder ihre Farbe. „Äh, wie geht das denn?“, wunderte sich ein junger Besucher. Danach erhitzten die beiden Chemielehrer ein bestimmtes Salz in einem Reagenzglas und ließen ein Gummibärchen hineinfallen. Das führte plötzlich einen wilden Tanz auf, es knallte und dampfte, plötzlich war das Gummibärchen verschwunden. „Das hat sich einfach aufgelöst, aber wenn Ihr mal bei uns an der Schule seid, dann erfahrt Ihr auch, warum das so ist“, erklärte Sigrid Paulmann.

Wasser-Öl-Gemisch

Der Knaller während der Vorführung war, als sich eine Dose plötzlich in Bewegung setzte, etwas hüpfte und dann explodierte. Die jungen Besucher waren begeistert. „Jetzt zeige ich Euch, was ihr auf keinen Fall machen dürft“, betonte Winfried Lorenz und sprühte aus sicherer Entfernung einen kleinen Wasserstrahl in ein Schälchen mit brennendem Öl. Sofort gab es eine große Stichflamme. „Das Wasser-Öl-Gemisch vergrößert sich schlagartig um rund das 1500-fache“, warnte Lorenz vor den Gefahren einer Fettexplosion. Anschließend durfte ein Schüler „Nachtwächter“ spielen und mit einer Kerze, die an einer Stange befestigt war, die an der Decke hängenden Luftballons „auslöschen“. Es gab einen Feuerblitz und einen lauten Knall. „Die Luftballons sind mit Wasserstoff gefüllt, deshalb hängen sie auch an der Decke, und wenn dann Feuer und Sauerstoff dazu kommt, dann passiert das, was Ihr gerade erlebt hat“, erklärte Sigrid Paulmann.

Wichtige Entscheidung

Mit dem „Tag des offenen Unterrichts“ zeigte die Goetheschule möglichen neuen Schülern und Eltern den Schulalltag. Für Schulleiter Ralph Hartung ist es wichtig, dass Schüler mit ihren Eltern kommen, diesen Tag nutzen, um eine wichtige Entscheidung für ihre Zukunft zu treffen. Und Lehrer Matthias Köberle erläuterte einem Jungen aus der Selma-Lagerlöf-Schule in Zeppelinheim. „Wir haben hier Schülerpaten, die zeigen Dir alles, nach zwei bis drei Tagen fühlst Du Dich hier wohl.“

Auch interessant

Kommentare