Handarbeiten für soziale Zwecke

Gemeindesaal der Kirche am Marktplatz verwandelte sich in ein Kunsthandwerk-Paradies

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Zum Jahreswechsel gibt es immer wieder Notlagen. Aus diesem Grund kommt ein Teil des Erlöses des Adventsbasars der Marktplatzgemeinde Menschen in Not zu.

Das ganze Jahr über finden sich die Damen des Frauen-Handarbeitskreises der evangelisch-reformierten Gemeinde am Marktplatz Neu-Isenburg zum „Arbeitstreffen“ zusammen. „Ja, es wird freilich auch gebabbelt, Neuigkeiten ausgetauscht, aber dabei wird immer was gemacht. Wir stricken, basteln oder schneidern“, betont die Leiterin Renate Rosenberg. Welch tolle Arbeiten dabei herauskommen, das zeigt sich alljährlich beim großen Adventsbasar.

Jetzt war es wieder so weit. Nach einem kurzen Gottesdienst in der Marktplatzkirche öffneten sich die Türen zum Kunsthandwerk-Paradies, wie es eine Besucherin nannte, im Gemeindesaal.

„Ich weiß gar nicht, wo ich zuerst hinschauen soll, das sind alles wieder so tolle Sachen“, zeigte sich eine ältere Damen beeindruckt. Das Angebot an kunsthandwerklichen Erzeugnissen, von flinken Händen, geschickten Fingern und kreativen Köpfen hergestellt, reichte von kleinen Geschenkeanhängern über wunderschön bestickte Decken, kunstvoll gestrickten Mützen und Jäckchen bis hin zu kreativen Dekorationsartikeln für die Weihnachtszeit, aber auch für das ganze Jahr über. Zum Adventsbasar gehört auch das gesellige Beisammensein. Dies fördern die leckeren Kuchen und der heiße Kaffee. Die süßen Versuchungen kommen aus den heimischen Backstuben der evangelischen Frauenhilfe.

„Ich kann diesen Damen einfach nur immer wieder danken, was sie alljährlich herzaubern. Den Erlös, den sie damit für uns schaffen, ist einfach bewundernswert“, betont Pfarrer Matthias Loesch. Die Einnahmen fließen in viele Projekte der Marktplatzgemeinde. So kommt der Erlös aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen der evangelischen Gefängnisseelsorge, hier unterstützen die Neu-Isenburger das Frauengefängnis in Preungesheim, zugute. „Dort gibt es Frauen, die auch ihre Kinder dabei haben, denen soll zu Weihnachten einen kleine Freude bereitet werden“, erläutert Loesch.

Der Erlös aus dem Verkauf der Basar-Artikel fließt in Projekte der evangelischen Frauenhilfe, aber auch in einen Sozialfonds der evangelisch-reformierten Gemeinde. „Wir wollen damit in Not geratenen Menschen eine unbürokratische Soforthilfe ermöglichen, damit sie aus ihrer Zwangslage herauskommen“, so der Geistliche, der auf anstehende Rechnungen für Wasser oder Strom verweist, damit diese nicht abgeschaltet werden – was die Not nur noch vergrößern würde. Gerade zum Jahresende gibt es immer wieder Notlagen. „Aber die Menschen sind auch dankbar, wenn sie sich zu Weihnachten etwas leisten können, was ihnen sonst nicht möglich wäre“, so Pfarrer Loesch.

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