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Gemeinsam für ein schnelles Internet

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In der Hugenottenstadt verfügen 3000 Gebäude mit rund 14 000 Haushalten über einen schnellen Glasfaseranschluss. Es fehlen lediglich ein par „unwirtschaftliche Reststrecken“ in Gewerbegebieten. Diese Lücken sollen geschlossen werden.

Mit einem gemeinsamen Verfahren soll im Kreis Offenbach ein Telekommunikationsunternehmen gefunden werden, das alle Kommunen flächendeckend mit einem leistungsfähigen Breitbandnetz versorgt – und nicht nur die wirtschaftlich attraktiven Standorte. Obwohl die Versorgungsquote der vierzehn Kommunen im Kreis bereits bei mehr als 80 Prozent liegt, bundesweit sind es nur 64,1 Prozent, sollen die noch bestehenden Lücken geschlossen werden, um als Wirtschaftsstandort bestens aufgestellt zu bleiben. Um die Möglichkeiten der Informationsgesellschaft tatsächlich nutzbar zu machen, sind hochbit-ratige Breitbandinfrastrukturen (Next-Generation-Access NGA) eine unabdingbare Voraussetzung.

Kosten werden aufgeteilt

Nach Gesprächen mit mehreren Telekommunikationsunternehmen zeichnet sich ab, dass aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten in einigen Städten lediglich ein Teilausbau geplant ist. Das fehlende privatwirtschaftliche Engagement müsste dann von der öffentliche Hand ausgeglichen werden. Im Kreis Offenbach soll deshalb mit einem öffentlich ausgeschriebenen Verfahren verbindlich ermittelt werden, welche Unternehmen zu welchen Konditionen den Ausbau anbieten würden, um eine rechtsverbindliche Planungsgrundlage zu erhalten. Die Kosten des Verfahrens sollen aufgeteilt werden, 50 000 Euro würde der Kreis, die Kommunen anteilig jeweils 20 000 Euro, tragen.

Neu-Isenburg ist im Vergleich zu den Kreiskommunen gut aufgestellt. Seit August 2012 verfügen über 3000 Gebäude mit rund 14 000 Haushalten in Neu-Isenburg über einen Glasfaseranschluss für schnelle Datenübertragungen. Auch der Stadtteil Buchenbusch und die Erlenbachaue wurden im vergangenen Jahr mit modernster Vectoring-Technik aufgerüstet. „Kleinere Lücken gibt es nur noch in den Gewerbegebieten. Diese sind der Stadt bekannt. Wir wissen nicht, ob und zu welchen Kosten ein Anbieter künftig bereit wäre, diese Deckungslücken zu schließen“, sagte Erster Stadtrat Stefan Schmitt (CDU).

Preiswerter Ausbau

„Wir gehen nicht davon aus, dass es für die Deckungslücken in Neu-Isenburg, bei denen es sich um unwirtschaftliche Reststrecken handelt, eine Einzellösung geben wird.“ Die Kosten für diese „unwirtschaftlichen Reststrecken“ würden sich laut Schmitt auf etwa 105 000 Euro belaufen. Damit sei aber noch kein Betreiber gefunden, und die Kosten des Verfahrens würden komplett bei der Stadt liegen.. Schmitt geht davon aus, der Ausbau bei einem gemeinschaftlichem Vorgehen preiswerter zu haben sei. „Wir befürworten daher die solidarische Herangehensweise des Kreises und die Beteiligung, an dem Verfahren. Gemeinsamer Ausbau heißt gemeinsame Effizienz.“

Eine Entscheidung wird auf der nächsten Sitzung der Stadtverordneten getroffen, kündigte Schmitt an. Die Städte Dreieich, Langen, Mühlheim und Mainhausen haben einen Grundsatzbeschluss bereits gefasst, Rodgau und Seligenstadt wollen folgen. Bei einem positiven Ergebnis würden die anteiligen Verfahrenskosten im Nachtragshaushaltsplan für das Jahr 2015 bereit gestellt werden.

(ud)

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