Torgefährlich: Aljoscha Atzberger (rechts), hier verfolgt vom Bad Vilbeler Dennis Geh, traf gestern Abend gleich zwei Mal für Neu-Isenburg.
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Torgefährlich: Aljoscha Atzberger (rechts), hier verfolgt vom Bad Vilbeler Dennis Geh, traf gestern Abend gleich zwei Mal für Neu-Isenburg.

Spvgg. Neu-Isenburg bezwingt Bad Vilbel

Die Geschenke angenommen

Mit dem 3:0 gegen den FV Bad Vilbel feierte die Spvgg. Neu-Isenburg in der Fußball-Verbandsliga Süd gestern Abend den vierten Sieg in Folge und übernahm damit zunächst einmal die Tabellenführung.

In einem Punkt waren sich die Trainer nach dem Abpfiff vor nur 120 Zuschauern in Sportpark einig: „Wenn man Geschenke verteilt, dann verliert man“, so Bad Vilbels Coach Amir Mustafic, „ Neu-Isenburg hat nichts gemacht und am Ende steht es 3:0.“ Sein Kollege Peter Hoffmann sah den ersten Teil auch so: „Wir haben die Geschenke angenommen“, und fand ansonsten: „Wir haben vier Mal gewonnen und ein gutes Selbstvertrauen.“

Die Gastgeber hatten im ersten Abschnitt ein leichtes spielerisches Übergewicht, wobei von beiden Seiten keine große Torgefahr ausging, vor allem nicht von Bad Vilbel, das des öfteren mit langen Bällen operierte. In der 19. Minute hätte es gefährlich werden können, doch Anastasio Koeseoglu entschied sich bei seinem Weg Richtung Neu-Isenburger Tor für ein Abspiel, und das war die falsche Entscheidung.

Beim 1:0 von Aljoscha Atzberger war es allerdings ein langer Abschlag von Torwart Lazar Kacarevic, der das Führungstor einleitete, nachdem Bad Vilbels Benjamin Sabic seine Chance nicht hatte nutzen können. Die Kugel fand hinter der Mittellinie in Atzberger einen Abnehmer, der einen Mann aussteigen ließ und dann den Ball am herausstürzenden Keeper Robin Orband in den Kasten beförderte (27.). Etwas später bot sich Marco Betz eine Kopfballchance zur Erhöhung (29.), auf der Gegenseite setzte Filip Osman einen Freistoß aus 30 Metern doch recht deutlich über die Querstange. „Bad Vilbel hat in der ersten Halbzeit klug gespielt“, konstatierte Hoffmann nach der Partie.

Im zweiten Abschnitt durfte er vor allem die Konsequenz seines Team im Ausnutzen von Chancen und die Treffsicherheit seiner Stürmer mit Genugtuung zur Kenntnis nehmen. Zunächst traf Marc Züge nach einem kurzen Zuspiel aus 18 Metern zum 2:0 (65.), dann war wieder Atzberger an der Reihe, der zwei Abwehrspieler ausspielte und von halblinks ins kurze Eck traf (76.). Kurz darauf sah Koesoeglu nach einem Disput mit dem Linienrichter von Schiedsrichter Alexander (Waldbrunn) die Rote Karte. „Nach dem 2:0 war das Ding gegessen“, meinte Mustafic, der am Ende nach einer Rudelbildung hinter die Bande verwiesen worden war und wie seine Spieler mit dem Referee haderte. In der Schlussphase ging es überhart zur Sache, was allerdings überwiegend von den Gästen ausging. „Das waren nur noch Frustfouls“, so Hoffmann.

(gie,wag)

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