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Die Wohnungen in der Frankfurter Straße gehören zum Bestand der Gewobau – hier ist Sozialbindung aber bis 2090 auf sehr lange Sicht gesichert.

"Keine Nachteile für Mieter"

Gewobau kontert Kritik  am Wegfall von 62 Wohnungen aus der Sozialbindung

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Die Gewobau verliert dieses und nächstes Jahr 62 Wohnungen aus der sozialen Bindung. Dafür gab es heftige Kritik von SPD und Linke.

Die Nachricht von Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) schlug einige Wellen. So informierte der Rathauschef darüber, dass die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft Gewobau in diesem Jahr 52 Wohnungen aus der sozialen Bindung verliert. Im kommenden Jahr sind es weitere zehn. Hunkel lieferte in seinem Anschreiben aber gleich die Information mit, dass sich für die Mieter nichts ändern werde und ihnen keine Nachteile oder höhere Kosten entstünden.

Heftige Kritik kam dennoch von SPD und Linken. Dirk Gene Hagelstein und Edgar Schultheiß erinnerten vor allem an die „vertane“ Chance, im Stadtquartier Süd einen Teil der neuen Wohnungen in einem Programm des geförderten Wohnungsbaus zu errichten und langfristig für mehr preiswerten Wohnraum in der Stadt zu sorgen. Auch die späte Information ärgerte beide.

Entwicklung im Blick

Stephan Burbach, Geschäftsführer der Gewobau, erklärt, warum die 62 Wohnungen aus der Bindung fallen. Er sagt auch, dass dies keine Sorge bereiten muss: „Die 62 Wohnungen für 2018 und 2019 sind der Anfang von einer ganzen Reihe von Wohnungen, deren Bindung in den kommenden Jahren ausläuft“, sagt Burbach. Er habe die Entwicklung sehr genau im Blick: „Bis 2026 werden insgesamt 308 Wohnungen aus dem sozial geförderten Wohnungsbau fallen.“ Dies sei aber ein normaler Prozess. In den vergangenen zehn Jahren habe die Gewobau die Bindungen für über 300 Wohnungen verlängert.

„Es gibt vom Land immer wieder sehr unterschiedliche Programme, die den Städten sozialen Wohnungsbau ermöglichen. In den 90er Jahren waren es langfristige Verträge, von denen wir auch einige haben. Dann sind die Häuser bis 2090 in der Bindung und wir müssen uns lange nicht darum kümmern“, so Burbach. Genauso gebe es aber alte Verträge, die auslaufen. „Wir schauen immer frühzeitig, ob es für uns passende Möglichkeiten zur Verlängerung gibt“, betont der Geschäftsführer.

Erhöhung der Miete

In den vergangenen zehn Jahren waren es vor allem Modernisierungsprogramme, die für das Unternehmen interessant waren. Die Gewobau hat dutzende Wohnungen saniert und die Sozialbindungen damit über zehn bis 15 Jahre verlängern können. „2015 bis 2017 gab es kombinierte Ergänzungsprogramme in Zusammenarbeit mit der WI-Bank, die es uns ermöglicht haben, 136 Wohnungen für weitere 30 Jahre zu halten“, erläutert Burbach.

Für dieses Jahr habe es noch kein passendes Programm gegeben, aber er kümmere sich derzeit intensiv um neu ausgeschriebene Förderungen des Landes. Das Ziel sei es immer, die mehr als 1000 Wohnungen der Gewobau, die als sozialer Wohnungsbau ausgewiesen sind, auch weiter in der Bindung zu halten.

„Für die Mieter, die in den betroffenen 62 Wohnungen leben, die jetzt rausgefallen sind, wird sich nichts verändern. Die Gewobau wird diese Wohnungen so behandeln, als hätten sie die Bindung noch, wir nehmen das jetzt auf unsere Kappe“, verspricht Burbach. Allerdings blieben Mieter in städtisch geförderten Wohnungen nicht von Mieterhöhungen verschont. Die Steigerungen seien aber nicht höher als ein bis 1,5 Prozent.

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