Neu-Isenburger Wohnungsbaugesellschaft

Gewobau macht Fortschritte

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Stephan Burbach, Chef der Gewobau in Neu-Isenburg, hat einen Plan für den städtischen Wohnungsbau. Unklar war, wie viele Wohnungen gefördert werden sollen

Das wird ein spannendes Jahr 2016 für die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewobau in Neu-Isenburg. Geschäftsführer Stephan Burbach stellte die Pläne für das laufende Jahr vor – neben der Modernisierung von 153 Wohnungen in 16 Häusern für 6,4 Millionen Euro hat der Chef der Gewobau auch schon die Bauplanung für das Birkengewann im Visier. In der Fünf-Jahres-Bauplanung hat die Wohnungsbaugesellschaft die Planung und Bebauung der 16 500 Quadratmeter mit 225 Wohnungen, von denen 95 barrierefrei sein werden, auf der Agenda.

Die Sanierungsquote im Bestand der insgesamt 2450 Wohnungen im Besitz der Gewobau sei in den vergangenen Jahren schon ähnlich hoch gewesen. „2015 waren es 143 Wohnungen, die wir für rund 5,8 Millionen Euro saniert haben“, erläuterte Burbach. Neben den energetischen Sanierungen geht die Wohnungsbaugesellschaft auch auf die Wünsche der Mieter ein. Ein größerer Balkon steht dabei ganz oben auf der Wunschliste. Daher prüft die Gewobau bei ihren Baumaßnahmen auch immer, ob der Wohnwert durch Balkone steigt. So bekommen die Häuser in der Gartenstraße 55-57 und in der Schützenstraße 82 in diesem Jahr insgesamt 27 neue, größere Balkone.

Hierfür werden die alten Balkone entfernt und neue angebracht. Die neuen Balkone sollen laut Burbach doppelt so groß wie bisher werden und haben dann eine Größe von circa sieben Quadratmetern. Ein weiterer Vorteil dieser Bauweise sei, dass die Wärmedämmung effektiver werde, da die Balkonbodenplatte thermisch vom Gebäude entkoppelt werde, schilderte Burbach die Vorzüge. Seit vielen Jahren dämmt die Gewobau die Fassaden, Kellerdecken und Dachböden ihrer Häuser. Stephan Burbach berichtete, dass diese Dämmungen zusammen mit den Erneuerungen von Fenstern und Heizungsanlagen erhebliche Energieeinsparungen von 50 bis 60 Prozent ausmachen können.

Für 2016 steht auch der Neubau von 18 seniorengerechten Wohnungen in der Körnerstraße 8 a an, mit dem Bezugstermin ist schon Mitte Juni zu rechnen. Die Sanierungen sind in den Häusern der Goethestraße, der Gartenstraße, der Schützenstraße, der Eichendorffstraße und der Offenbacher Straße geplant. Für die kommenden fünf Jahre investiere die Gewobau dann weitere 15 Millionen Euro in rund 300 Wohnungen, so Burbach weiter.

Das Wohnungskonzept für das Birkengewann werde derzeit mit der Stadt Neu-Isenburg erarbeitet. Mit dem Baubeginn rechnet Burbach Ende 2017 bis Anfang 2018. Im Zuge der Forderung nach sozialem Wohnungsbau müsse auch die Frage geklärt werden, ob und wie viele Wohnungen gefördert werden sollen. Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) betonte: „Wir haben in der Stadt 1300 Sozialwohnungen, von denen 1071 der Gewobau gehören. 2015 wurden 571 Wohnungen der Gewobau neu vermietet, nur 28 davon an Asylbewerber, das sind keine fünf Prozent.“

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