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Schulleiter Ralph Hartung (von links) und Landrat Oliver Quilling sind von der individuellen Klimaregelung in jedem Klassenraum begeistert, die ihnen Stefan Hambach vom Fachdienst Gebäudewirtschaft vorstellte. Daneben Bauleiter Stefan Konradt und Ralf Krämer von der Klima-Installation.

Erweiterungsbau

Die Goetheschule in Neu-Isenburg wächst

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Die Goetheschule in Neu-Isenburg erhält für rund 3,6 Millionen Euro einen Anbau. Vom kommenden Schuljahr an soll er Platz für weitere 240 Schüler bieten. Der Rohbau steht bereits.

Die Schülerzahlen in den Grundschulen steigen stetig an, was sich in der Folge auch auf den Raumbedarf der weiterführenden Schulen auswirkt. Die Goetheschule Neu-Isenburg ist an den Grenzen ihrer Kapazität angelangt und der Kreis Offenbach als zuständiger Schulträger hat darauf reagiert. Zu Jahresbeginn gab es den Spatenstich für einen Erweiterungsbau, im Februar begannen die Bagger mit den Arbeiten an der Bodenplatte. Mittlerweile ist der Rohbau fertig, und erste Fenster sind bereits eingebaut. Jetzt besuchte Landrat Oliver Quilling (CDU) den Erweiterungsbau, um sich über den Stand der Dinge zu informieren.

„Das sieht ja richtig toll aus“, meinte Quilling, als er die große Halle des Erweiterungsbaus betrat. „Ja, das ist unser neues Entree, aber es bleibt nicht ganz so offen“, erklärte Schulleiter Ralph Hartung. Was sich jetzt noch als einzelner großer Raum darstellt, wird noch unterteilt, denn der etwas höher liegende Teil wird zum Musikzimmer. „Aber bei Bedarf können wir die mobile Wand zur Seite schieben, dann haben wir hier sogar eine Bühne für Veranstaltungen“, schilderte Stefan Hambach vom Fachbereich Gebäudewirtschaft des Kreises Offenbach, der den Bau überwacht. Insgesamt beherbergt das frei stehende Gebäude mit rund 980 Quadratmetern Netto-Geschossfläche zehn Unterrichtsräume, davon acht Klassenräume sowie den Musik- und einen weiteren Kunstraum im Obergeschoss.

„Wir haben zu allen Räumen einen barrierefreien Zugang“, verweist Stefan Hambach auf den Aufzug, der neben zwei Treppenhäusern zusätzlich eingebaut wurde. Über einen in Kreuzform angelegten Fluchtweg sind sowohl die Treppen als auch der zweite Fluchtweg – dieser führt über zwei Stahltreppen an der Außenwand – erreichbar. Dies alles entspricht den neuesten Bauvorschriften. Besonders erfreulich ist für Schulleiter Hartung, dass es durch die neue Aula einen Ersatz für die im Bestandsgebäude umgewidmeten Flächen gibt. Dort wird die ehemalige Aula inzwischen für den Mittagstisch genutzt, bei Aufführungen ist immer ein großes Tische- und Stühlerücken vonnöten. Dies entfällt dann mit der Nutzung des Erweiterungsbaus.

Auch die Ausstattung des neuen Gebäudes kann sich sehen lassen und entspricht den Anforderungen neuester Lehrmethoden. So werden alle Räume mit interaktiven Beamern und White Boards ausgestattet. „Wir haben sogar schon Vorkehrungen für ein späteres WLAN-Netz in allen Räumen getroffen“, hebt Hambach hervor. Eine Besonderheit ist auch die Klimaregelung im Gebäude und in den Klassenräumen. „Es gibt zwar eine zentrale Klimaanlage mit großzügig bemessener Ab- und Zuluftregelung, doch das Klima in jedem Klassenraum kann zudem noch einmal individuell geregelt werden“, betont Ralf Krämer vom zuständigen Ingenieurbüro für Heizung und Lüftung. Hinter einem unscheinbaren, aber dennoch großen Schrank verbergen sich die Gerätschaften für die Raumluftsteuerung.

„Dieser Erweiterungsbau wurde notwendig, weil die Schülerzahlen durch den Bevölkerungszuwachs steigen“, erklärte Landrat Oliver Quilling. Derzeit werden rund 940 Schüler an der Goetheschule in Neu-Isenburg unterrichtet – zukünftig wird es hier sechszügige Jahrgangsverbände geben. Im Erweiterungsbau ist Platz für rund 240 zusätzliche Schüler. „Außerdem schafft dieser Bau die Möglichkeit, in den 2020er Jahren zu G 9 zurückzukehren“, verweist Ralph Hartung auf einen anderen Aspekt.

Rund 3,6 Millionen Euro sind für den Erweiterungsbau an der Goetheschule einkalkuliert. Dieses Bauprojekt ist Teil des Kommunalen Sonderinvestitionsprogramms. „Wir liegen gut im baulichen Zeitplan und auch im finanziellen Rahmenplan“, verweist Bauleiter Stefan Konradt an die geplante Übergabe zum Schuljahresbeginn 2019/2020.

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