Grimm-Schule geht in die Offensive

  • schließen

Aufbruchstimmung in der Lehranstalt an der Waldstraße: Schulleitung, Lehrer und Schüler wollen mit vielfältigen Angeboten und guter Öffentlichkeitsarbeit gegen den schlechten Ruf ankämpfen. Die Gelegenheit scheint günstig wie nie.

Es gibt bei Heike Adam immer wieder diese Momente des inneren Kopfschüttelns: „Wenn ich Zeitungsartikel lese oder Radiobeiträge höre, die die neuesten Projekte irgendeiner hessischen Schule preisen, denke ich immer: Das bieten wir doch schon seit Jahren bei uns an!“ Getreu dem Motto „Tue Gutes und rede drüber“ will die Leiterin des Realschulzweigs der Brüder-Grimm-Schule, unterstützt von ihrem Lehrer-Kollegen Jonas Volz, im Namen ihrer Bildungseinrichtung von nun an viel kräftiger als in der Vergangenheit die Werbetrommel rühren.

Der Zeitpunkt dafür ist nach ihren Worten besonders günstig, denn „Kreis und Stadt stehen hinter uns – und Neu-Isenburg erwartet in Zukunft viele Neubürger.“ Darunter auch viele junge Familien, die für ihre Kinder nach der Grundschule eine gute weiterführende Schule suchen werden. „Diesen Eltern“, sagt Jonas Volz, „wollen wir zeigen, dass wir eine gute Wahl sind.“ Weder er noch Heike Adam machen einen Hehl daraus, woran es in der Vergangenheit gehapert haben könnte: „Wir haben bei vielen Menschen immer noch ein Negativ-Image. Dagegen wollen wir kämpfen.“ Ihm selber breche jedesmal das Herz, wenn er Schlechtes über seine Grimm-Schule höre: „Denn ich weiß es besser – wie auch jeder, der uns kennt.“ Zu entkräften gilt es oft „ominöse, kaum greifbare Gerüchte“, so Heike Adam. Etwa über angebliche Schlägereien, „obwohl ich hier in meinen zehn Jahren als Lehrerin keinen einzigen Fall erlebt habe.“

Doch ist der Ruf erst ruiniert, bringt sogar ein vor der Schule parkendes Polizeiauto die Negativ-Klischee-Küche zum Kochen. „Dabei hat uns der Polizeibeamte nur besucht, um bei einem

Präventionsprojekt

der Schule mitzuarbeiten“, berichtet Adam. Doch mit Jammern wollen sich die beiden nicht aufhalten. Vielmehr haben sie mit ihrer Schulleiterin Regina Barth und dem Kollegium fünf Gründe zusammengestellt, warum die Grimm-Schule eine gute Wahl für Kinder ist.

  Ganztagsbetreuung: Zurzeit befindet sich die Brüder-Grimm-Schule im Profil 1 der Ganztagsbetreuung, was eine verbindliche Betreuung bis 15.15 Uhr gewährleistet. Dies beinhaltet eine Frühbetreuung, Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, verschiedene Nachmittagsangebote aus den Bereichen Sport, Kunst, Tanz, Gartenarbeit, Werken und Gesundheit.

  Förderstufe: Die Brüder-Grimm-Schule hat als einzige Schule in der näheren Umgebung eine Förderstufe. Hier bekommen die Schüler zwei Jahre mehr Zeit, um sich zu entwickeln und zu entfalten, anstatt direkt nach der Grundschule eine Schulform zu wählen. Durch ein Kurssystem in den Hauptfächern in drei Niveau-Stufen (A-Kurs = Gymnasium; B-Kurs = Realschule; C-Kurs = Hauptschule) können die Schüler individuell gefördert und gefordert werden, so dass ihre Stärken aufgebaut und ihre Schwächen abgebaut werden.

  Individuelle Förderung: An der Brüder-Grimm-Schule hat die individuelle Förderung sowohl in der Förderstufe (Klassen 5 bis 6) als auch in den oberen Klassenstufen (7 bis 10) einen besonderen Stellenwert. Um den verschiedenen Lerntypen gerecht zu werden, nutzen die Lehrkräfte differenzierte Lernangebote und eine Vielfalt an Methoden, damit jeder Schüler das Lernziel bestmöglich erreichen kann.

  Kollegium: Durch Pensionierungen hat sich das Kollegium der Brüder-Grimm-Schule in den vergangenen zehn Jahren stark verjüngt. Die jungen Lehrer bereichern durch ihr Wissen und Können den Schulalltag.

  Schule als Wohlfühlort: Da die Schüler von heute die Stützen der morgigen Gesellschaft sind, wird an der Brüder-Grimm-Schule viel Wert auf die Förderung der persönlichen Entwicklung und der Gemeinschaft gelegt. Selbstvertrauen, ein respektvoller Umgang, die Bereitschaft zu helfen und das Vermögen für Toleranz und Gutmütigkeit sind hier ebenso Lernziele. In Fächern wie Soziales Lernen und Ästhetische Bildung lernen die Kinder sozial und kooperativ zu handeln, eigene Ideen zu entwickeln, umzusetzen und zu präsentieren. Bei Konflikten erhalten die Kinder Unterstützung von Streitschlichtern (Schüler ab Klasse 7). In der Schüler-AG lernen die Schüler selbstverantwortlich Projekte zu planen – etwa Besuche in Senioreneinrichtungen, Organisation von Hoffesten und Fußballturnieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare