Konzert im Neu-Isenburger "Treffpunkt"

Henni Nachtsheim war glänzend aufgelegt

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Darauf haben die Fans gewartet: Nach einer langen Pause rockte Henni Nachtsheim mit seinen „beleidigten Bäckerfrauen“ endlich den Treffpunkt in Neu-Isenburg.

Darauf haben die Fans gewartet: Nach einer langen Pause rockte Henni Nachtsheim mit seinen „beleidigten Bäckerfrauen“ endlich den Treffpunkt in Neu-Isenburg. Der Comedian, Autor und Musiker ist ein vielbeschäftigter Mann – und damit ist es für die Konzertbesucher ein seltener Genuss, Nachtsheim auf der Bühne, mit den begnadeten Musikern im Rücken, als echte Rampensau zu erleben. Es war heiß und voll im Treffer, und der Funke sprang vom ersten Titel an auf das Publikum über.

Ein glänzend aufgelegter Nachtsheim bediente sich immer passend aus seinem großen Liederpool. Ob es das romantische „Du bringst alles durcheinander“ oder der Monotones-Klassiker „Kleiner Pirat“ war, das Publikum war so textsicher, dass es schier Gänsehaut verursachte. „Der kleinsmögliche Quader heißt Horst“, das Lied über Menschen, die alles besser wissen und gute Laune-Fresser sind, fand ebenso seinen Platz wie die Hymne der Frankfurter Löwen. Die Neu-Isenburger feierten ihren Star Henni Nachtsheim ausgelassen.

Dass seine Talente nicht ausschließlich beim Texten und Singen aussagekräftiger Lieder liegt, bewies der Künstler auch mit kleinen Anekdoten. Dann sollten ihm seine Fans einen langgehegten Herzenswunsch erfüllen: „Ich träume schon so lange davon, Teil einer erfolgreichen Boygroup zu sein“, verriet er. „Meint Ihr, Ihr könnt mir das heute Abend erfüllen? Ihr müsst mich ja nicht angucken. Macht die Augen zu und denkt an Justin Bieber.“

Als Nachtsheim dann den „All 4 one“-Klassiker „I Swear – I’ll Love You with Every Beat of my Heart“ in das Mikro hauchte, gab es kein Halten mehr. Besser können sich auch die „Backstreet Boys“ keinesfalls gefühlt haben. Das gab sogar eine Zugabe extra. Der Abend wurde dank der Musik und des Gebabbels grandios, ein Erlebnis wurde er mit den hervorragenden Musikern. Almut Winter verpasste den Stücken mit ihrer Geige einen besonderen Klang, und auch sonst hatte Nachtsheim nur Könner im Gepäck: Frowin Ickler am Bass, Lea Büser als gesangliche Verstärkung, Martin Johnson am Keyboard, sein Sohn Lucas Johnson an den Drums und natürlich Ali Neander an der Gitarre. „Ein riesen Freund, mit dem ich wahnsinnig gerne zusammen arbeite“, bedankte sich Nachtsheim letztlich aber bei all seinen Musikern. Er habe auf einen schönen Kindergeburtstag gehofft, erklärte Nachtsheim am Ende des Konzertes. „Aber das war ein total geiler Kindergeburtstag“, sagte er beinahe gerührt.

„Was für ein Abend“, sagte auch Michael Nazarenus, der eigens eine Stunde gefahren war. Als echter Fan outete sich der junge Mann mit einem 2007er Tour-T-Shirt und mit Textsicherheit. Nach drei Jahren Pause habe sich seine Erwartung voll erfüllt: „Es gab klasse Musik, mit lustigen Texten und beinahe eine Mischung aus Comedy und Konzert. Sehr gut, ich kommen gerne wieder.“ Das dauert hoffentlich nicht mehr so lange. Treffpunkt Chefin Martina Grossmann hofft jedenfalls aufs nächste „einmal im Jahr Konzert“ mit Henni Nachtsheim.

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