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Zur Grundausbildung der Rhythmischen Sportgymnastik gehört auch Ballett ? hier zeigt der TSG-Nachwuchs sein Können.

Beachtliche Erfolge

Herausragende Sportler des vergangenen Jahres geehrt

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Auch in diesem Jahr war die Hugenottenhalle wieder voll besetzt, als Rathauschef Herbert Hunkel alle erfolgreichen Neu-Isenburger Sportler des Jahres 2016 ehrte. Der Abend wurde nicht nur dank vieler sportlichen Leistungen zur runden Sache – die Veranstaltung feierte auch schon ihre 40. Auflage.

Die Hugenottenstadt kann sich auch in sportlicher Hinsicht sehen lassen. Nicht nur, dass es innerhalb der Stadtfestung 91 Sportler gibt, die mit besonderen Leistungen bereits auf sich aufmerksam gemacht haben, sondern es sind auch Hessenmeister, deutsche Meister, ja sogar Europameister und mit Sina Tkaltschwitsch eine Olympionikin darunter.

Umso stolzer war Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos), nicht nur besondere sportliche Leistungen zu würdigen, sondern auch zu unterstreichen, dass die Stadt viel Geld in die Hand nehme, um Sportlern beste Trainingsmöglichkeiten bieten zu können. „Wir haben festgestellt, dass wir 1977 erstmals eine solche Sportlerehrung vorgenommen haben, somit feiern wir heute die 40. Auflage der Veranstaltung“, so Hunkel. Rückblickend konnte das Stadtoberhaupt auf die stolze Summe von rund 30 Millionen Euro verweisen, die in dieser Zeit in Sporteinrichtungen und Sportanlagen geflossen sind. „1977 haben wir für Übungsleiter 14 000 Euro ausgegeben, heute sind es 126 000 Euro für insgesamt 335 Übungsleiter“, verwies Hunkel auf eine beachtliche Steigerung.

Es gibt in Neu-Isenburg auch Menschen die im Stillen für den Sport ganz Besonderes geleistet haben. Zu ihnen zählt die kürzlich gestorbene Ursula Leber. „Ich weiß, sie wollte keine öffentliche Würdigung, aber dennoch sollte ihr Wirken beim Rückblick auf 40 Jahre Sportlerehrung nicht fehlen“, sagte Hunkel.

Die Abteilung Rhythmische Sportgymnastik der Turn- und Sportgemeinschaft (TSG) Neu-Isenburg, deren jüngster Nachwuchs wie lebendige „Flöhe“ über die Bühne hüpfte und die Gäste begeisterte, eröffnete das Bühnenprogramm.

Warum gerade die Gymnastinnen der TSG so erfolgreich sind, zeigte anschließend die Show der „Großen“, die sowohl choreographisch als auch sportlich mit ihrer Darbietung die Besucher beeindruckten. Hier kamen die Freude am Sport und sportliches Können in idealer Weise zusammen. Den Grundstein dafür legt seit vielen Jahren die Abteilungsleiterin Rosemarie Czernio mit ihrem Team. Viel Beifall gab es auch für die Modern-Dance-Darbietung des TanzSportClubs (TSC) Ysenburg.

Moderatorin Martina Knief eröffnete mit dem Rollsportverein Neu-Isenburg den Ehrungsreigen. Neben zahlreichen Treppchenplätzen bei den deutschen Meisterschaften gab es zahlreiche Hessenmeisterinnen zu ehren, aber auch den deutschen Meistertitel im Formationslauf der Schüler.

Eine Litanei von Erfolgen konnte Wolf Doebel vom Höchster Schwimmverein vorweisen. Der Neu-Isenburger Kunstspringer heimste Titel vom Hessenmeister bis hin zum süddeutschen Meister ein. Ganz beachtlich auch die Leistung von Eileen Demes vom Turnverein (TV) Neu-Isenburg, die über 400 Meter Hürden nicht nur deutsche Hochschulmeisterin wurde, sondern auch bei der U 20-Weltmeisterschaft den vierten Platz belegte.

Auch Marie Tischer konnte in der Kategorie Pferde-Einspänner der Klasse 16 bis 21 Jahre den Vize-Europameistertitel holen. Der Kraftsportverein Neu-Isenburg vermeldete mit Petr Chavdari und seinem Zwillingsbruder Ivan sogar zwei Hessenmeister. Gleich vier Hessenmeistertitel erschwamm sich Reiner Helis vom Schwimmclub Neu-Isenburg, mit sechs Meistertiteln kam Mirjam Proksch von den Hessen-Masters im Schwimmen zurück.

Klaus Pfeifer von der Schützengesellschaft Neu-Isenburg wurde Dritter bei den deutschen Meisterschaften mit dem Compound-Bogen, Roland Zwengerle Hessenmeister. Brigitta Friedl vom Tennisclub Rot-Weiß Neu-Isenburg erkämpfte sich den dritten Platz bei der Team-Weltmeisterschaft Altersklasse 60 und wurde zudem deutsche Vizemeisterin. Andreas Schwirner wurde mit dem Volleyball-Team von Orplid Frankfurt deutscher und hessischer Seniorenmeister. Fast schon pflichtgemäß ertanzten sich die TSC-Damen wieder den Europameistertitel und holten zudem die deutsche Meisterschaft im Schautanz „Modern“.

Spannend wurde es bei der Frage, wer zur Mannschaft des Jahres 2016 gekürt würde. „Mit viel Training, guten Trainingsbedingungen und Sportförderung sind auch die TSG-Frauen ganz vorne“, sagte Sportdezernent Theo Wershoven und löste damit Jubel aus. Auf der Liste des Erfolges der TSG-Frauen-Fußballmannschaft um Trainerin Simone Hartmann stehen: Hessenpokal-Sieger, DFB-Pokal erste Runde, Aufstieg in die Hessenliga und ein erster Platz beim Internationalen Hallenturnier in Peiting. Kapitänin Katharina Droszcz nahm den Preis entgegen.

Nicht minder spannend die Entscheidung, wer Sportlerin oder Sportler des Jahres 2016 werden würde. Doch für die Jury war diese Entscheidung diesmal recht eindeutig: Die Rhythmische Sportgymnastin Sina Tkaltschewitsch sollte es sein. Neben den 14 Hessentiteln und fünf deutschen Meisterschaften war es vor allem der Sprung in den Olympia-Kader mit ihrem Auftritt bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro im vergangenen Jahr. Da sie sich derzeit im Bundesleistungszentrum in Kienbaum nahe Berlin auf die Europameisterschaften und Weltmeisterschaften vorbereitet, wurde sie telefonisch an diesem Abend in die Halle zugeschaltet.

„Olympia war bisher das Größte, und ich möchte mich bei allen, die mich auf dem Weg dorthin unterstützt haben, bedanken“, sagte die sympathische Gymnastin. Die Ehrung mit Urkunde und Pokal nahmen ihre Eltern, Sabine und Jochen Tkaltschewitsch entgegen.

Den Abend des Sports bereicherten Christina Wilberg vom TV Neu-Isenburg mit einer sehenswerten sportlichen Darbietung mit dem Cyr-Wheel, Till Schleinitz (Berlin) mit einer sportlich-akrobatischen Jonglage auf Rollschuhen und eine Hip-Hop-Show der Groove Dance Classes. Das „Jasper Trio“ begleitete musikalisch.

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