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Hessens Kultusminister will gleiche Chancen für alle

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Von: Leo Postl

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Hessen Kultusminister Ralph Alexander Lorz sprach auf Einladung der Neu-Isenburger CDU zum Thema Bildungspolitik. Die Kommune und den Kreis Offenbach lobte er dabei als beispielhafte Modelle.

Hessens Kultusminister Ralph Alexander Lorz weilte auf Einladung der Neu-Isenburger Christdemokraten im Haus der Vereine, um die hessische Bildungspolitik zu erklären. Mit dabei war auch Parteikollege Landrat Oliver Quilling, da dem Kreis die Schulträgerschaft obliegt und er sich insbesondere für die Gebäude verantwortlich zeichnet. Schließlich erklärte Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos), wie Bildung in Neu-Isenburg umgesetzt wird.

Eingefädelt hatte den Besuch von Kultusminister Lorz Neu-Isenburgs Erster Stadtrat Stefan Schmitt (CDU). „Ich kenne Lorz noch aus meiner Zeit der Jungen Union, vor der Sommerpause habe ich ihn gefragt, ob er sich einer Nahkampfdiskussion mit Lehrern und Eltern bei uns stellen würde“, so Schmitt. Mit rund 100 Besuchern von Pädagogen über Eltern und Schüler war die Veranstaltung recht gut besucht.

Modellkommune

„Das Land ist für den Inhalt der Bildungspolitik verantwortlich, der Kreis für die schulische Infrastruktur und die Kommune für die vorschulische Bildung“, erklärte der Minister die Zuständigkeiten. „Aber im Kreis Offenbach und in Neu-Isenburg ist ja ohnehin alles anders – alles viel besser, ja beispielhaft“, verwies Lorz auf die Modellregion und Modellkommune in Sachen Bildung und Betreuung.

Kultusminister Lorz basierte seine Ausführungen zur hessischen Bildungspolitik auf die drei CDU-Maxime: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Dabei versteht er unter Freiheit, die Freiheit der Eltern einen ganz bestimmten Bildungsweg für ihr Kind wählen zu können. „Wenn es von oben herab nur das Diktat eines über das ganz Land gezogenen Bildungsangebotes gibt, dann hat das mit Freiheit wenig zu tun“, so Lorz deutlich. Das Ideal wäre freilich ein ganz individueller Bildungsweg jedes einzelnen Kindes. „Mit einer Vielfalt von Angeboten, kommen wir diesem Anspruch jedoch sehr nahe“, betonte der Kultusminister. So habe die Politik den Schulen selbst einen größeren Entscheidungsspielraum zur Umsetzung der Lernziele gegeben, sagte Lorz weiter.

„Gerechtigkeit bedeutet für uns, dass alle junge Menschen an den Bildungsangeboten teilhaben können“, hob der Minister hervor. Zum Grundsatz der Solidarität zählt für ihn die besondere Förderung von jungen Menschen. „Es wird immer Einzelfälle geben, die eine besondere Förderung benötigen, und es wird immer Schüler geben, denen eine besondere Qualifikation schneller ermöglicht werden sollte“, betonte Lorz. Hier verwies er auf die „sozial indizierte Lehrerzuweisung“ – meint, das besonders qualifizierte Pädagogen in Schulen mit besonderer Sozialstruktur eine Entlastung der überstrapazierten Lehrerkräfte erreichen. Dabei hob er speziell die Pädagogen und Erzieher hervor, die sich in die sprachliche Bildung von Flüchtlingen einbringen.

Nicht um jeden Preis

Landrat Oliver Quilling betonte, dass es „Inklusion um jeden Preis nicht gibt.“ Für Neu-Isenburg hob er die erfreuliche Entwicklung der Schülerzahlen hervor und verwies auf weiteren „Nachwuchs“ aus den Neubaugebieten Birkengewann und Stadtquartier Süd. „Die Goetheschule wird ein zusätzliches Gebäude erhalten und die Brüder-Grimm-Schule eine Mensa“, so Quilling. Bürgermeister Hunkel unterstrich, dass der Kreis die Schulen geöffnet habe. „Wir haben die Hortkinder trotz Protesten näher zu den Schulen gebracht.“ Während der Fragerunde kamen keine besonderen Problemstellungen zutage – alles in allem ein gemütlicher Abend für den Minister.

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